Masterarbeit, 2005
49 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Mit Wissensmanagement zur Lernenden Organisation
2.1. Wissen managen – Wissen organisieren
2.2. Qualitative Entwicklung mit der Lernenden Organisation
2.3. Lernen und Wissen
2.3.1. Individuelles und organisationales Lernen
2.3.2. Individuelles und organisationales Wissen
2.4. Bedingungen einer langfristig erfolgreichen Wissensnutzung
3. Gestaltung der drei Ebenen: normativ, strategisch, operativ
3.1. Gestaltungsmöglichkeiten auf der normativen Ebene
3.2. Gestaltungsmöglichkeiten auf der strategischen Ebene
3.3. Gestaltungsmöglichkeiten auf der operativen Ebene
4. Spezielle Rolle der Personalentwicklung: Verquickung von Organisation, Arbeit und Person
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedingungen für eine effektive Wissensnutzung in Organisationen. Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, dass Wissensmanagement als Instrument für den Erfolg einer Lernenden Organisation zwingend einen theoretischen Überbau benötigt, um Wissen nicht lediglich als statische Ressource, sondern als komplexen, kontextabhängigen Prozess zu begreifen und aktiv zu gestalten.
2.1. Wissen managen – Wissen organisieren
Es gibt verschiedene Möglichkeiten Wissensmanagement zu interpretieren und umzusetzen. Die Definition von Bullinger, Wörner und Prieto (1998) zum Beispiel - wie sie Mandl und Winkler zitieren - ist sehr allgemein und unspezifisch formuliert: Wissensmanagement bedeute den bewußten, verantwortungsvollen und systematischen Umgang mit der Ressource Wissen, und deren Integration in bereits bestehende Geschäftsprozesse, um diese zu optimieren. Diese Definition kann man unterschiedlich auslegen, aber sie weist bereits darauf hin, daß Wissensmanagement nur ein Managementinstrument neben anderen ist, das parallel zu diesen eingesetzt wird. Weitere Managementstrategien sind zum Beispiel Kundenorientierung und Qualitätsmanagement, die andere Unternehmensressourcen und -prozesse zum Gegenstand haben, und deren spezielle Umsetzungsinstrumente mit denen von Wissensmanagement integriert eingesetzt werden müssen. Jedes Unternehmen muß seine eigene individuelle Lösung finden, in der alle organisationsspezifischen Prozesse berücksichtigt werden. Leider wird dies in der Praxis oft fälschlicherweise mit Unterordnung von Wissen unter die anderen Prozesse interpretiert.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Wissen in einem komplexen Wettbewerbsumfeld und identifiziert das falsche Verständnis von Wissensprozessen als Hauptgrund für das Scheitern vieler Managementmodelle.
2. Mit Wissensmanagement zur Lernenden Organisation: Dieses Kapitel erläutert die Synergien zwischen Wissensmanagement und dem Konzept der Lernenden Organisation, wobei der Mensch als Hauptakteur und Träger des Wissens im Zentrum steht.
3. Gestaltung der drei Ebenen: normativ, strategisch, operativ: Hier wird analysiert, wie Organisationen durch gezielte Gestaltung der verschiedenen Managementebenen eine förderliche Umgebung schaffen können, um Wissensbarrieren abzubauen.
4. Spezielle Rolle der Personalentwicklung: Verquickung von Organisation, Arbeit und Person: Das Kapitel beschreibt, wie die Personalentwicklung von einer administrativen Abteilung zu einer strategischen Beraterin für Veränderungsprozesse und Wissensflüsse wird.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Wissensnutzung kein Zufallsprodukt sein darf, sondern durch eine ethisch fundierte Kultur und ein realistisches Menschenbild proaktiv gesteuert werden muss.
Wissensmanagement, Lernende Organisation, Wissensnutzung, Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Wissensbasis, psychologische Barrieren, Veränderungsmanagement, St. Gallener Managementmodell, organisationales Lernen, individuelle Kompetenz, Wissenskultur, Führungskultur, Feedback-Kultur, Kontextgebundenheit
Die Arbeit behandelt die Bedingungen für eine effektive und produktive Nutzung von Wissen innerhalb von Organisationen, indem sie Wissensmanagement mit dem ganzheitlichen Konzept der Lernenden Organisation verknüpft.
Zu den zentralen Feldern gehören die Gestaltung von Wissensprozessen auf normativer, strategischer und operativer Ebene, die Bedeutung der Organisationskultur sowie die strategische Rolle der Personalentwicklung.
Ziel ist es zu belegen, dass Wissensmanagement ohne einen theoretischen Überbau wie die Lernende Organisation langfristig nicht erfolgreich sein kann, da es die Komplexität und den menschlichen Faktor von Wissen vernachlässigt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Managementmodelle und verbindet diese mit psychologischen und systemtheoretischen Ansätzen zur Organisationsgestaltung.
Der Hauptteil analysiert die drei Ebenen des St. Gallener Managementmodells, beleuchtet Barrieren der Wissensnutzung und untersucht Instrumente der Personalentwicklung zur Förderung organisationalen Lernens.
Die wichtigsten Schlagworte sind Wissensmanagement, Lernende Organisation, Wissensnutzung, Organisationskultur und Personalentwicklung.
Wissen wird als ein eher statischer Zustand verfestigter Erwartungen beschrieben, während Lernen als ein kreativer, prozessorientierter Fluss verstanden wird, der neues Wissen erst hervorbringt.
Mentale Modelle wirken oft als unbewusste Widerstände bei Führungskräften, die den Erfolg von Wissensmanagement-Initiativen behindern können, wenn diese im Widerspruch zum tatsächlich gelebten Verhalten stehen.
Die Autorin argumentiert, dass materielle Anreize langfristig kaum Bindung erzeugen, da sie hierarchisch und starr sind und die intrinsische Motivation des Einzelnen sowie soziale Faktoren wie Autonomie und Vertrauen vernachlässigen.
Weil sie als Beraterin bei allen Veränderungsprozessen agieren muss, in denen Menschen als Wissensträger involviert sind, und somit die Brücke zwischen Individuum und Organisation schlägt.
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