Bachelorarbeit, 2007
38 Seiten, Note: 1,8
Die Bachelorarbeit untersucht die Entstehung von Nichtrauchervereinen in Deutschland ab Mitte der 1970er Jahre. Ziel ist es, zu ergründen, welche Faktoren zur Organisation der latenten Gruppe der Nichtraucher führten. Dabei wird insbesondere die Theorie des Kollektiven Handelns von Mancur Olson auf ihre Erklärungskraft für die Entstehung dieser Vereine geprüft.
Die Einleitung beleuchtet die Problematik der Interessenvertretung großer Gruppen, insbesondere der Nichtraucher. Sie stellt die Forschungsfrage nach den Motiven und Anreizen für die Entstehung von Nichtrauchervereinen in Deutschland ab Mitte der 1970er Jahre und zeigt die Relevanz der Theorie von Mancur Olson für die Beantwortung dieser Frage auf. Das zweite Kapitel spezifiziert den Begriff der "Gruppe der Nichtraucher" und beschreibt die Entstehung von lokalen Nichtrauchervereinen ab Mitte der 1970er Jahre. Kapitel 3 stellt die Kernaussagen der Theorie des Kollektiven Handelns von Mancur Olson vor und überprüft ihre Erklärungskraft für das Entstehen der Nichtrauchervereine. Des Weiteren werden zwei weitere Theorien - die Theorie der selektiven Anreize nach Clark/Wilson und die Theorie des politischen Unternehmers - vorgestellt und auf ihre Relevanz für die Entstehung von Nichtrauchervereinen untersucht.
Kapitel 4 beschreibt die Datenerhebung und Methode der Untersuchung. Es werden die Fallselektion, das Leitfadeninterview und die Operationalisierung der Anreize nach Olson, Clark/Wilson und der Theorie des politischen Unternehmers sowie weiterer relevanter Faktoren erläutert. Kapitel 5 präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung. Es wird geprüft, ob die selektiven Anreize nach Olson, die Anreize nach Clark/Wilson, die Theorie des politischen Unternehmers und weitere Faktoren die Entstehung der Nichtrauchervereine erklären können.
Kollektives Handeln, Nichtraucher, Nichtrauchervereine, Mancur Olson, Anreize, Motive, politische Unternehmer, Interessenvertretung, Lobbyismus, Nichtraucherschutz, Theorie des Kollektiven Handelns, selektive Anreize, Clark/Wilson.
Nach Mancur Olsons Theorie haben große, latente Gruppen das Problem des „Trittbrettfahrens“: Da jeder vom Nichtraucherschutz profitiert, ohne selbst aktiv werden zu müssen, fehlt oft der Anreiz zur Organisation.
Sie besagt, dass rationale Individuen in großen Gruppen sich nur dann für Gemeinschaftsgüter engagieren, wenn es „selektive Anreize“ (Belohnungen oder Zwang) gibt.
Die ersten lokalen Vereine und Initiativen, die sich öffentlich für eine rauchfreie Gesellschaft einsetzten, gründeten sich ab Mitte der 1970er Jahre.
Ein politischer Unternehmer ist eine Person, die die Initiative ergreift und Kosten der Organisation übernimmt, oft getrieben durch starke persönliche Überzeugungen oder moralische Motive.
Neben materiellen Anreizen gibt es auch „solidarische“ (Zugehörigkeit) und „zweckgerichtete“ Anreize (Eintreten für eine gute Sache), die Menschen zur Mitarbeit motivieren.
Die Arbeit prüft, ob Olson die Entstehung erklären kann oder ob alternative Theorien (wie die des politischen Unternehmers) notwendig sind, um die Gründung trotz fehlender materieller Vorteile zu verstehen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

