Masterarbeit, 2023
60 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Hintergrund
2.1 Der Kompetenzbegriff
2.1.1 Lehrkompetenz
2.2 Lehrhandeln
2.3 Didaktik in der Berufsbildung
2.3.1 Definition Didaktik
2.3.2 Fachdidaktik
2.4 Lehrendenbildung
2.4.1 Bologna Prozess und die Akademisierung
2.5 Lehrevaluation
2.6 Bedeutung für die tGfb
3 Methode
3.1 Studiendesign
3.2 Erstellung der Fragebogen Items
3.3 Ein- und Ausschlusskriterien
3.4 Ablauf
3.5 Testgütekriterien
3.5.1 Objektivität
3.5.2 Validität
3.5.3 Reliabilität
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Evaluation
4.1.1 Lehrkräfte
4.1.2 Schüler*innen und Studierende
4.2 Überprüfung der Forschungsfragen
4.2.1 Relevanz von Lehrhandeln
4.2.2 Bewertung von Lehrhandeln durch Schüler*innen und Studierende
4.2.3 Akademisierung von Lehrkräften
4.2.4 Selbsteinschätzung von Lehrkräften
4.2.5 Lehrevaluation
5 Diskussion
5.1 Limitationen
5.2 Fazit
5.3 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Lehrhandeln und die wahrgenommene Lehrqualität in den therapeutischen Gesundheitsfachberufen (tGfb), um den Zusammenhang zwischen dem Qualifikationsniveau von Lehrkräften und dem Lernerfolg sowie dem Bedürfnis nach Akademisierung zu analysieren.
2.2 Lehrhandeln
Jede noch so gute kognitive Kompetenz ist unzureichend, solange sie nicht auf der Handlungsebene ausgetragen werden kann. Klieme und Rakoczy (2008) beschreiben dies als Prozessqualität, denn erst auf der Lehr-Lern-Ebene wird sichtbar, durch welche empirischen Forschungsergebnisse die Qualität des Unterrichts wirklich verbessert werden kann.
Hattie (2021) beschreibt die von Schüler*innen wahrgenommene Relevanz des Lernens und der Wissensvermittlung der Lehrkräfte als den größten extern verursachten Lerneffekt. Er nennt dies „die inspirierte Lehrperson“ und zeigt auf, dass Lehrkräfte mit überdurchschnittlichem Effektmaß zwei Dinge gemeinsam haben: sie unterrichten situationsabhängig und evidenzbasiert (Hattie, 2021).
Das klassisch beobachtbare Verhalten von Lehrkräften scheint in erster Linie die Lehrform zu sein. Der Lehrvortrag, zeitweise der Goldstandard, wird heute oft als nicht mehr zeitgemäß abgestempelt. Trotz der Unbeliebtheit bei modernen Didaktikern können große Themenbereiche mit geringem Zeitaufwand bearbeitet werden. Entscheidend ist, wie der Inhalt aufbereitet wird, denn durch eine Anpassung auf die Lernenden und den Einsatz didaktischer Hilfsmittel kann der Lehrvortrag einen wertvollen Teil des Unterrichts ausmachen (Sahmel, 2018). Bligh veröffentlichte im Jahr 2000 seine Forschungsarbeit, in welcher er die Effektivität von Lehrformen vergleicht. Vorlesungen sind genauso gut oder sogar besser für die Vermittlung von Wissen geeignet wie Diskussionen, Projekte, multimediabasierte Lernformen und Einzelarbeiten. Für die Vermittlung sozialer Kompetenz und das Lösen komplexer Sachverhalte sind jedoch alternative Lehrformen zur Vorlesung vorzuziehen (Bligh, 2000). Vor allem ist das kompetenzorientierte Unterrichten essenzieller Teil des modernen Lehrhandelns (Klieme & Rakoczy, 2008).
1 Einleitung: Definiert die Relevanz der Lehrkompetenz und führt in die Problematik fehlender Standardisierungen in den tGfb-Berufen ein.
2 Hintergrund: Bietet einen literaturbasierten Überblick zu den Themen Kompetenzbegriff, Didaktik und Entwicklungen in der Lehrendenbildung.
3 Methode: Beschreibt das wissenschaftliche Studiendesign sowie die Konstruktion der für die Befragung verwendeten Fragebögen.
4 Ergebnisse: Präsentiert die empirischen Daten der durchgeführten quantitativen Befragung und überprüft die aufgestellten Hypothesen.
5 Diskussion: Reflektiert kritisch die Resultate der Studie, setzt diese in einen wissenschaftlichen Kontext und bietet einen Ausblick.
Lehrhandeln, Lehrkompetenz, Gesundheitsfachberufe, tGfb, Lehrevaluation, Akademisierung, Didaktik, Berufsbildung, Lehrqualität, empirische Forschung, Fragebogenstudie, Kompetenzorientierung, Lehrerfahrung, Bildungsabschluss, Professionalisierung.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Untersuchung des Lehrhandelns und der Lehrqualität innerhalb der therapeutischen Gesundheitsfachberufe, um den Einfluss von Lehrkräften auf den Lernerfolg wissenschaftlich zu beleuchten.
Zentrale Themen sind die Definition von Lehrkompetenz, der aktuelle Stand der Didaktik und Lehrendenbildung in diesen Berufen sowie der Einfluss der Akademisierung.
Ziel ist es zu ermitteln, welche Lehrkompetenzen für die tGfb besonders relevant sind und inwiefern das Qualifikationsniveau der Lehrenden die Wahrnehmung der Lehrqualität durch Lernende beeinflusst.
Es wurde eine quantitative Querschnittstudie mittels eines neu entwickelten Online-Fragebogens durchgeführt, deren Daten inferenzstatistisch ausgewertet wurden.
Im Hauptteil erfolgen die Literaturanalyse, die Darlegung der methodischen Vorgehensweise, die deskriptive und inferenzstatistische Analyse der Studienergebnisse sowie deren kritische Diskussion.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Lehrhandeln, Gesundheitsfachberufe, Lehrevaluation, Akademisierung und Kompetenzorientierung aus.
Lehrevaluation dient als zentrales Instrument zur Analyse der Unterrichtsqualität. Die Arbeit betrachtet sowohl die Häufigkeit der Evaluation durch Lehrkräfte als auch das Feedback der Studierenden hierzu.
Hypothese B, dass die Bewertung der Lehrqualität linear mit steigendem Bildungsabschluss zunimmt, wurde falsifiziert, da Lehrkräfte mit pädagogischer Weiterbildung in bestimmten Bereichen teils besser abschneiden.
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