Masterarbeit, 2025
116 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1 Einleitung
2 Forschungsstand
2.1 Framing in der Berichterstattung gewaltsamer Konflikte
2.2 Framing in der internationalen Berichterstattung des Israel-Palästina-Konflikts
2.3 Framing in der deutschen Berichterstattung des Israel-Palästina-Konflikts
3 Theorie
3.1 Grundlagen der Diskurstheorie
3.1.1 Definition: Diskurs
3.1.2 Interdisziplinäre Perspektiven auf Diskurs
3.1.3 Zentrale Bestandteile von Diskursen
3.2 Grundlagen der Framing-Theorie
3.2.1 Definition: Frames und Framing
3.2.2 Framing-Ebenen
3.2.3 Medien-Frames
3.3 Diskurs- und Framing-Theorie: Eine integrative Perspektive
3.3.1 Konstruktivistische Wurzeln
3.3.2 Kritische Perspektive auf Macht
3.3.3 Frames als Manifestationen von Diskursen
3.3.4 Aktionsebenen
3.3.5 Diskurs und Framing in der Politik- und Sprachwissenschaft
4 Methodik
4.1 Methodische Grundlage: Diskurs- und Framing-Analyse
4.1.1 Diskursanalyse
4.1.2 Framing-Analyse
4.2 Methodisches Vorgehen
4.3 Analyseraster
4.4 Fallauswahl und Korpusbildung
5 Framing und Diskursstrukturen in der Medienberichterstattung zum Israel-Palästina-Konflikt
5.1 Sprachliche und thematische Gestaltung auf der Mikroebene
5.1.1 Konfliktzeitpunkt 1: Hamas-Angriff auf Israel
5.1.2 Konfliktzeitpunkt 2: Beginn der israelischen Bodenoffensive
5.1.3 Konfliktzeitpunkt 3: israelischer Luftangriff auf Rafah
5.2 Vergleichende Untersuchung auf der Mesoebene
5.2.1 Thematische und narrative Strukturen
5.2.2 Darstellung der Akteure
5.2.3 Frame-Dynamik
5.3 Die diskursive Einbettung von Framing auf der Makroebene
5.3.1 Otherness-Framing
5.3.2 Terrorismus-Framing
5.3.3 Orientalismus-Framing
5.3.4 Legitimitäts-Framing
5.3.5 Kolonialismus-Framing
6 Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie deutsche Medien über den Israel-Palästina-Konflikt berichten und welche diskursiven Strukturen dabei identifiziert werden können. Das zentrale Ziel ist es, die mediale Rahmung (Framing) nicht nur als textuelles Phänomen zu analysieren, sondern deren Einbettung in übergeordnete ideologische und kulturelle Diskurse aufzuzeigen, um so zur Deutung und Darstellung des Konflikts beizutragen.
1 Einleitung
Gewaltsame Konflikte, egal ob sie innerhalb eines Staates oder zwischen zwei Staaten stattfinden, rufen internationale Aufmerksamkeit hervor. Besonders der Israel-Palästina-Konflikt, der seit Jahrzehnten zu den zentralen Konflikten im Nahen Osten zählt, hat seit Beginn der jüngeren Eskalation im Oktober 2023 erneut ein hohes Maß an Aufsehen erregt. Am Morgen des 7. Oktober 2023 griff die Hamas Israel mithilfe von Bodentruppen und Raketen an. Dabei wurden viele israelische Menschen getötet oder als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Die Reaktion Israels auf diesen Angriff bestand in einer umfangreichen militärischen Aktion, die zahlreiche Raketenangriffe, eine vollständige Blockade des Gazastreifens sowie eine Bodenoffensive in Gaza zur Folge hatte (Leonhardt & Lukas, 2024, S. 246). Darauffolgend führte die Eskalation des Konflikts nicht nur zu einer sich zuspitzenden Spaltung zwischen der palästinensischen und israelischen Bevölkerung, sondern auch zu einer zunehmenden Polarisierung innerhalb der internationalen Gemeinschaft (Leonhardt & Lukas, 2024, S. 248).
Eine wichtige Rolle spielen hier vor allem die Medien, die einen zentralen Akteur in der Informationsvermittlung und Meinungsbildung darstellen. Durch die Art und Weise, wie der Konflikt in der medialen Berichterstattung dargestellt wird, wird auch die Wahrnehmung und Meinung der Bevölkerung beeinflusst. Der Prozess, bei dem bestimmt wird, welche Aspekte eines Themas relevant sind und wie sie verstanden werden sollen, wird auch „Framing“ genannt. Dabei handelt es sich um die gezielte Hervorhebung oder Marginalisierung bestimmter Aspekte eines Themas, wodurch eine bestimmte Perspektive auf Ereignisse und Akteure geschaffen wird (z.B. Entman, 1993, S. 52).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Israel-Palästina-Konflikts ein und begründet die Relevanz der Untersuchung des medialen Farmings für die gesellschaftliche Meinungsbildung.
2 Forschungsstand: Hier erfolgt ein Überblick über bisherige Studien zur Berichterstattung über gewaltsame Konflikte sowie speziell zum Israel-Palästina-Konflikt in internationalen und deutschen Medien.
3 Theorie: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Konzepte von Diskurs und Framing und entwickelt eine integrative Perspektive, um beide Ansätze für die Analyse zu verknüpfen.
4 Methodik: Es werden die methodischen Grundlagen der Diskurs- und Framing-Analyse dargestellt sowie das Design der Arbeit, das Analyseraster und die Korpusbildung erläutert.
5 Framing und Diskursstrukturen in der Medienberichterstattung zum Israel-Palästina-Konflikt: Im Hauptteil wird die Berichterstattung anhand von drei Konfliktzeitpunkten auf Mikro-, Meso- und Makroebene systematisch analysiert und nach verschiedenen Framing-Kategorien differenziert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Forschungsergebnisse zusammen und ordnet sie in den wissenschaftlichen Kontext ein.
Framing-Analyse, Diskursanalyse, Israel-Palästina-Konflikt, Medienberichterstattung, deutsche Zeitungen, diskursive Strukturen, konstruktivistischer Ansatz, Otherness-Framing, Terrorismus-Framing, mediale Kommunikation, Politische Kommunikation, Konfliktberichterstattung, Machtverhältnisse.
Die Arbeit analysiert, wie deutsche Medien (FAZ, SZ, BILD) über den Israel-Palästina-Konflikt berichten und durch welche sprachlichen und diskursiven Mechanismen der Konflikt in der Öffentlichkeit gerahmt wird.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Framing-Prozessen auf die Wahrnehmung von Akteuren wie Israel, der Hamas und der Zivilbevölkerung sowie die Einbettung dieser Darstellungen in gesellschafts- und kulturkritische Diskurse.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie deutsche Medien den Konflikt gestalten und welche tieferliegenden diskursiven Strukturen, etwa im Kontext von Macht, Identität und kolonialen Narrativen, dabei identifiziert werden können.
Die Autorin kombiniert Ansätze der qualitativen Inhaltsanalyse, der kritischen Diskursanalyse und der empirischen Framing-Analyse, um eine mehrstufige Untersuchung auf Mikro-, Meso- und Makroebene zu ermöglichen.
Im Hauptteil (Kapitel 5) findet die konkrete Analyse der 45 ausgewählten Online-Artikel statt, gegliedert nach drei spezifischen Konfliktzeitpunkten, um die Dynamik der Berichterstattung und die diskursive Einbettung der Frames nachzuweisen.
Die Forschungsarbeit lässt sich durch Begriffe wie Framing-Analyse, Diskursanalyse, Konfliktberichterstattung, Machtstrukturen, andere (Otherness), Terrorismus-Framing und nationale Identität beschreiben.
Die Berichterstattung wird an drei Zeitpunkten analysiert: dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023, dem Beginn der israelischen Bodenoffensive Ende Oktober 2023 und dem Luftangriff in Rafah im Mai 2024.
Während journalistische Frames (wie der Konflikt-Frame) die unmittelbare Organisation von Informationen auf Textebene leisten, spiegeln diskursive Frames (wie das Otherness-Framing) tiefere, gesellschaftlich etablierte Machtverhältnisse und Narrative wider.
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