Magisterarbeit, 1999
124 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1 Theorie
1.1 Motivationspsychologie
1.1.1 Das hierarchische Modell der Motive nach Maslow
1.1.2 Theoretische Ansätze zur Erklärung motivierten Verhaltens
1.1.3 Zusammenfassung
1.2 Motivationspsychologische Begriffe
1.2.1 Motive
1.2.2 Klassifikation von Motiven
1.2.3 Motivation
1.2.4 Volition
1.2.5 Zusammenfassung
1.3 Handlungspsychologische Modelle
1.3.1 Motivations- und volitionspsychologische Richtung
1.3.2 Handlungsregulationstheorien
1.3.3 Integrierte Theorie des zielgerichteten Handelns nach von Cranach & Tschan (1998)
1.3.4 Zum Erklärungswert des integrierten Phasenmodells für sportliche Handlungen
1.4 Motive für die Teilnahme am Sport
1.4.1 Motive für die Teilnahme am Ausdauersport
1.4.2 Messung von Motiven
1.4.3 Zusammenfassung
1.4.4 Forschung zur Teilnahme am Ausdauersport
1.4.5 Zusammenfassung
2 Hypothesen
3 Untersuchungsmethoden
3.1 Stichproben
3.1.1 Soziodemographische Daten (Ironman-Triathleten)
3.1.2 Sportspezifische Daten
3.2 Meßinstrument: Motivationsfragebogen
3.2.1 gMOMS-s
3.2.2 Rothfragebogen
3.3 Untersuchungsdurchführung
3.4 Statistische Analyse
4 Ergebnisdarstellung: Untersuchung des gMOMS-s
4.1 Reliabilität des gMOMS-s
4.2 Analyse der Subskalen des gMOMS-s (Ironman-Triathleten)
4.3 Validität
4.4 Zusammenfassung
5 Ergebnisdarstellung: Hypothesenüberprüfungen
5.1 Teilnahmemotive von Ironman-Triathleten
5.2 Untersuchung der H1 (mögliche Veränderung der Motivstrukturen von Triathleten mit der Zeit)
5.2.1 Altersbezogene Motivunterschiede
5.3 Untersuchung der H2 (sportartspezifische Unterschiede in den Motivstrukturen von Ironman-Triathleten und Langstreckenläufern im Vergleich)
5.4 Untersuchung der H3 (intensitätsbezogene Unterschiede in den Motivausprägungen von Ausdauersportlern)
6 Gesamtdiskussion
7 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Teilnahmemotivation von Ironman-Triathleten unter Berücksichtigung motivationspsychologischer und handlungspsychologischer Modelle, um die psychologischen Hintergründe für die extreme sportliche Belastung zu ergründen und die Motivstrukturen dieser Sportlergruppe empirisch zu analysieren.
Einleitung
In den letzten 30 Jahren hat sich der Freizeitsport stark verändert. Diese Entwicklung hat dabei in einem besonderem Maße auch die Ausdauersportarten erfaßt. Mittlerweile haben Marathonveranstaltungen mit Massencharakter schon eine gewisse Tradition. Dementsprechend stehen psychologische Aspekte des Langstreckenlaufs nach Stoll, Würth und Ogles (1999) im Zentrum einer ganzen Reihe von empirischen Studien. Dies hängt einerseits damit zusammen, daß die Bewältigung etwa eines 42,195 km langen Marathons für einen Nichtsportler eine unglaubliche Leistung darstellt, andererseits drängt sich geradezu die Frage auf, warum Menschen so etwas tun.
Diese Frage stellt sich dann noch viel mehr, wenn Triathleten die Ironman-Distanz zurücklegen. Schließlich stecken dahinter nicht „nur“ die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und das abschließende Absolvieren eines Marathonlaufes, sondern vor allen Dingen unzählige Stunden regelmäßigen Trainings, die erst das erfolgreiche Bewältigen dieser Distanz ermöglichen. Ziel dieser Arbeit ist es daher, die möglichen Gründe für dieses extensive Sporttreiben näher zu untersuchen. Triathleten sind Exoten innerhalb einer Gesellschaft, die eher durch Bewegungsarmut gekennzeichnet ist.
Einleitung: Einführung in die Thematik der Teilnahmemotivation im Ausdauersport und Begründung der Relevanz für Ironman-Triathleten.
1 Theorie: Theoretische Fundierung durch motivationspsychologische Ansätze sowie handlungspsychologische Modelle zur Erklärung zielgerichteten sportlichen Handelns.
2 Hypothesen: Darstellung der zentralen Forschungsannahmen zu alters-, sportart- und intensitätsbezogenen Motivunterschieden.
3 Untersuchungsmethoden: Beschreibung der Stichproben (Triathleten, Marathon- und Ultramarathonläufer) sowie des eingesetzten Messinstruments (gMOMS-s).
4 Ergebnisdarstellung: Untersuchung des gMOMS-s: Analyse der Reliabilität und Validität des Messinstruments für die untersuchten Gruppen.
5 Ergebnisdarstellung: Hypothesenüberprüfungen: Empirische Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels statistischer Analysen der Motivstrukturen.
6 Gesamtdiskussion: Synthese der Ergebnisse und Einordnung in den theoretischen Rahmen sowie kritische Reflexion der Befunde.
7 Ausblick: Vorschläge für zukünftige Forschungsansätze und methodische Weiterentwicklungen der Motivationsmessung.
Teilnahmemotivation, Ausdauersport, Triathlon, Ironman, Marathon, Motivationspsychologie, gMOMS-s, Handlungsregulationstheorie, Leistungsmotiv, Gesundheitsorientierung, Sportpsychologie, empirische Studie, Volition, sportartspezifische Motive, Leistungsfähigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Beweggründe, warum Menschen sich dem extremen Ausdauersport, speziell dem Ironman-Triathlon, widmen.
Zentrale Themen sind die Motivationspsychologie, die Handlungsregulation im Sport, die Erfassung sportspezifischer Motive sowie die empirische Analyse von Motivstrukturen bei verschiedenen Ausdauersportlern.
Das primäre Ziel ist es, die spezifischen Motive für das extensive Sporttreiben von Triathleten zu identifizieren und mögliche Unterschiede in Abhängigkeit von Alter, Erfahrung und Sportart zu untersuchen.
Es wurde eine empirische Querschnittstudie durchgeführt, bei der ein standardisierter Fragebogen (gMOMS-s) eingesetzt und statistisch ausgewertet wurde.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Einbettung in das Phasenmodell des zielgerichteten Handelns sowie auf die differenzierte statistische Analyse der Motivsubskalen im Gruppenvergleich.
Sie charakterisieren die Kombination aus theoretischer psychologischer Fundierung (Motivation, Volition) und sportpraktischer Anwendung auf Ausdauersportarten.
Nein, eine Analyse geschlechtsspezifischer Unterschiede war nicht möglich, da die untersuchte Stichprobe ausschließlich aus männlichen Probanden bestand.
Entgegen der ursprünglichen Hypothese konnten keine statistisch signifikanten Hinweise darauf gefunden werden, dass sich die Motivstrukturen signifikant verändern, wobei die Bedeutung des Gesundheitsmotivs bei Ironman-Neulingen besonders hervortrat.
Wettkämpfe werden nicht als dominantes Motiv identifiziert; vielmehr scheint die in ihnen erbrachte Leistung eher als Ausdruck persönlicher Zielerreichung und intrinsischer Bewältigung relevant zu sein.
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