Bachelorarbeit, 2009
44 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Kreditgeschäft aus Bankensicht
2.1. Motive für die Ausgliederung von Forderungen
2.2. Instrumente des Kreditrisikotransfers
3 Traditionelle Kreditverbriefung
3.1. Transaktionsstruktur und beteiligte Parteien
3.2. Arten von Asset Backed Securities
3.2.1. Anzahl der Originatoren
3.2.2. Art der Forderungen
3.3. Kennzeichen einer ABS-Transaktion
3.3.1. Transaktionskosten
3.3.2. Rechtliche und bilanzrechtliche Anforderungen
3.4. Vorteile einer ABS-Transaktion für den Originator
3.4.1. Verbesserung des Liquiditätsmanagements
3.4.2. Verbesserung des Kreditrisikomanagements
3.4.3. Entlastung des ökomischen und regulatorischen Eigenkapitals
3.5. Risiken einer ABS-Transaktion
3.5.1. Basisrisiken
3.5.2. Strukturrisiken
3.5.3. Verhaltensrisiken
4 Synthetische Kreditverbriefung
4.1. Credit Default Swap
4.2. Credit Linked Note
4.3. Transaktionsstruktur und beteiligte Parteien
4.4. Merkmale der synthetischen Kreditverbriefung
4.4.1. Transaktionskosten
4.4.2. Flexibilität
4.5. Chancen der synthetischen Kreditverbriefung
4.5.1. Diversifikation des Kreditportfolios
4.5.2. Ökonomische und regulatorische Eigenkapitalentlastung
4.6. Risiken der synthetischen Kreditverbriefung
4.6.1. Kontrahentenrisiko
4.6.2. Operationelles Risiko
4.6.3. Systemisches Risiko
5 Vergleich der traditionellen und synthetischen Kreditverbriefung
6 Auswirkungen der Subprime-Krise auf den deutschen Verbriefungsmarkt
7 Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht aus Bankensicht die Strukturen, Chancen und Grenzen traditioneller und synthetischer Forderungsverbriefungen als Instrumente des Kreditrisikomanagements vor dem Hintergrund der Finanzkrise.
3.5. Risiken einer ABS-Transaktion
Von essentieller Bedeutung für den Originator ist die vollständige oder partielle Übertragung der mit den Forderungen verbundenen Risiken durch die Verbriefungstransaktion. Die Risiken werden jedoch nicht eliminiert, sondern auf verschiedene Parteien aufgeteilt und übertragen. Der Grundgedanke ist, dass die Parteien die von ihnen übernommen Risiken besser mit ihrer Geschäftsstruktur vereinbaren und somit effizienter bewirtschaften können.
Ziel dieses Abschnittes ist es, die Risiken einer ABS-Transaktion zu identifizieren und mögliche Sicherungstechniken, bei denen der Originator das Risiko trägt, zu untersuchen.
3.5.1. Basisrisiken
Basisrisiken resultieren aus den Forderungen, die den ABS zugrunde liegen und werden durch das Ausfallrisiko konkretisiert. Das Ausfallrisiko bezeichnet die Gefahr, dass die Schuldner der verbrieften Forderung die Zins- und Tilgungsraten nicht leisten und somit die Zahlungsströme aus den emittierten Wertpapieren nicht bedient werden können. Es ist ein charakteristisches Risiko, das die ABS von anderen Wertpapieren aus Investorensicht unterscheidet. Das Ausfallrisiko würde ohne Sicherungsmaßnahmen allein von den Investoren getragen werden, in der Praxis werden jedoch verschiedene Sicherungstechniken angewandt, um es auf mehrere Parteien zu verteilen.
Eine Sicherungsmöglichkeit resultiert aus dem Über-/Unterordnungsverhältnis (Subordination) der emittierten Wertpapiere. Die Emission wird in klar von einander getrennte Tranchen aufgeteilt. Die verbrieften Forderungen werden jedoch nicht eindeutig einer bestimmten Tranche zugeteilt.
Die Tranchen stehen in strenger Hierarchie zueinander. Das bedeutet, dass bei einem Ausfall der verbrieften Forderungen zunächst die vorrangigen Tranchen (Seniortranchen) bedient werden, bevor die Investoren den nachrangigen Tranchen ihre Zins- und Tilgungszahlungen erhalten (Wasserfallprinzip). Daher tragen die Gläubiger der nachrangigsten aller Tranchen (Juniortranche bzw. First-Loss-Tranche) die ersten Ausfälle aus dem Forderungspool.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Forderungsverbriefung im Kontext der Finanzkrise ein und definiert das Ziel der Untersuchung.
2 Kreditgeschäft aus Bankensicht: Es werden die Risiken des Kreditgeschäfts erläutert und die Notwendigkeit von Instrumenten zur Ausgliederung von Forderungen begründet.
3 Traditionelle Kreditverbriefung: Dieses Kapitel behandelt die Struktur, Vorteile und Risiken klassischer ABS-Transaktionen inklusive des Forderungsverkaufs.
4 Synthetische Kreditverbriefung: Der Fokus liegt hier auf dem Einsatz von Kreditderivaten wie CDS und CLN zur Risikoübertragung ohne Forderungsabgang.
5 Vergleich der traditionellen und synthetischen Kreditverbriefung: Die beiden Varianten werden gegenübergestellt, um Entscheidungshilfen für den Einsatz bei geschäftspolitischen Zielen zu geben.
6 Auswirkungen der Subprime-Krise auf den deutschen Verbriefungsmarkt: Es wird analysiert, wie sich die Krise auf das deutsche Marktvolumen und die Transaktionsstrukturen auswirkte.
7 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und einer kritischen Einordnung der Verbriefungspraxis.
Kreditverbriefung, Forderungsverbriefung, Asset Backed Securities, ABS, Kreditderivate, Credit Default Swap, CDS, Kreditrisikomanagement, Subprime-Krise, Risikotransfer, Eigenkapitalentlastung, Bankwesen, Refinanzierung, Transaktionsstruktur, Finanzkrise
Die Arbeit untersucht die Mechanismen, Chancen und Risiken von zwei Verbriefungsvarianten aus der Perspektive von Banken: der traditionellen und der synthetischen Forderungsverbriefung.
Zentrale Themen sind das aktive Kreditrisikomanagement, die rechtlichen und ökonomischen Aspekte von Verbriefungen sowie deren Rolle und Veränderung im Verlauf der Subprime-Finanzkrise.
Das Ziel ist es, die Strukturen sowie die Möglichkeiten und Grenzen beider Verbriefungsvarianten aus Bankensicht gegenüberzustellen und zu bewerten.
Die Autorin verwendet eine theoretische Analyse auf Basis aktueller Fachliteratur und ergänzt diese durch Fallbeispiele und Marktstatistiken, um die praktische Anwendung zu illustrieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der traditionellen sowie synthetischen Verbriefung, deren Vor- und Nachteile sowie einen direkten Vergleich beider Ansätze.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Forderungsverbriefung, Kreditderivate, Risikotransfer, Asset Backed Securities und Kreditrisikomanagement beschreiben.
Der Hauptunterschied liegt darin, dass bei der traditionellen Verbriefung ein realer Forderungsverkauf (True Sale) erfolgt, während bei der synthetischen Verbriefung nur das Kreditrisiko durch Derivate transferiert wird, ohne dass die Forderungen die Bilanz verlassen.
Es regelt die Rangfolge der Bedienung von Tranchen. Bei Ausfällen werden Verluste zuerst von nachrangigen Tranchen (z. B. Juniortranche) getragen, was die vorrangigen Tranchen (Seniortranchen) schützt.
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