Masterarbeit, 2025
95 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Forschungsfrage und Zielsetzung
1.2. Themen Ein- und Abgrenzung
1.3. Methodische Vorgehensweise
2. Begriffsabgrenzungen und Definitionen
2.1. Die Elternzeit
2.2. Arbeits(zeit)modelle für den Wiedereinstieg
2.2.1. Das Gleitzeit- Arbeitsmodell
2.2.2. Arbeiten auf Teilzeitbasis
2.2.3. Das Jobsharing- Modell
2.2.4. Remote Work/ Mobiles Arbeiten/ Homeoffice
2.2.5. Sabbatical oder verlängerte Elternzeit
2.3. Chancen und Risiken der Arbeits(zeit)modelle für den Wiedereinstieg
2.3.1. Gleitzeit versus Teilzeit
2.3.2. Geteiltes Arbeiten im Jobsharing- Modell
2.3.3. Remote Work versus präsenzpflichtiger Arbeit
2.4. Potentiale im Kontext des beruflichen Wiedereinstiegs von Müttern & Vätern
2.4.1. Steigende Väterbeteiligung
2.4.2. Förderung und wirtschaftlicher Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten
2.4.3. Sensibilisierung für Diversity und Inklusion
2.4.4. Zunahme von Mentoring Programmen und der Netzwerke
2.5. Die gesetzliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Einordnung des Konzeptes zum beruflichen Wiedereinstieg
2.5.1. Gesetzliche Rahmenbedingungen
2.5.2. Gesellschaftliche Erwartungen und Rollenbilder
3. Familienfreundliches Arbeiten im Kontext einer Arbeitgebermarke (Employer Brand)
3.1. Arbeits- und Gesundheitspsychologie im Employer Branding
3.2. Die Bindung von Müttern & Vätern als qualifizierte Fach- und Führungskräfte
3.3. Gendergerechte Personalpolitik
4. Erhebung und Auswertung der wissenschaftlichen Ergebnisse
4.1. Methodenauswahl: Onlineumfrage
4.2. Aufbau der Onlineumfrage
4.3. Pretest und Datenerhebung
4.4. Datenaufbereitung
4.5. Qualitative Datenanalyse
4.6. Quantitative Datenanalyse
4.7. Bereinigte Datenerhebung nach Kategorien
4.8. Forschungsergebnisse nach Kategorien und kritische Betrachtung
4.9. Ergebnisinterpretation
5. Conclusio
6. Ausblick
6.1. Trend: Perspektivwechsel im Employer Branding
6.2. Trend: Der Teilzeit- Trend
6.3. Trend: Die 4- Tage-Woche und Workation
Die vorliegende Masterthesis untersucht die Herausforderungen und Potentiale beim beruflichen Wiedereinstieg von Müttern und Vätern in Deutschland. Ziel ist es, Strategien für Unternehmen aufzuzeigen, wie diese durch gezielte familienfreundliche Maßnahmen und Employer Branding Fachkräfte gewinnen und binden können, um dem demografischen Wandel und Personalmangel entgegenzuwirken.
Die Elternzeit
Der Berufswiedereinstieg von Eltern, insbesondere nach der Elternzeit, ist ein bedeutendes Thema in Deutschland, das mit verschiedenen Herausforderungen und Modellen verbunden ist. Die Elternzeit stellt eine berufliche Auszeit für Eltern dar, die sich der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder widmen möchten. Die Elternzeit ist heute deshalb so wichtig, da in der modernen Gesellschaft weitaus mehr Frauen erwerbstätig sind als noch zu früheren Zeiten. Während vor einigen Jahrzehnten die meisten Frauen hauptberuflich Hausfrauen und Mütter waren, sind heute knapp 70 Prozent aller Frauen erwerbstätig. Damit die Geburt eines Kindes nicht zum finanziellen bzw. beruflichen Fiasko wird, hat der Gesetzgeber mit der Elternzeit eine entsprechende Regelung auf den Weg gebracht.
Jeder Elternteil hat das Recht, bis zu drei Jahre Elternzeit in Anspruch zu nehmen, um die elterliche Verantwortung wahrzunehmen. Eltern haben die Möglichkeit, 24 Monate Elternzeit im Zeitraum zwischen dem dritten Geburtstag und der Vollendung des achten Lebensjahres ihres Kindes zu beantragen, ohne dass eine Zustimmung des Arbeitgebers erforderlich ist. Jeder Elternteil kann seine gesamte Elternzeit in bis zu drei Zeitabschnitte unterteilen. Dies ist ein rechtlicher Anspruch des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin gegenüber dem Arbeitgeber. Während der Elternzeit sind die Eltern von der Arbeitspflicht befreit und erhalten in der Regel kein Gehalt, sofern sie nicht in Teilzeit tätig sind. Es besteht die Möglichkeit, während der Elternzeit bis max. 30 Stunden Teilzeit zu arbeiten, wobei die maximale Arbeitszeit für beide Elternteile zusammen 64 Stunden pro Woche (32 Stunden pro Elternteil) beträgt. Das Elterngeld wird längstens für 14 Monate gezahlt. Das Elterngeld wurde 2007 eingeführt und wird gesetzlich über das BEEG geregelt. Es wurde eingeführt, um den finanziellen Druck während der Elternzeit zu verringern. Seitdem gibt es Initiativen zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wie die Einführung von flexiblen Arbeitszeitmodellen und Betreuungsangeboten, die entscheidend sind für den Wiedereinstieg von Eltern.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen des beruflichen Wiedereinstiegs ein und definiert die Forschungsfrage, Themenabgrenzung sowie die methodische Vorgehensweise.
2. Begriffsabgrenzungen und Definitionen: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen der Elternzeit, verschiedene Arbeitszeitmodelle und beleuchtet Chancen sowie Risiken der genannten Instrumente.
3. Familienfreundliches Arbeiten im Kontext einer Arbeitgebermarke (Employer Brand): Hier wird die Bedeutung von Arbeits- und Gesundheitspsychologie im Employer Branding diskutiert, mit Fokus auf die Bindung von Fachkräften und gendergerechter Personalpolitik.
4. Erhebung und Auswertung der wissenschaftlichen Ergebnisse: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Durchführung der Onlineumfrage, die Datenaufbereitung und die Analyse der Ergebnisse in Bezug auf die Arbeitswelt von Eltern.
5. Conclusio: Die Conclusio fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Bedeutung von familienfreundlichen Strukturen für den Arbeitsmarkt sowie für Unternehmen.
6. Ausblick: Der Ausblick widmet sich zukünftigen Trends, wie dem Generationenmanagement, dem zunehmenden Wunsch nach Teilzeit sowie innovativen Arbeitsformen wie der 4-Tage-Woche und Workation.
beruflicher Wiedereinstieg, Kinderbetreuung, Arbeitszeitmodelle, New Work, Fachkräftemangel, Employer Branding, Elternzeit, Work-Life-Balance, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Unternehmenskultur, Mentoring, Diversität, Inklusion, Gleitzeit, Teilzeit
Die Arbeit untersucht den Prozess des beruflichen Wiedereinstiegs von Eltern nach der Elternzeit in Deutschland und wie Unternehmen durch gezieltes Employer Branding attraktive Rahmenbedingungen für diese Zielgruppe schaffen können.
Zentrale Themen sind die Flexibilisierung der Arbeitswelt, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die strategische Bedeutung von Arbeitgebermarken sowie die Unterstützungsmöglichkeiten für Eltern beim Wiedereinstieg.
Das primäre Ziel ist es, die Herausforderungen für Mütter und Väter zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für Unternehmen abzuleiten, um familienfreundliche Arbeitswelten zu etablieren und qualifizierte Fachkräfte langfristig zu binden.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einer empirischen Online-Umfrage, an der Mütter und Väter teilnahmen, um Stimmungsbilder und Bedürfnisse zu erfassen.
Der Hauptteil analysiert arbeitspsychologische Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen wie das BEEG, verschiedene Arbeitszeitmodelle sowie praxisnahe Lösungsansätze wie Mentoring-Programme und Kinderbetreuungslösungen.
Die wichtigsten Schlagworte sind beruflicher Wiedereinstieg, Employer Branding, New Work, Arbeitszeitmodelle, Kinderbetreuung, Work-Life-Balance und Fachkräftemangel.
Der Spillover-Effekt bezeichnet die Übertragung von Kompetenzen, die Eltern in der Kindererziehung erwerben (wie Zeitmanagement und Flexibilität), auf den beruflichen Kontext, was sie für Unternehmen zu wertvollen Führungskräften macht.
Sie ermöglicht Diversität und Inklusion, spricht alle Bewerbergruppen gleichermaßen an und ist eine Voraussetzung für eine authentische, attraktive Unternehmenskultur, die Talente bindet.
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