Bachelorarbeit, 2010
111 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 DIE SPRACHENTWICKLUNG
2.1 Die Semiotik
2.1.1 Systemlinguistik
2.1.2 Handlungsbezogene Linguistik
2.2 Der Spracherwerb
2.2.1 Sprachverständnis
2.2.2 Sprachproduktion
2.3 Systemlinguistische Ebenen im Spracherwerb
2.3.1 Phonetik/Phonologie
2.3.2 Lexikon/Semantik
2.3.3 Morphologie/Syntax
2.4 Die handlungsbezogene Ebene im Spracherwerb
2.4.1 Pragmatik
3 DER BESK 4-5
3.1 Sprachwissenschaftliche Grundlagen
3.2 Zielgruppe des BESK 4-5
3.3 Ziel des BESK 4-5
3.4 Entwicklung des BESK 4-5
3.5 Material
3.6 Beobachtung/ Bewertung
3.7 Dokumentation der Beobachtung/Bewertung:
3.7.1 Aufbau des Beobachtungsbogens
3.8 Organisatorische und methodische Überlegungen
3.9 Durchführung des BESK 4–5
3.9.1 A – Bilderbuch (Opa Henri sucht das Glück)
3.9.2 B – Bildkarten (Sprachschatzpiraten)
3.9.3 C – Bewegungsraum
3.9.4 D – Gespräche
3.10 Auswertung
3.11 Vorausblick
3.11.1 Beobachtung als Grundlage für Eltern- und Fachgespräche
4 DIE PATHOLINGUISTISCHE DIAGNOSTIK BEI SPRACHENTWICKLUNGSSTÖRUNGEN (PDSS)
4.1 Die patholinguistische Sichtweise auf spezifische Sprachentwicklungsstörungen
4.1.1 Auswirkungsebenen der SSES aus patholinguistischer Sicht
4.2 Konzeption der PDSS
4.3 Standardisierung der PDSS
4.3.1 Ermittlung der Testergebnisse
4.3.2 Die Normierungsstichprobe
4.3.3 Evaluation der Testgütekriterien
4.4 Durchführung und Auswertung der PDSS
4.4.1 Diagnostikband Phonologie
4.4.2 Diagnostikband Lexikon/Semantik
4.4.3 Diagnostikband Grammatik
5 METHODIK
5.1 Stichprobe
5.2 Vorgehensweise
5.2.1 Material
5.2.2 Durchführung
5.2.3 Beurteilungskriterien
5.2.4 Ergebnisanalysen
6 ERGEBNISSE
6.1 Vergleich der Subtests der PDSS mit den Beobachtungskriterien des BESK 4-5
6.2 Vergleich der Ergebnisse der linguistischen Ebenen von PDSS und BESK 4-5
6.3 Vergleich der Gesamtergebnisse
6.4 Beziehung zwischen logopädischen Subtests und dem Gesamtergebnis des BESK 4-5
6.5 Beschreibung einzelner Fallbeispiele
7 INTERPRETATION UND DISKUSSION
7.1 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse des Itemvergleichs
7.2 Interpretation und Diskussion des Vergleichs der Ergebnisse der linguistischen Ebenen
7.3 Interpretation und Diskussion des Vergleichs der Gesamtergebnisse
7.4 Interpretation und Diskussion des Zusammenhangs logopädischer Subtests mit dem Gesamtergebnis des BESK 4-5
7.5 Interpretation und Diskussion der Falldarstellungen
7.5.1 Einfluss der Lautproduktion auf die weitere Entwicklung
7.5.2 Einfluss des Sprachverständnisses auf die weitere Entwicklung
7.6 Allgemeine Diskussionspunkte zum BESK 4-5
7.7 Diskussionspunkte zur PDSS
8 CONCLUSIO
Die Arbeit evaluiert die Validität und Aussagekraft des Beobachtungsbogens zur Erfassung der Sprachkompetenz vier- bis fünfjähriger Kinder (BESK 4-5) durch den Vergleich mit der Patholinguistischen Diagnostik bei Sprachentwicklungsstörungen (PDSS), um zu klären, ob der BESK 4-5 Kinder mit Förder- oder Therapiebedarf zuverlässig identifizieren kann.
3.9.1.1 Beobachtungskriterium 1 – „W-Fragen“ – Lexikon/Semantik
Anschließend werden folgende W-Fragen gestellt: Wer? Was? Wo? Warum?
Dies geschieht entweder einzeln oder in der Klein- bzw. Teilgruppe. Es ist darauf zu achten, dass jedes Kind insgesamt 8 Fragen beantworten soll: 2 Fragen pro W-Pronomen.
Abschließend ist zu bewerten, ob das Kind sinngemäß richtig geantwortet hat. Die Antwort mit ‚Ja’ bzw. ‚Nein’ lässt laut Handbuch des BESK 4-5 auf einen unvollständigen Erwerb der syntaktischen Struktur schließen. Wird jedoch mit einem falschen Satzglied geantwortet, ist der Fehler semantisch begründet.
Wenn das Kind alle W-Fragen richtig beantwortet (ein Fehler ist gestattet), so bekommt es dafür zwei Punkte.
In einer „Nacherzählung“ sollen die Kinder die Geschichte anhand der Bilder selbst erzählen (Erzählform: Gegenwart). Die Kinder sollen möglichst frei erzählen und nur zum Weitererzählen motiviert werden. Diese Aufgabe kann entweder einzeln oder in der Kleingruppe durchgeführt werden. Zur richtigen Beurteilung soll jedes Kind die gesamte Geschichte zumindest einmal erzählen.
1 EINLEITUNG: Darstellung der Problematik bei der Früherkennung von Sprachstörungen und Formulierung der Forschungsfrage zur Validität des BESK 4-5.
2 DIE SPRACHENTWICKLUNG: Theoretische Grundlagen zu semiotischen, linguistischen Ebenen und den Meilensteinen des Spracherwerbs.
3 DER BESK 4-5: Detaillierte Vorstellung des Beobachtungsinstruments, seiner Konzeption, Materialgrundlage und des Durchführungs- sowie Auswertungsverfahrens.
4 DIE PATHOLINGUISTISCHE DIAGNOSTIK BEI SPRACHENTWICKLUNGSSTÖRUNGEN (PDSS): Beschreibung des PDSS-Verfahrens als standardisierte Vergleichsdiagnostik für die Studie.
5 METHODIK: Erläuterung der Studiendesign-Parameter, Stichprobenzusammensetzung, Datenerhebung und der Bewertungskriterien für den Instrumentenvergleich.
6 ERGEBNISSE: Darlegung der Studienergebnisse aus dem Vergleich der Subtests von PDSS und BESK 4-5 sowie der Korrelationen auf verschiedenen linguistischen Ebenen.
7 INTERPRETATION UND DISKUSSION: Kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen, Fehleranalyse und Diskussion der Konsequenzen für die Sprachförderung.
8 CONCLUSIO: Zusammenfassende Schlussfolgerung, dass der BESK 4-5 eine unzureichende diagnostische Aussagekraft zur Früherkennung von Sprachstörungen aufweist.
Sprachentwicklungsstörung, BESK 4-5, PDSS, Früherkennung, Sprachverständnis, Lautproduktion, Diagnostik, Sprachstandserhebung, Validität, Förderung, Linguistik, Kindheit, Logopädie, Sprachkompetenz, Phonologie.
Die Arbeit untersucht die diagnostische Qualität und Validität des Beobachtungsbogens BESK 4-5 zur Erfassung der Sprachkompetenz bei vier- bis fünfjährigen Kindern durch einen empirischen Vergleich mit der PDSS.
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen der kindlichen Sprachentwicklung, der Funktionalität des BESK 4-5 sowie der patholinguistischen Diagnostik (PDSS) und deren Wirksamkeit bei der Identifikation von Entwicklungsstörungen.
Das Hauptziel ist es zu prüfen, ob der BESK 4-5 Kinder mit Förder- oder Therapiebedarf im Bereich der Sprachentwicklung zuverlässig herausfiltern kann.
Es wurde eine vergleichende Studie durchgeführt, bei der 40 Kinder mittels PDSS getestet und deren Ergebnisse mit den Ergebnissen der Sprachstandserhebungen durch den BESK 4-5 korreliert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die detaillierte Vorstellung der beiden Testverfahren, die genaue Beschreibung der angewandten Methodik sowie die Auswertung und Diskussion der gewonnenen Daten.
Die zentralen Begriffe sind Sprachentwicklungsstörung, BESK 4-5, PDSS, Validität, Früherkennung, Sprachverständnis und Sprachstandserhebung.
Sprachverständnis ist die Basis für Kommunikation und den Aufbau von Weltwissen; Defizite in diesem Bereich führen oft zu schulischen Lernschwierigkeiten und sekundären psychischen Problemen.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der BESK 4-5 als Instrument zur sicheren Diagnose von Sprachdefiziten nur bedingt geeignet ist und vor allem Kinder mit phonologischen oder rezeptiven Störungen oft nicht erkennt.
Die Autorinnen plädieren für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Kindergartenpädagoginnen und Spezialisten, anstatt sich auf ein unzureichendes Testsystem wie den BESK 4-5 zu verlassen.
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