Magisterarbeit, 2007
119 Seiten, Note: 1,1
Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
1. EINFÜHRUNG
1.1 DAS SINO-JAPANISCHE VERHÄLTNIS IN DER GEGENWART
1.2 GRENZKONFLIKTE CHINAS
1.3 ENTSTEHUNG DES SEEGRENZKONFLIKTES ZWISCHEN CHINA UND JAPAN
2. ENERGIEHUNGER IN OSTASIEN
2.1 ALLGEMEINE ENERGIESITUATION ASIENS
2.2 ZUNEHMENDE ENERGIEABHÄNGIGKEIT IM ASIATISCH-PAZIFISCHEN RAUM
2.2.1 Rohölkonsum in Ostasien
2.2.2 Hohe Abhängigkeit vom Ölimport aus dem Nahen und Mittleren Osten: am Beispiel Japans
2.3 VERSCHLECHTERTE ENERGIESITUATION IN DER VR CHINA
2.3.1 Schnell steigender Erdölkonsum
2.3.1.1 Beschleunigende Abhängigkeit des Erdölimports
2.3.1.2 Begrenzte Erdölreserven
2.3.2 Ungünstige Aufteilung des Energieträgers
2.3.2.1 Abhängigkeit von Kohle
2.3.2.2 Umweltunfreundlicher Energieträger – Kohle
2.3.2.3 Entwicklung des Erdgassektors
2.4 ZUSAMMENFASSUNG DER ENERGIEVERSORGUNG CHINAS
3. ANALYSE DES GRENZKONFLIKTES IM OSTCHINESISCHEN MEER ZWISCHEN VR CHINA UND JAPAN
3.1 HINTERGRÜNDE DES KONFLIKTES
3.2 AUSLÖSER DES KONFLIKTS
3.3 DEFINITION DER AWZ UND DES FESTLANDSOCKELS IN DER UN-SEERECHTSKONVENTION
3.3.1 Entstehung der Seerechtskonvention der Vereinten Nationen
3.3.1.1 Historischer Überblick über den Festlandsockel auf der Ersten und Zweiten Seerechtskonferenz der Vereinten Nationen (UN-Seerechtskonferenz)
3.3.1.2 Die Dritte Seerechtskonferenz der Vereinten Nationen (UNCLOS III)
3.3.2 Definition der Ausschließlichen Wirtschaftszone und des Festlandsockels
3.3.2.1 Rechte der Ausschließlichen Wirtschaftszone
3.3.2.2 Rechte des Festlandsockels
3.3.2.3 Problematik der Vorschriften über die Ausschließliche Wirtschaftszone und den Festlandsockel
a) Fehlende konkrete Normen zur Abgrenzung von AWZ und Festlandsockel benachbarter und gegenüberliegender Staaten
b) Ungenaues Verhältnis zwischen der AWZ und dem Festlandsockel
3.4 ANALYSE DER KONKRETEN PROBLEME BEI DER SEEGRENZE IM OSTCHINESISCHEN MEER ZWISCHEN CHINA UND JAPAN
3.4.1 Standpunkt der chinesischen Seite
3.4.2 Die Ansprüche Japans
3.4.3 Analyse der bezüglichen Fragen bei der Abgrenzung im Ostchinesischen Meer zwischen China und Japan
3.4.3.1 Anwendungen der Rechte über die AWZ und über den Festlandsockel
3.4.3.2 Das natürliche Verlängerungsprinzip und das 200 sm-Entfernungskriterium
3.4.3.3 Anwendung der Äquidistanzlinie-Methode
3.4.3.4. Anwendbarkeit der Okinawa-Tiefenlinie als natürliche Grenze zwischen China und Japan
3.4.3.5. Welche Rolle spielen die Diaoyu-Inseln im Ostchinesischen Meer bei der Abgrenzung des Festlandsockels?
3.5 ZUSAMMENFASSUNG
4. AUSSICHT AUF DIE LÖSUNGSMÖGLICHKEITEN DES SINO-JAPANISCHEN SEEGRENZKONFLIKTS
4.1 KRIEGSMACHT
4.2 JURISTISCHE ENTSCHEIDUNG
4.3 POLITISCHE LÖSUNG - AUF DIPLOMATISCHEM WEGE
4.3.1 Abgrenzungsalternative
4.3.1.1 Zwei Grenzlinien (AWZ+Festlandsockel) im Ostchinesischen Meer?
4.3.1.2 Eine komplexe Grenzlinie nach der Anwendung des Verhältnismäßigkeitsprinzips
4.3.2 Vorläufige Verständigung
4.3.2.1 Sperrung von Ausbeutung und Erschließung der Ressourcen
4.3.2.2 Gemeinsame Ausbeutung in Konfliktzonen
5. SCHLUSSFOLGERUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht den Seegrenzkonflikt zwischen der Volksrepublik China und Japan im Ostchinesischen Meer. Das zentrale Ziel ist es, die Gründe für die Eskalation dieses Streits zu identifizieren, insbesondere unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Interpretationen der UN-Seerechtskonvention (UNSRK) hinsichtlich der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) und des Festlandsockels, sowie mögliche Lösungswege zu evaluieren.
3.4.3.2 Das natürliche Verlängerungsprinzip und das 200 sm-Entfernungskriterium
Im Folgenden wird durch Analyse der Rechte über den Festlandsockel versucht darzustellen, welchen Grundsätzen („natural prolongation“ 277-Prinzip oder Entfernungskriterium278) zur Abgrenzung des Festlandsockels im Donghai eine Priorität eingeräumt werden soll.
Ein geschichtlicher Rechtfertigungsgrund für die natürliche Verlängerung des Festlandsockels kann bis zur Truman-Proklamation von 1945 zurückgeführt werden:
„Since the continental shelf may be regarded as an extension of the landmass of the coastal nation and thus naturally appurtenant to it. “ 279
Die Bedeutsamkeit des „natural prolongation-Prinzips“ wurde 1969 vom Internationalen Gerichtshof im Falle des Nordseefestlandsockels im folgenden u. a. bestätigt:
“More important is the fact the doctrine of the just and equitable share appears to be wholly at variance with what the Court entertains no doubt is the most fundamental of all the rules of law relating to the continental shelf, enshrined in Art. 2 of the 1958 Geneva Convention, though quite independent of it, - namely that the rights of the coastal State in respect of the area of continental shelf that constitutes a natural prolongation of its land territory into and under the sea exist ipso facto280 and ab initio281 by virtue of its sovereignty over its land and as an extension of it in an exercise of sovereign rights for the purpose of exploring the seabed and exploiting its natural resources. In short, there is an inherent right”.282
1. EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das aktuelle sino-japanische Verhältnis und benennt die Ursachen für den schwelenden Seegrenzkonflikt im Ostchinesischen Meer.
2. ENERGIEHUNGER IN OSTASIEN: Die Untersuchung beleuchtet die dynamische Steigerung des Energiebedarfs in Asien sowie die kritische Rohöl- und Gasabhängigkeit Chinas und Japans.
3. ANALYSE DES GRENZKONFLIKTES IM OSTCHINESISCHEN MEER ZWISCHEN VR CHINA UND JAPAN: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die völkerrechtlichen Argumente, die Definitionen von AWZ und Festlandsockel sowie die spezifischen Streitpunkte wie die Okinawa-Tiefenlinie und die Diaoyu-Inseln.
4. AUSSICHT AUF DIE LÖSUNGSMÖGLICHKEITEN DES SINO-JAPANISCHEN SEEGRENZKONFLIKTS: Hier werden verschiedene Ansätze zur Konfliktlösung, von militärischen Erwägungen über juristische Entscheidungen bis hin zu diplomatischen Kooperationsmodellen, diskutiert.
5. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, die betont, dass politische Verhandlungen und eine kooperative Nutzung der Ressourcen die derzeit realistischsten Wege zur Konfliktentschärfung darstellen.
Seegrenzkonflikt, Ostchinesisches Meer, VR China, Japan, UN-Seerechtskonvention, Festlandsockel, Ausschließliche Wirtschaftszone, Rohölkonsum, Energieabhängigkeit, Okinawa-Tiefenlinie, Diaoyu-Inseln, natürliche Verlängerung, Völkerrecht, Ressourcenerschließung, Diplomatie.
Die Arbeit befasst sich mit dem langjährigen Grenzkonflikt zwischen der Volksrepublik China und Japan im Ostchinesischen Meer, der vor allem durch den Bedarf an fossilen Energieträgern und die strittige seerechtliche Abgrenzung geprägt ist.
Die zentralen Themen sind die steigende Energieabhängigkeit in Ostasien, die völkerrechtliche Auslegung der UN-Seerechtskonvention sowie die geopolitische Rivalität zwischen China und Japan um Ressourcenrechte.
Das Hauptziel ist die Analyse der rechtlichen und politischen Hintergründe des Konflikts, um zu verstehen, warum die Fronten so verhärtet sind und welche diplomatischen Lösungsansätze existieren.
Die Autorin nutzt eine umfassende Literatur- und Quellenanalyse, zieht völkerrechtliche Verträge (insbesondere die UNSRK) heran und diskutiert einschlägige Präzedenzfälle und Urteile des Internationalen Gerichtshofs.
Im Hauptteil werden zunächst die Energiesituation in Asien sowie der rechtliche Status von AWZ und Festlandsockel erörtert. Anschließend folgt eine detaillierte Analyse der chinesischen und japanischen Positionen zur Grenzziehung, inklusive geographischer und geologischer Argumente.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Seegrenzkonflikt, Festlandsockel, Ausschließliche Wirtschaftszone, natürliche Verlängerung, Energieabhängigkeit und Diplomatie.
China betrachtet die Okinawa-Tiefenlinie als natürliche geologische Trennlinie zwischen dem chinesischen und dem japanischen Festlandsockel, während Japan diese Auffassung ablehnt und stattdessen die Äquidistanzmethode favorisiert.
Die Inseln sind nicht nur aus strategischer und historischer Sicht umstritten, sondern dienen auch als Basispunkte für die Ausweitung maritimer Hoheitsansprüche, was den Zugang zu potenziellen Öl- und Gasvorkommen im Festlandsockel erheblich beeinflussen würde.
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