Diplomarbeit, 2006
118 Seiten, Note: 1,0
1 »KINDERTANZ« IM BEGRIFFLICHEN UND HISTORISCHEN VERSTÄNDNIS
1.1 BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
1.1.1 »Kind« im rechtlichen Sinne
1.1.2 Das Phänomen »Tanz«
1.1.3 »Kindertanz«
1.2 VERGLEICH ZWISCHEN AUßERSCHULISCHEM KINDERTANZ UND TANZ IN DER VOR- UND GRUNDSCHULE
1.3 DEFINITION VOR- UND GRUNDSCHULE
1.4 HISTORISCHE ENTWICKLUNG DES KINDERTANZES IN VOLKS- UND GRUNDSCHULEN
1.4.1 Im 17./18. Jahrhundert
1.4.2 Im 19./20. Jahrhundert
1.4.3 Im 21. Jahrhundert
1.4.4 Tanz in Schulen im Vergleich mit der britischen »primary school« und der niederländischen »basisschool«
1.5 EXKURS: TANZPROJEKT IN GANZTAGSGRUNDSCHULEN DES LANDES NORDRHEIN-WESTFALEN
1.6 ZUSAMMENFASSUNG
2 ZUR BEDEUTUNG DER TANZPÄDAGOGIK IM KINDERTANZ
2.1 BEGRIFFSERKLÄRUNG TANZPÄDAGOGIK
2.2 GRUNDLAGEN ZUM TANZPÄDAGOGISCHEN ARBEITEN IM KINDERTANZ
2.3 ANWENDUNG ELEMENTARER AUSDRUCKSFORMEN IN DER KINDERTANZERZIEHUNG
2.3.1 Bewegung
2.3.2 Musik
2.3.3 Sprache
2.4 METHODISCH-DIDAKTISCHE VORGEHENSWEISE
2.4.1 Leitziele
2.4.2 Inhalte
2.4.3 Rahmenbedingungen
2.4.4 Beispiel für ein didaktisches Konzept
2.5 EXKURS: TANZVERMITTLUNG AUF PROFESSIONELLER UND AMATEURHAFTER BASIS
2.6 ZUSAMMENFASSUNG
3 PHYSISCHE UND PSYCHISCHE ENTWICKLUNGSPROZESSE IM KINDESALTER
3.1 PRÄGNANTE ENTWICKLUNGSSTADIEN IM VOR- UND GRUNDSCHULALTER
3.1.1 Die Ausbildung des Bewegungssystems
3.1.2 Die motorische Entwicklung – eine wesentliche Entscheidung zum Tanzbeginn
3.1.3 Die Entfaltung der kindlichen Psyche
3.2 ENTWICKLUNGSFORTSCHRITTE ALS RESULTAT EINER TANZERZIEHUNG
3.3 TANZMEDIZINISCHE BETRACHTUNGSWEISEN
3.3.1 Das Kind und seine körperlichen Belastungspunkte im Tanz
3.3.2 Normen für eine gesunde tänzerische Erziehung
3.4 ZUSAMMENFASSUNG
4 KINDERTANZ IN DER PRAXIS
4.1 BEWEGGRÜNDE FÜR DAS TANZEN
4.2 PRÄMISSEN ZUR AUSÜBUNG VON KINDERTANZ
4.3 BETRACHTUNG MÖGLICHER TANZSTILE FÜR DEN KINDERTANZBEREICH
4.3.1 Darstellung von Charakteristiken
4.3.2 Belastungsintensität der Tanzstile
4.3.3 Auswertung und Einordnung in Altersstufen
4.4 ZUSAMMENFASSUNG
5 QUALITATIVE ERHEBUNG ZUR UNTERSUCHUNG PRAXISBEZOGENER ERFAHRUNGSWERTE
5.1 FORSCHUNGSGEGENSTAND UND ZIELSETZUNG
5.2 GEWÄHLTE FORSCHUNGSMETHODE UND BEGRÜNDUNG
5.3 UNTERSUCHUNGSDURCHFÜHRUNG
5.3.1 Befragung mit Vor- und Grundschulpädagogen
5.3.2 Befragung mit Tanzpädagogen
5.3.3 Befragung mit Medizinern
5.3.4 Befragung mit Eltern und Kindern
5.4 GEGENÜBERSTELLUNG VON THEORIE UND PRAXIS
5.5 RESÜMEE UND ZUSAMMENFASSUNG
6 SCHLUSSBEMERKUNG
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das optimale Einstiegsalter für eine kindgerechte tänzerische Ausbildung im Vor- und Grundschulalter zu bestimmen und die Sinnhaftigkeit einer frühen tänzerischen Förderung kritisch zu beleuchten.
1.1.1 »Kind« im rechtlichen Sinne
Im Kinder- und Jugendhilfegesetz des Sozialgesetzbuches VIII wird der Begriff »Kind« unter §7 Absatz 1 wie folgt definiert:
„Im Sinne dieses Buches ist (...) Kind, wer noch nicht 14 Jahre alt ist, (...).“
1 »KINDERTANZ« IM BEGRIFFLICHEN UND HISTORISCHEN VERSTÄNDNIS: Definition der für die Arbeit zentralen Begriffe sowie Aufarbeitung der historischen Entwicklung des Tanzes in deutschen Schulen.
2 ZUR BEDEUTUNG DER TANZPÄDAGOGIK IM KINDERTANZ: Analyse der tanzpädagogischen Anforderungen, der Anwendung elementarer Ausdrucksformen und der methodisch-didaktischen Vorgehensweise bei der Arbeit mit Kindern.
3 PHYSISCHE UND PSYCHISCHE ENTWICKLUNGSPROZESSE IM KINDESALTER: Darstellung der biologischen und psychologischen Voraussetzungen im Kindesalter unter Einbeziehung tanzmedizinischer Aspekte.
4 KINDERTANZ IN DER PRAXIS: Vorstellung verschiedener Tanzstile und deren Auswirkungen auf Kinder sowie eine kritische Auswertung zur Einordnung in Altersstufen.
5 QUALITATIVE ERHEBUNG ZUR UNTERSUCHUNG PRAXISBEZOGENER ERFAHRUNGSWERTE: Durchführung und Auswertung empirischer Befragungen von Pädagogen, Medizinern, Eltern und Kindern zum Vergleich von Theorie und Praxis.
6 SCHLUSSBEMERKUNG: Zusammenfassendes Fazit zur Forschungsfrage unter Berücksichtigung der erarbeiteten theoretischen und praktischen Erkenntnisse.
Kindertanz, Tanzpädagogik, motorische Entwicklung, ganzheitliche Erziehung, Kindesalter, Tanzdidaktik, Tanzmedizin, tänzerische Früherziehung, Bewegungslehre, qualitative Forschung, Vor- und Grundschule, Körperbewusstsein, soziale Kompetenz, Tanzstile, Bewegungsdrang
Die Arbeit untersucht das sinnvollste Einstiegsalter für eine kindgerechte tänzerische Ausbildung und beleuchtet die körperlichen sowie geistigen Voraussetzungen für den Tanz in der Vor- und Grundschule.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung, den anatomischen und entwicklungspsychologischen Grundlagen, tanzpädagogischen Konzepten und einer empirischen Überprüfung der Tanzpraxis.
Das primäre Ziel ist es, wissenschaftlich fundiert festzustellen, ab wann der Beginn eines Kindertanzunterrichts aus ganzheitlicher Sicht sinnvoll und kindgerecht ist.
Es handelt sich um eine qualitative Forschungsarbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie empirischen Leitfaden-Interviews mit Pädagogen, Medizinern, Eltern und Kindern basiert.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen der Tanzpädagogik, physische und psychische Entwicklungsprozesse, die Analyse verschiedener Tanzstile sowie die Ergebnisse der qualitativen Erhebung detailliert dargestellt.
Besonders prägend sind Begriffe wie Kindertanz, Tanzpädagogik, motorische Entwicklung, ganzheitliche Erziehung, tänzerische Früherziehung und qualitative Forschung.
Aufgrund des anatomischen Entwicklungsstandes und der geistigen Belastbarkeit wird empfohlen, einen formellen Tanzunterricht erst ab frühestens vier Jahren zu beginnen, um den natürlichen Bewegungsdrang nicht durch zu frühe Leistungsanforderungen zu überlagern.
Die Arbeit zeigt, dass externe Tanzpädagogen entscheidend für die Qualität des Unterrichts sind, da das schulinterne Personal oft nicht über die notwendige tanzpädagogische Qualifikation verfügt.
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