Fachbuch, 2009
17 Seiten
2 Ausgangssituation
3 Instrumente zur Zinsrisikominimierung
3.1.1 Cap
3.1.2 Swap
4 Die Produkte der DZ-Bank
4.1 Zins-Cap
4.2 Zahler-Swap
4.3 Korridor-Klassik
5 Berechnungen
6 Bewertung der Ergebnisse
6.1 Beurteilung des Zins-Cap
6.2 Beurteilung des Zahler-Swap
6.3 Beurteilung des Korridor-Klassik
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die kritische Untersuchung der monetären Auswirkungen derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsrisiken im mittelständischen Sektor, insbesondere vor dem Hintergrund eines volatilen Kapitalmarktumfelds. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, unter welchen Bedingungen der Einsatz solcher Derivate trotz historisch niedriger Zinsniveaus wirtschaftlich sinnvoll ist.
3.1.1 Cap
Unter Cap (Zinscap) wird eine vertragliche Vereinbarung verstanden, bei der eine Zinsobergrenze bezogen auf einen zu Grunde liegenden nominellen Kapitalbetrag bei langfristigen Finanzierungen abgesichert wird. Letztendlich versichert sich der Darlehensnehmer gegen das Risiko, dass die Zinsen über einen festgelegten Zinssatz hinaus steigen. Somit kommt dieses Instrument sinnvoller Weise dann zur Anwendung, wenn das Grundgeschäft, also der Darlehensvertrag mit der finanzierenden Bank, auf Basis einer variablen Verzinsung abgeschlossen wurde. Basis des Darlehens ist stets ein Referenzzinssatz, beispielsweise EURIBOR oder LIBOR. Zusätzlich ist vom Darlehensnehmer die Kreditmarge zu leisten. Sobald nun der Referenzzinssatz über die vertraglich vereinbarte Zinsobergrenze (Strike) steigt, erhält der Kreditnehmer die Differenz zwischen Strike und Referenzzinssatz erstattet.
Wichtiger Bestandteil des Vertrages ist die Prämie, welche für den CAP zu zahlen ist. Sie ist letztendlich der Preis dafür, dass bei über den Strike steigenden Zinsen das Zinsrisiko des Kreditnehmers begrenzt ist. Je weniger hoch der Strike über dem bei Vertragsabschluss geltenden Referenzzinssatz liegt, desto höher ist die Prämie für den CAP.
Bedeutsam ist, dass der Cap, der als eigenständiger Vertrag unabhängig vom Grundgeschäft vereinbart wird, als Kapitalmarktinstrument im Sinne eines selbständigen Wirtschaftsgutes handelbar ist. Wird also das Darlehen beispielsweise vorzeitig getilgt, so dass das Absicherungsinstrument überflüssig wird, besteht die Möglichkeit, den CAP zu veräußern. Oder es wird bei entsprechend hohen Referenzzinsen der Differenzbetrag ausgezahlt, ohne dass noch Darlehenszinsen an die Bank zu leisten wären. Aber auch bei Weiterbestehen der Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Bank kann der Cap veräußert werden.
Ausgangssituation: Das Kapitel analysiert das aktuelle Niedrigzinsumfeld und begründet, warum trotz unsicherer Prognosen Absicherungsinstrumente zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken für Unternehmen an Bedeutung gewinnen.
Instrumente zur Zinsrisikominimierung: Hier werden die theoretischen Grundlagen von Caps und Swaps als derivative Instrumente eingeführt und deren Funktionsweise im Kontext der variablen Finanzierung erläutert.
Die Produkte der DZ-Bank: Dieses Kapitel stellt die konkreten DZ-Bank-Produkte "Zins-Cap", "Zahler-Swap" und "Korridor-Klassik" sowie deren jeweilige vertragliche Ausgestaltung vor.
Berechnungen: Auf Basis eines Investitionsszenarios über 1.000.000 € werden die monetären Folgen der Derivate anhand verschiedener Zinsniveaus rechnerisch dargestellt.
Bewertung der Ergebnisse: Die abschließende Analyse zeigt auf, dass sich die geprüften Derivate unter den aktuellen Marktgegebenheiten oft als nicht rentabel erweisen, da die zu zahlenden Prämien oder das Risikoprofil in keinem angemessenen Verhältnis zur Zinsentwicklung stehen.
Derivate, Zinsrisiko, Kapitalmarkt, DZ-Bank, Zins-Cap, Zahler-Swap, Korridor-Klassik, Finanzierung, Zinsmanagement, Absicherungsinstrumente, EURIBOR, Break-Even-Point, Risikomanagement, monetäre Wirkung, Zinsentwicklung
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Derivaten, insbesondere Produkten der DZ-Bank, zur Absicherung gegen Zinsrisiken in einem variablen Finanzierungsumfeld.
Zentrale Themen sind die mathematische und betriebswirtschaftliche Analyse von Zins-Caps und Swaps sowie deren praktische Eignung für mittelständische Unternehmen.
Das Ziel ist es, die monetären Konsequenzen und die Wirtschaftlichkeit dieser Finanzinstrumente vor dem Hintergrund aktueller Kapitalmarktentwicklungen kritisch zu bewerten.
Es wird eine deskriptive Darstellung der Instrumente mit einer anschließenden quantitativen Szenario-Analyse unter vorgegebenen Parametern (Investitionssumme, Laufzeit, Zinssätze) kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Instrumente, die Beschreibung der DZ-Bank-Produkte und die detaillierte rechnerische Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen.
Die wesentlichen Begriffe sind Derivate, Zinsrisiko, Absicherung, Zins-Cap, Zahler-Swap, Korridor-Klassik und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.
Der Autor stuft den Cap als oft uninteressant ein, da das notwendige Zinssteigerungsszenario, um den Break-Even-Point zu erreichen, nach derzeitiger Einschätzung als unrealistisch gilt.
Das Risiko liegt in der Untergrenze des Korridors: Fällt der Zinssatz darunter, verteuert sich der Zins exorbitant, während die Chancen auf sinkende Zinsen durch die Produktkonstruktion stark eingeschränkt sind.
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