Doktorarbeit / Dissertation, 2009
218 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
0 Einleitung
0.1 Ausgangssituation und Zielsetzung
0.2 Thesen, Methodik und Vorgehensweise
0.3 Aufbau der Arbeit und Abgrenzung
0.4 Stand der Literatur
0.5 Danksagung
1 Standards und Patente – Übersicht
1.1 Standards
1.1.1 Definition
1.1.2 Ziele
1.1.3 Typen
1.2 Standardisierungsorganisationen und –formen
1.2.1 Formale Standardisierung
1.2.2 Konsortien, “graue” Standardisierung
1.2.3 De-facto-Standards
1.2.4 Finanzierung
1.2.5 Vergleich und Diskussion
1.3 Patente / Intellectual Property Rights
1.3.1 Definition und Ziele
1.3.2 Einzelne Regelungen
1.3.3 Diskussion
1.4 Standardisierungsprozess
1.4.1 Treiber
1.4.2 Prozess
1.4.3 Ergebnis
1.5 Standards und Patente: Kompatibilität, Typenbeschränkung, Innovation und Wettbewerb
1.5.1 Typenbeschränkung und Kompatibilität
1.5.2 Innovation und Wettbewerb
2 Standards zur Audio-Online-Distribution – Wertschöpfungskette, Technologien und Marktrelevanz
2.1 Wertschöpfungskette und Stakeholder Audio-Online-Distribution
2.1.1 Wertschöpfungskette Audio-Online-Distribution
2.1.2 Stakeholder Audio-Online-Distribution
2.1.3 Wirtschaftliche Bedeutung
2.2 Originäre und Integrierte Technologien
2.2.1 Originäre Technologien
2.2.2 Integrierte Technologien
2.3 Untersuchte Standards und Marktrevelanz
2.3.1 Originäre Technologien
2.3.2 Integrierte Technologien
3 Standards und Markt – Einflussgrößen
3.1 Motivation und Einführung
3.2 Einflussgrößen – Standards
3.2.1 Ressourcen und Reputation
3.2.2 Timing
3.2.3 Marktreife
3.2.4 Kompatibilität
3.2.5 Nutzbarkeit und Bedingungen
3.3 Einflussgrößen – Markt
3.3.1 Marktsituation
3.3.2 Marktentwicklung
3.4 Einflussgrößen – Katalog
4 Standards zur Audio-Online-Distribution – Case Studies
4.1 MP3
4.2 AAC
4.3 Microsoft Windows Media
4.4 SDMI
4.5 MPEG-21
4.6 Apple iTunes Music Store
4.7 CORAL Ecosystem
5 Ergebnis und Diskussion
5.1 Ergebnis
5.2 Zusammenfassende Diskussion
Diese Arbeit evaluiert die Marktrelevanz von formalen, konsortialen und De-facto-Standards zur Audio-Distribution über das Internet mittels einer vergleichenden Analyse anhand von Case Studies. Das primäre Ziel besteht darin, Zusammenhänge zwischen den Einflussgrößen (wie Ressourcen, Reputation, Timing und Marktreife) und der schwindenden Marktrelevanz formaler Standards zu identifizieren und zu erläutern, warum aktuell vorwiegend De-facto-Standards in diesem Markt erfolgreich agieren.
1.1.1 Definition
Defintionen des Standardbegriffs gibt es zahlreich. Meist geprägt von den Spezifika einer speziellen Standardisierungsform. Wir möchten uns dem Thema allerdings generisch nähern und wählen eine gremienunabhängige Definition des Standardbegriffs, die wir fortlaufend konkretisieren.
Ein Standard zeichnet sich (generisch) dadurch aus, dass er sich auf die folgenden Entitäten
Produkte/Systeme, Schnittstellen, Prozesse, Dienstleistungen, Material
bezieht und deren Aspekte
Maße, Vereinbarungen, Bedingungen, Spezifikationen
in bestimmten, sich wiederholenden Situationen beschreibt. Diese Beschreibung involviert in der Regel mehrere Beteiligte.6 Als wesentlich für diese Arbeit werden sich die Entitäten Produkt/System- und Schnittstellenstandards im Aspekt Spezifikation herausstellen.
Unser Fokus liegt auf (informations-)technologischen Standards. Diese regeln als Vereinbarungen und als sich wiederholend stellende Situationen technische Probleme und Anforderungen und definieren, was technisch zulässig (Höchst-/ Mindestwerte) oder empfehlenswert ist. Die Zulässigkeit wird dabei meist über negative Externalitäten reguliert (z. B. Gesetzgebung mit Strafandrohung bei Nichtbeachtung).7 Um einem häufigen Missverständnis vorzubeugen, halten wir fest, dass ein Standard zunächst keinen Gesetzescharakter hat8, aber im Falle der Festlegung von Zulässigkeitsgrenzen oft als Referenz in entsprechenden Gesetzen (z. B. zum Arbeits-, Umwelt- oder Gesundheitsschutz) herangezogen wird. Die Standards der Informationstechnologie dagegen haben in diesem Sinne empfehlenden Charakter.
0 Einleitung: Ausgangslage, Zielsetzung und methodischer Aufbau der Arbeit.
1 Standards und Patente – Übersicht: Theoretischer Rahmen zu Standards, Standardisierungsorganisationen, Patenten und Standardisierungsprozessen.
2 Standards zur Audio-Online-Distribution – Wertschöpfungskette, Technologien und Marktrelevanz: Analyse der Wertschöpfungskette, Definition der Technologien und Einführung der Vergleichskriterien.
3 Standards und Markt – Einflussgrößen: Entwicklung eines Katalogs von Einflussgrößen für Marktrelevanz, unterteilt in Standard- und Marktaspekte.
4 Standards zur Audio-Online-Distribution – Case Studies: Detaillierte Untersuchung spezifischer Audio-Distributions-Standards anhand der Einflussgrößen.
5 Ergebnis und Diskussion: Zusammenfassende Auswertung und Interpretation der Ergebnisse über alle Fallstudien hinweg.
Standardisierung, Audio-Online-Distribution, Marktrelevanz, Patente, Digital Rights Management, DRM, MPEG, Konsortien, De-facto-Standards, Interoperabilität, Wertschöpfungskette, MP3, AAC, Apple iTunes Music Store, Innovationsförderung.
Die Arbeit untersucht die Marktrelevanz von unterschiedlichen Standardisierungsformen im Bereich der Audio-Distribution über das Internet.
Die Arbeit behandelt formale, konsortiale und De-facto-Standardisierung, die Rolle von Patenten in diesem Prozess, Digital Rights Management sowie die spezifische Wertschöpfungskette der Online-Musikdistribution.
Das Ziel ist die Identifizierung der marktrelevanten Einflussgrößen, die erklären, warum formale Standards für Audio-Distribution ihre Bedeutung verlieren, während De-facto-Standards zunehmend dominieren.
Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse anhand von Case Studies, die durch einen aus der Literatur abgeleiteten Katalog von Einflussgrößen evaluiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Übersicht zu Standards und Patenten, eine Analyse der Wertschöpfungskette für Audio-Online-Distribution sowie eine detaillierte Fallstudien-Analyse ausgewählter Standards.
Wesentliche Begriffe sind Standardisierung, Marktrelevanz, Patente, DRM, Interoperabilität und Wertschöpfungskette.
MPEG gilt als das Synonym für formale Standardisierung im Medienbereich. Die Arbeit nutzt MPEG-Standards, um das Paradigma der „besten Technologie“ gegenüber den realen Markterfordernissen zu untersuchen.
Die SDMI dient als Beispiel für das Scheitern einer groß angelegten konsortialen Initiative, deren Fokus zu stark auf technologischen Anforderungen und zu wenig auf den Interessen der Marktteilnehmer lag.
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