Masterarbeit, 2023
70 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Forschungsmethode und Gliederung der Arbeit
2 Die gläserne Decke
2.1 Begriffsbestimmung und Historie
2.2 Mögliche Ursachen
2.2.1 Berufliche Segregation aufgrund der Bildung
2.2.2 Mutterschutz
2.2.3 Klebriger Boden
2.2.4 Unbezahlte Arbeit: Pflege, Kinderbetreuung und Hausarbeit
2.2.5 Ein Mentalitätsproblem?
3 Gesetzliche Regelungen
3.1 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
3.2 Das Zweite Führungspositionen Gesetz (FüPoG II)
3.3 Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG)
3.4 Die Europäische Union
3.5 Der Europarat
4 Die gläserne Decke durchbrechen
4.1 Investitionen in die Kinderbetreuung
4.2 Gleichstellung bei Elternzeit
4.3 Flexible Arbeitsregelungen
4.4 Ausgewogenes Geschlechterverhältnis in Führungspositionen
4.5 Business Networking
5 Fazit
5.1 Zielerreichung
5.2 Perspektiven
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die vielfältigen Barrieren, die Frauen beim Aufstieg in Führungspositionen behindern – ein Phänomen, das als die "gläserne Decke" bekannt ist. Das Ziel ist es, die historischen Hintergründe, gesetzlichen Rahmenbedingungen und soziokulturellen Ursachen dieser geschlechtsspezifischen Diskriminierung zu analysieren, um Strategien und Ansätze aufzuzeigen, wie diese Decke effektiv durchbrochen werden kann.
2.1 Begriffsbestimmung und Historie
Die gläserne Decke ist eine symbolische Bezeichnung für ein Hindernis, das für den gewöhnlichen Beobachter nicht sichtbar ist und schwer zu bemerken oder zu verstehen ist, wenn man es nicht erlebt, und die Menschen, die es erlebt haben, berichten von der frustrierenden Situation, in der sie sich befanden.12 Zu beobachten und zu erleben, wie jemand eine wichtige Position bei der Arbeit einnimmt und einen nach großer Anstrengung und Arbeit in der Hierarchieebene überholt, nur weil es das andere (männliche) Geschlecht ist, ist sicherlich demotivierend und kann ein Gefühl der Minderwertigkeit hervorrufen. Gläserne Decke ist ein Ausdruck, der eine Form der Diskriminierung am Arbeitsplatz bezeichnet und auf eine Situation hinweist, in der qualifizierte und fähige Frauen an ihrem Arbeitsplatz nicht aufsteigen können, sodass Männer in hohen Positionen dominieren.
Das Wort Ceiling (Deutsch Decke) impliziert, dass es eine bestimmte Aufstiegsgrenze gibt, über die hinaus eine Person, in diesem Fall eine Frau, unabhängig von ihrer Qualifikation am beruflichen Fortkommen gehindert wird. Diese Grenze ist für gewöhnliche Beobachter nicht sichtbar, und die Frauen selbst bemerken sie in der Regel nicht, bevor sie gegen sie stoßen, weshalb sie auch als Glas bezeichnet wird. Diskriminierung kann aufgrund der religiösen oder rassischen Zugehörigkeit oder aufgrund von Benachteiligungen erfolgen, aber die gläserne Decke wird verwendet, um auf die geschlechtsspezifische Diskriminierung hinzuweisen, unter der Frauen in großer Zahl in verschiedenen Unternehmen auf der ganzen Welt leiden.
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung der gläsernen Decke und definiert die Forschungsfrage sowie die verwendete qualitative Diskursanalyse.
2 Die gläserne Decke: Analysiert die Entstehungsgeschichte des Begriffs sowie zentrale Ursachen wie Bildungssegregation, Mutterschutz und den klebrigen Boden.
3 Gesetzliche Regelungen: Gibt einen Überblick über nationale und europäische Gesetze sowie Konventionen, die Ungleichheit im Arbeitsumfeld bekämpfen sollen.
4 Die gläserne Decke durchbrechen: Erörtert konkrete Lösungsansätze wie Investitionen in Kinderbetreuung, flexible Arbeitsmodelle und aktives Networking.
5 Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Notwendigkeit kontinuierlicher Maßnahmen zur Erreichung echter beruflicher Gleichstellung.
Gläserne Decke, weibliche Führungskräfte, Gleichstellung, AGG, FüPoG II, Mutterschaftsstrafe, klebriger Boden, berufliche Segregation, Arbeitsmarkt, Diskriminierung, Karriereleiter, Führungspositionen, Networking, Geschlechterquote, Work-Life-Balance.
Die Arbeit befasst sich mit den systematischen, oft unsichtbaren Barrieren („gläserne Decke“), die Frauen daran hindern, in Unternehmen und Organisationen in höhere Managementpositionen aufzusteigen.
Die Schwerpunkte liegen auf soziokulturellen Ursachen für diesen Karriereknick, wie etwa geschlechtsspezifischen Rollenbildern, der ungleichen Verteilung von Betreuungsarbeit und den Auswirkungen auf das Gehalt und die Beförderungschancen von Frauen.
Das Ziel ist es, die Forschungsfrage „Wie weit kommen Frauen auf der Karriereleiter hoch?“ zu beantworten und aufzuzeigen, welche gesetzlichen und unternehmenskulturellen Maßnahmen notwendig sind, um diese Hindernisse abzubauen.
Die Autorin führt eine qualitative Diskursanalyse durch, basierend auf einer fundierten Auswertung von Literatur, Berichten, Studien und digitalen Diskursen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung und Ursachenanalyse, eine detaillierte Prüfung gesetzlicher Regelungen wie das AGG und das FüPoG II sowie konkrete Strategien zum Abbau der gläsernen Decke.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Unterrepräsentation von Frauen, berufliche Bildung, Mutterschaftsstrafe, Lohntransparenz und geschlechtergerechte Führung.
Die Arbeit beleuchtet die COVID-19-Pandemie als Beispiel, an dem weibliche Führungskräfte eindrucksvoll ihre Kompetenz und einen effektiven, empathischen Führungsstil unter Beweis gestellt haben.
Die Autorin argumentiert, dass zwar gesetzliche Rahmenbedingungen bestehen, deren Durchsetzung jedoch oft mangelhaft ist, da Sanktionen meist nicht ausreichen oder die Opfer den Gang vor Gericht scheuen.
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