Diplomarbeit, 2000
161 Seiten, Note: Sehr Gut
1. Einleitung
2. Das Science-fiction-Genre im Medium Film
2.1 Die Wirkung des Mediums Film
2.1.1 Die Popularität der Hollywood-Filme
2.1.2 Die Erzählstrukturen des phantastischen Kinos
2.1.3 Der Mythos als Ursprung der Dramaturgie
2.2 Entwicklung und gegenwärtiger Status des Science-fiction-Genres
2.3 Das thematische Spektrum des Science-fiction-Films
3. Neuorientierung der Science-fiction in den sechziger Jahren
3.1 „2001“ als Ausgangspunkt der neuen Science-fiction
3.2 Stanley Kubrick
3.3 Kubricks Science-fiction-Trilogie mit dem Höhepunkt „2001“
3.3.1 Die Interpretationen von 2001
3.3.2 Die Symbolik in 2001
3.3.3 Mythos und Ästhetik
4. Die „Star Wars“-Trilogie als Renaissance und Wegweiser des Science-fiction-Genres
4.1 Die Innovationen eines George Lucas
4.1.1 Neue Wege der Tricktechnik
4.1.2 Das Set, die Musik und der Ton als Bausteine des Erfolgs
4.1.3 Die Übernahme klassischer Erzählmuster in eine temporeiche Dramaturgie
4.1.4 Die Perfektion des finanziellen Höhenflugs
4.2 Die Verknüpfung von Star Wars mit anderen Filmgenres
4.3 Markante historische und politische Merkmale in der Struktur von Star Wars
4.4 Die Mythologie von George Lucas
5. Die Welt des Steven Spielberg
5.1 „Unheimliche Begegnung der Dritten Art“
5.2 „E.T. – Der Außerirdische“
5.3 Spielbergs Perfektion der Technik
6. Horror und Science-fiction
6.1 Eine Definition zum Vergleich zweier verwandter Genres
6.2 Die komplexen Attribute von „Alien“
6.2.1 Die narrative Konstruktion von „Alien“
6.2.2 Ausstattung und technische Stilmittel
7. Tempo und Witz in den Achtzigern
7.1 Der Actionfilm im Science-fiction-Genre
7.2 „Zurück in die Zukunft“
8. Erläuterungen zum Verfahren der Filmnetz-Analyse
9. Praktische Ausarbeitung der ausgewählten Filme
9.1 Die „Star Wars-Trilogie“
9.1.1 Das Filmnetzwerk der Star Wars-Trilogie
9.1.2 Die sozialen Muster und Identifikationsaspekte der Star Wars-Trilogie
9.2 „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“
9.2.1 Das Filmnetzwerk von Alien
9.2.2 Die sozialen Muster und Identifikationsaspekte in Alien
9.3 „E.T. – Der Außerirdische“
9.3.1 Das Filmnetzwerk von E.T.
9.3.2 Die sozialen Muster und Identifikationsaspekte in E.T.
9.4 „Terminator“
9.4.1 Das Filmnetzwerk von Terminator
9.4.2 Die sozialen Muster und Identifikationsaspekte in Terminator
9.5 „Zurück in die Zukunft“
9.5.1 Das Filmnetzwerk von Zurück in die Zukunft
9.5.2 Die sozialen Muster und Identifikationsaspekte in Zurück in die Zukunft
10. Fazit
Die Arbeit untersucht die Erfolgsgründe des Science-fiction-Films in den letzten dreißig Jahren, um durch eine Analyse ausgewählter Blockbuster allgemeine Erfolgsmuster zu identifizieren und die Rolle dieses Genres als populäres Medium zu verstehen.
Die Innovationen eines George Lucas
Der erste Schritt Lucas‘, um seine Intentionen in entsprechender Art und Weise umzusetzen, war die Schaffung neuer tricktechnischer Aufnahmeverfahren. Wie bereits in Kapitel 2.2 erwähnt, entwickelte ein Spezialistenteam eine Kamera, die es ermöglichte Weltraumszenen in einer noch nie gesehenen Form darzustellen. Hinzu kamen die masken- und kostümbildnerischen Leistungen, welche die Existenz von Androiden und Außerirdischen markant und faszinierend erscheinen ließen. Neben der Herstellung einer futuristischen Atmosphäre dienen diese Special-effects vor allem zur Erzeugung märchenhafter und phantastischer Welten.
In diesem Konnex wird die Notwendigkeit der Weiterentwicklung vorhandener tricktechnischer Instrumente für die Gestaltung von Star Wars deutlich. Die Computer-Controlled-Camera, oder auch motion control camera genannt, war für die Darstellung der Flug- und Schlachtsequenzen von immenser Bedeutung. Die Eröffnungsszene des ersten Films, in der ein imperialer Schlachtkreuzer ein Rebellenschiff quer über die gesamte Leinwand verfolgt, hätte ohne dieser Spezialkamera wohl nicht in die Realität umgesetzt werden können. Der nächste Schritt, den die Special-effects-Teams vollzogen, war der Progreß der Stop-Motion-Technik. Zum Beispiel setzten sie im dritten Film der Trilogie, um ein überdimensionales Monster und imperialer Kampfmaschinen realistischer darzustellen, die Go-Motion-Technik ein.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Untersuchungsgegenstand und beschreibt die wachsende Bedeutung des Science-fiction-Genres im modernen Hollywood-Kino.
2. Das Science-fiction-Genre im Medium Film: Dieses Kapitel erläutert die Wirkung des Films als Massenmedium und definiert die grundlegenden Merkmale und das thematische Spektrum der Science-fiction.
3. Neuorientierung der Science-fiction in den sechziger Jahren: Es wird die historische Zäsur durch Stanley Kubricks "2001: Odyssee im Weltraum" und die daraus resultierende ästhetische und technologische Neuausrichtung beschrieben.
4. Die „Star Wars“-Trilogie als Renaissance und Wegweiser des Science-fiction-Genres: Analyse der innovativen Strategien von George Lucas, insbesondere der Verbindung von Tricktechnik mit klassischen Mythen und Genre-Elementen.
5. Die Welt des Steven Spielberg: Untersuchung von Spielbergs Fokus auf positive emotionale Bindungen, Kindheit und die religiösen Analogien in seinen Science-fiction-Filmen.
6. Horror und Science-fiction: Erörterung der Grenzbereiche zwischen Horror und Science-fiction am Beispiel von "Alien", wobei das Monster als Instrument der Angst im Vordergrund steht.
7. Tempo und Witz in den Achtzigern: Beschreibung der zunehmenden Bedeutung von Action, Geschwindigkeit und Zeitreise-Thematiken in der Science-fiction-Produktion dieses Jahrzehnts.
8. Erläuterungen zum Verfahren der Filmnetz-Analyse: Detaillierte Darlegung der methodischen Vorgehensweise zur Untersuchung der Filmnetzwerke und sozialen Muster.
9. Praktische Ausarbeitung der ausgewählten Filme: Anwendung der entwickelten Methode auf "Star Wars", "Alien", "E.T.", "Terminator" und "Zurück in die Zukunft" zur Ermittlung der Erfolgsfaktoren.
10. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über die Konfrontation von Technik und Natur sowie der Bedeutung der positiven Heldenfiguren für den breiten Publikumserfolg.
Science-fiction, Film, Hollywood, Blockbuster, Tricktechnik, Special Effects, Mythologie, Filmnetz-Analyse, George Lucas, Steven Spielberg, Star Wars, Alien, Terminator, E.T., Zurück in die Zukunft
Die Diplomarbeit untersucht die zentralen Erfolgsfaktoren des Science-fiction-Genres im Medium Film über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung von Filmtechniken, die narrativen Strukturen (Mythen, Western-Motive), die Bedeutung des Mainstreams sowie soziologische Aspekte wie Identifikationsmuster.
Das primäre Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse ausgewählter Meilensteine des Genres übergreifende Merkmale und Gründe für deren enormen kommerziellen Erfolg herauszuarbeiten.
Die Autorin nutzt eine eigens definierte "Filmnetz-Analyse", einen filmsoziologischen Ansatz, um soziale Muster in den untersuchten Filmen durch die Zerlegung in verschiedene Variablen zu identifizieren.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, widmet sich der Bedeutung der Tricktechnik und untersucht detailliert erfolgreiche Filmreihen wie Star Wars, Alien oder E.T. auf ihre Erfolgsstrukturen hin.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Science-fiction, Film, Hollywood, Blockbuster, Filmnetz-Analyse, Mythologie und spezifische Regisseure wie George Lucas und Steven Spielberg charakterisiert.
Die realen Fortschritte in der Raumfahrt machten einfache Weltraum-Abenteuer als Science-fiction-Thema unmöglich, da die Realität die Phantastik einholte, was eine Neuorientierung hin zu phantastischeren, unbestimmten Orten erzwang.
Oft werden Wissenschaftler oder die Technik selbst in den untersuchten Filmen als negative Kraft oder "Gegenspieler" zur menschlichen Tugend dargestellt, was eine Identifikationsfläche für ein Publikum bietet, das sich mit der modernen Technik kritisch auseinandersetzt.
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