Bachelorarbeit, 2024
91 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Prokrastination
2.2 Persönlichkeit und Persönlichkeitspsychologie
2.2.1 Persönlichkeit – Begriff und Definition
2.2.2 Persönlichkeitspsychologie – Definition und Paradigmen
2.2.3 Kontroversen in der Persönlichkeitspsychologie
2.2.4 Das Eigenschaftsparadigma und das Modell von Raymond Cattell
2.3 Ableitung der Forschungshypothesen
3 Untersuchungsmethoden
3.1 Stichprobe
3.2 Design und Durchführung der Untersuchung
3.3 Verwendete Messinstrumente (Fragebögen)
3.3.1 Kurzskala der General Procrastination Scale (GPS-K)
3.3.2 Persönlichkeits-Adjektiv Skalen (PASK5)
3.4 Statistische Verfahren
3.4.1 Vorbereitung der ermittelten Daten für die statistischen Verfahren
3.4.2 Deskriptive Statistiken
3.4.3 Spearman-Rangkorrelation
3.4.4 Kruskal-Wallis Test
4 Ergebnisse
4.1 Datenanalyse und Hypothesenprüfung
4.1.1 Datenanalyse Deskriptive Statistiken
4.1.2 Datenanalyse und Hypothesenprüfung (Spearman-Rangkorrelation)
4.1.3 Datenanalyse und Hypothesenprüfung (Kruskal-Wallis Test)
4.2 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Kritische Würdigung der Untersuchung
5.2.1 Einordnung in den Forschungsstand
5.2.2 Einschränkungen, Limitationen und Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschungen
5.3 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Neigung zur Prokrastination und den Persönlichkeitsmerkmalen basierend auf dem Faktorenmodell von Raymond Cattell. Das primäre Ziel besteht darin, mittels einer empirischen Querschnittstudie zu analysieren, ob die 16 identifizierten Persönlichkeitsfaktoren signifikante Prädiktoren für das Prokrastinationsverhalten von Individuen darstellen.
2.1 Prokrastination
Der Begriff Prokrastination leitet sich aus dem lateinischen Präfix „pro“ (vor, vorwärts) und dem Substantiv „crastinum“ (morgiger Tag) ab und bedeutet übersetzt in etwa „auf morgen vertagen“. Schon in der Antike war das Phänomen offenbar bekannt, denn von dem berühmten römischen Redner Cicero ist aus dem Jahr 44 v. Chr. überliefert, dass seiner Meinung nach bei der Durchführung aller Angelegenheiten Langsamkeit und Prokrastination verabscheuungswürdig seien (Steel, 2007, S. 67). In seinen Ursprüngen war der Begriff allerdings nicht zwingend negativ besetzt, denn es galt nicht als unklug, bestimmte Entscheidungen erst zu treffen, wenn genügend weitere Informationen vorlagen, auf die gewartet werden musste (Rustemeyer & Callies, 2013, S. 10).In den vergangenen Jahrzehnten taucht der Begriff Prokrastination häufiger in wissenschaftlichen Veröffentlichungen auf, dennoch gibt es offenbar bis heute keine einheitliche Definition. Steel versteht unter Prokrastination das dysfunktionale Aufschieben von zu erledigenden Tätigkeiten wider besseres Wissen, das im Gegensatz zum strategischen Aufschieben steht, bei dem sinnvolle Prioritäten gesetzt werden (Steel, 2007, S. 66). Die mit dem Aufschub ggf. verbundenen negativen Konsequenzen gehen mit einem individuell verschiedenen Ausmaß des Unbehagens einher. Die meisten Betroffenen würden das Ausmaß ihrer Prokrastination gern reduzieren (Steel, 2007, S. 65).
1 Einleitung: Beschreibt das Phänomen der Prokrastination im Alltag und führt in die differentialpsychologische Forschungsfrage nach dem Zusammenhang mit Persönlichkeitsmerkmalen ein.
2 Theoretischer Hintergrund: Bietet eine Definition von Prokrastination, erläutert die Paradigmen der Persönlichkeitspsychologie und führt das 16-Persönlichkeitsfaktoren-Modell von Cattell ein.
3 Untersuchungsmethoden: Erläutert das Design der Feldstudie, die eingesetzten Messinstrumente GPS-K und PASK5 sowie die angewandten statistischen Testverfahren.
4 Ergebnisse: Präsentiert die deskriptiven Statistiken der Stichprobe sowie die Resultate der Hypothesenprüfungen mittels Korrelationsanalysen und Gruppenvergleichen.
5 Diskussion: Interpretiert die statistischen Befunde im Kontext des Forschungsstands und leitet Limitationen sowie zukünftige Anknüpfungspunkte ab.
Prokrastination, Persönlichkeitspsychologie, Raymond Cattell, 16 PF-Modell, PASK5, GPS-K, Differentielle Psychologie, Selbstregulation, Persönlichkeitseigenschaften, Empirische Untersuchung, Spearman-Rangkorrelation, Kruskal-Wallis-Test, Aufschieberitis, Eigenschaftsparadigma, Wirtschaftspsychologie
Die Arbeit untersucht, ob es wissenschaftlich messbare Zusammenhänge zwischen der individuellen Persönlichkeitsstruktur eines Menschen und seiner Neigung gibt, wichtige Aufgaben wider besseres Wissen aufzuschieben.
Die zentralen Felder sind die Prokrastinationsforschung aus Sicht der differentiellen Psychologie sowie die Persönlichkeitsdiagnostik auf Basis des 16-Faktoren-Modells von Raymond Cattell.
Ziel ist es zu klären, ob bestimmte Persönlichkeitseigenschaften, wie z.B. Emotionale Stabilität oder Perfektionismus, signifikant mit einer höheren oder niedrigeren Prokrastinationsneigung korrelieren.
Es wurde eine quantitative Online-Befragung mit N=271 Teilnehmern durchgeführt. Zur Datenanalyse wurden deskriptive Statistiken, Spearman-Rangkorrelationen und Kruskal-Wallis-Tests verwendet.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Aufarbeitung des Prokrastinationsbegriffs, die Vorstellung der Persönlichkeitstheorie nach Cattell sowie die detaillierte empirische Überprüfung von 20 aufgestellten Forschungshypothesen.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Prokrastination, Persönlichkeitspsychologie, das 16 PF-Modell von Cattell und die empirische Anwendung der Fragebögen GPS-K und PASK5 definieren.
Zu den Faktoren mit signifikant negativem Zusammenhang zählen unter anderem Emotionale Stabilität (C), Regelbewusstsein (G), Soziale Kompetenz (H) sowie Perfektionismus (Q3).
Nein, der Kruskal-Wallis-Test konnte in der vorliegenden Untersuchung keine signifikanten Unterschiede in der Prokrastinationsneigung zwischen den verschiedenen Gruppen der Bildungsabschlüsse nachweisen.
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