Masterarbeit, 2010
70 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Diskussion zu den Begriffen Vorstellung
2.1.1 Der Begriff Vorstellung
2.1.2 Vorstellungen in der fachdidaktischen Perspektive
2.1.3 Eigenschaften von Vorstellungen (Beliefs)
2.1.3.1 Vorstellungen sind Verbindungen.
2.1.3.2 Vorstellungen sind nicht isoliert.
2.1.3.3 Vorstellungen sind beständig.
2.1.3.4 Vorstellungen sind unterschiedlich gewichtet.
2.1.3.5 Vorstellungen fokussieren.
2.1.3.6 Vorstellungen sind gebrauchsabhängig.
2.1.4 Auswirkungen von Vorstellungen
2.1.5 Veränderbarkeit von Vorstellungen
2.1.6 Explorative Forschungslage
2.2 Disskusion des Begriffs Anforderung
2.2.1 Vorgaben des Lehrplans
2.2.1.1 Schlüsselqualifikationen
2.2.1.2 Thematik des Lernens
2.2.1.3 Fachliche Themengestaltung
2.2.2 Bildungsstandards
2.2.2.1 Allgemeine mathematische Kompetenzen
2.2.2.2 Die kognitiven Anforderungsbereiche
2.3 Fachfremd
3 Empirischer Teil der Arbeit
3.1 Vorüberlegung
3.2 Datenerhebungsinstrument
3.3 Hypothesenaufstellung
3.4 Ablauf der Studie
3.5 Merkmale der Studie
4 Ergebnisse
4.1 Ergebnisse der Hypothesen
4.2 Weitere Ergebnisse
4.2.1 Unterrichtserfahrung als Mathematiklehrer
5 Auswertung und Diskussion
5.1 Auswertung und Disskusion der Hypothesen
5.2 Auswertung und Disskusion der weiteren Ergebnisse
6 Fazit
6.1 Forschungsausblick
7 Fragebogen
Die Arbeit hat zum Ziel, die Vorstellungen von Grundschullehrkräften über Anforderungen im Mathematikunterricht empirisch zu untersuchen. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob signifikante Unterschiede in diesen Vorstellungen zwischen fachfremd unterrichtenden Lehrkräften und fachspezifisch ausgebildeten Mathematiklehrkräften bestehen sowie ob Faktoren wie Alter oder Dienstjahre einen Einfluss ausüben.
2.1.3.5 Vorstellungen fokussieren.
Törner (2005) spricht davon, dass Vorstellungen eine Art Filterfunktion übernehmen. Das heißt die Vorstellungen beeinflussen den Input des Individuums. Themen bzw. Informationen, die für das Individuum von Bedeutung sind, werden in dem jeweiligen Filter (der unterschiedlichen Vorstellungen) aufgefangen. Anschließend wird dieser neue Input verarbeitet. Weil die Informationen gezielt herausgefiltert wurden, wird dadurch das jeweilige Thema fokussiert. Denn es werden nur Informationen zu diesem Thema herausgefiltert.
Die anderen Themen bzw. Informationen, die in keinem Filter aufgefangen werden, werden regelrecht ausgeblendet und verlieren in diesem Moment ihre Bedeutung. Dabei ist nicht entscheidend, ob der Vorstellungsfilter bewusster oder eher unbewusster Natur ist. Entscheidend ist die Tatsache, dass durch die Vorstellungen die Wahrnehmung des Individuums beeinflusst wird und damit ebenfalls die Informationsverarbeitung, die auf die Wahrnehmungen aufbaut. (Beispiel siehe Auswirkungen von Vorstellungen Kapitel 2.1.4)
Weiterhin verweist Törner (2002) auf den Aspekt, dass diese Filterfunktion zu den Lebensgrundlagen zählt, um sich in dieser komplexen Welt zurechtzufinden. Die Filtration schützt den Menschen vor einer Flut von Informationen, in der er sich sonst nicht zurechtfinden würde. Dabei steht zur Diskussion, wie feinporig so ein Filter sein darf, damit ein ausreichend „allgemeines Bild“ des Objektes entsteht. Schließlich besteht die Gefahr, dass durch einen zu feinen Filter, ein zu eng strukturiertes Bild über ein Objekt konstruiert wird [Rol06].
1 Einleitung: Einführung in das Forschungsfeld der Lehrervorstellungen und Darlegung der Zielsetzung, die Vorstellungen über Anforderungen im Primarstufen-Mathematikunterricht empirisch zu erheben.
2 Theoretische Grundlagen: Definition und Erläuterung des Begriffs Vorstellung (Beliefs) im fachdidaktischen Kontext sowie eine Diskussion der Anforderungen, die sich aus Lehrplänen und Bildungsstandards ergeben.
3 Empirischer Teil der Arbeit: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise, der Instrumentenwahl (Fragebogen) sowie der Aufstellung der fünf zentralen Hypothesen zur Untersuchung der Lehrervorstellungen.
4 Ergebnisse: Präsentation und statistische Auswertung der Daten hinsichtlich der aufgestellten Hypothesen sowie eine deskriptive Darstellung der wichtigsten Anforderungen.
5 Auswertung und Diskussion: Interpretation der Studienergebnisse im Kontext der fachdidaktischen Theorie und Vergleich mit vorliegenden Studien.
6 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten sowie bildungspolitische Implikationen.
7 Fragebogen: Dokumentation des für die Studie verwendeten Erhebungsinstruments zur Ermittlung der Lehrervorstellungen.
Mathematikunterricht, Primarstufe, Lehrervorstellungen, Beliefs, Anforderungsbereiche, Fachfremder Unterricht, Mathematische Kompetenzen, Lehrplan, Bildungsstandards, Empirische Erhebung, Fachstudium, Didaktik, Problemlösen, Lehrerfahrung, Explorative Studie.
Die Arbeit untersucht die subjektiven Vorstellungen von Grundschullehrkräften über Anforderungen im Mathematikunterricht und wie diese mit persönlichen Faktoren und der Ausbildung korrelieren.
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Fundierung von Vorstellungen (Beliefs), die Anforderungen durch offizielle Lehrpläne und Bildungsstandards sowie die Problematik des fachfremden Unterrichts.
Ziel ist es, empirisch zu erfassen, welche Anforderungen (z.B. Methoden, Darstellungsformen) Mathematiklehrkräfte in der Primarstufe als wichtig erachten und ob Unterschiede zwischen fachfremden und fachspezifisch ausgebildeten Lehrern existieren.
Es wurde ein explorativer, quantitativer Ansatz gewählt, bei dem 81 Grundschullehrkräfte mittels eines standardisierten Fragebogens befragt wurden. Die Daten wurden statistisch mittels ANOVA ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Beliefs und Anforderungen sowie einen empirischen Teil, in dem Hypothesen zur Beeinflussung der Vorstellungen durch Alter, Dienstzeit, Geschlecht und Fachstudium geprüft werden.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Mathematische Vorstellungen (Beliefs), Primarstufe, Fachfremdheit, Mathematische Kompetenzen und Explorative Forschung.
Es konnten nur geringe Unterschiede festgestellt werden; lediglich bei der Einschätzung der Bedürfnisse begabter Schüler zeigten sich signifikante Abweichungen zwischen Frauen und Männern.
Das Fachstudium hat einen erkennbaren Einfluss: Fachstudierte Lehrer gewichten bestimmte Anforderungen (wie Ästhetik der Mathematik, heuristische Verfahren) höher als ihre fachfremd unterrichtenden Kollegen.
Nein, die Studie konnte keine signifikanten Unterschiede in den Vorstellungen zwischen fachfremd unterrichtenden Lehrern mit und ohne Fortbildungen feststellen.
Das Dienstalter hat nach den Ergebnissen der Studie kaum einen messbaren Einfluss auf die zugrunde liegenden Vorstellungen der Lehrkräfte über Anforderungen im Mathematikunterricht.
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