Bachelorarbeit, 2010
61 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Methodik und Forschungsstand
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Historischer Kontext
2.1 Geschichtlicher Überblick bis 1948
2.2 Das System der Apartheid in Südafrika
2.3 Das Ende der Apartheid in Südafrika
3 Einordnung Südafrikas im internationalen Vergleich
3.1 Human-Development-Index
3.2 Failed-State-Index
4 Die Regenbogennation Südafrika
4.1 Gesellschaftsstrukturen
4.1.1 Divergenz von Arm und Reich
4.1.2 Soziale Strukturen während der Apartheid und heute
4.1.3 Wirtschaftliche Entwicklungen
4.1.4 Zusammenfassung
4.2 Die Post-Apartheid-Gesellschaft
4.3 Rassismus im heutigen Südafrika
5 Aktuelle Entwicklungen
6 Fazit
Die Arbeit untersucht die sozialen Veränderungen innerhalb der südafrikanischen Gesellschaft seit der Überwindung der Apartheid. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse des sozialen Strukturwandels sowie der Frage, inwiefern die Transformation des Landes tatsächlich zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen der breiten Bevölkerung geführt hat.
2.1 Geschichtlicher Überblick bis 1948
Als erste Europäer drangen die Portugiesen mit Bartolomeu Diaz 1488 und Vasco da Gama 1498 bis zur Südspitze Afrikas vor. Sie besaßen jedoch nie die Absicht, am Kap der Guten Hoffnung eine ständige Niederlassung zu gründen. Mit diesem Ziel landete der Niederländer Jan van Riebeek im Jahr 1652 in der Nähe des heutigen Kapstadts. Niederländische Schiffe auf ihrem Weg nach Ostindien sollten hier mit frischen Lebensmitteln versorgt werden. Die Besiedlung der neuen Kapkolonie verlief anfangs noch friedlich und war lediglich auf den Austausch von Gütern zwischen Niederländern und Einheimischen ausgerichtet. Die Einstellung der „weißen“ Siedler, die zunächst darauf bedacht war, die fremde Kultur zu tolerieren und sich von den Stammesgebieten der Ureinwohner fern zu halten, veränderte sich bald. Zunehmender Handelsverkehr begünstigte die Niederlassung der ersten freien niederländischen Ackerbauern und Viehzüchter. Die sogenannten Buren („boeren“, niederländisch für Bauern) versuchten die Einheimischen als Arbeitskräfte auf Ihren Feldern zu instrumentalisieren. Da dies nur teilweise gelang, begann ab 1658 die Übersiedlung erster Sklaven aus Mosambik und Madagaskar.
Allmählich entwickelten die Buren ein Verständnis, demnach die „Schwarzen“ nicht zivilisiert und ihnen unterlegen waren. Der verfolgte Gedanke, die afrikanischen Ureinwohner zivilisieren zu müssen, legte den Grundstein für das spätere Gesellschaftssystem. Ab Ende des 18. Jahrhunderts schwand der Einfluss der Niederländischen Ostindien Kompanie und mit ihm der der niederländischen Siedler. Britische Einwanderer strömten in das Land und 1815 wurde die Kapregion zur britischen Kronkolonie ausgerufen.
1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung und wissenschaftlichen Relevanz sowie Erläuterung der Methodik und des Aufbaus der Arbeit.
2 Historischer Kontext: Überblick über die Besiedlungsgeschichte, die Entstehung der Apartheid und die politischen Entwicklungen bis zu deren Ende.
3 Einordnung Südafrikas im internationalen Vergleich: Globale Analyse mittels Human-Development- und Failed-State-Indizes zur Bewertung der Entwicklung nach 1994.
4 Die Regenbogennation Südafrika: Untersuchung der heutigen Gesellschaftsstruktur, des Wandels vom Rassen- zum Klassensystem sowie der Rolle von Frau, Kriminalität und Wirtschaft.
5 Aktuelle Entwicklungen: Analyse jüngster gesellschaftlicher Ereignisse, der Zufriedenheit mit der Regierung sowie der Auswirkungen der Weltmeisterschaft.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der erreichten sozialen Fortschritte und der fortbestehenden strukturellen Probleme in Südafrika.
Südafrika, Apartheid, Post-Apartheid-Gesellschaft, Sozialstruktur, Armut, Ungleichheit, Bildung, Gesundheit, Arbeitslosigkeit, Black Economic Empowerment, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Transformation, Demokratie, Sozialpolitik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den sozialen Veränderungen in Südafrika nach dem Ende der Apartheid im Jahr 1994 und bewertet die gesellschaftliche Entwicklung im demokratischen System.
Im Fokus stehen die Lebensbedingungen der Bevölkerung, das Sozialwesen, der Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung sowie die wirtschaftliche Ungleichheit zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen.
Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern die südafrikanische Gesellschaft seit der Einführung der Demokratie tatsächlich von dem Systemwechsel profitieren konnte und ob Armut sowie Ungleichheit erfolgreich abgebaut wurden.
Der Autor führt eine kritische Literaturanalyse durch und verwendet Vergleichskriterien wie den Human-Development-Index (HDI) und den Failed-State-Index (FSI), um Südafrika im internationalen Kontext einzuordnen.
Der Hauptteil analysiert die aktuelle gesellschaftliche Struktur, die Entwicklung der Arm-Reich-Kluft, die Post-Apartheid-Gesellschaft, wirtschaftliche Entwicklungen und das Phänomen des heutigen Rassismus.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Transformation, soziale Ungleichheit, Apartheid-Erbe, Black Economic Empowerment und staatliche Sozialpolitik geprägt.
Laut der Arbeit liegt dies an den massiven Einkommensunterschieden und der ungleichen Verteilung von Ressourcen, die trotz der politischen Demokratisierung fortbestehen.
Die Arbeit zeigt, dass Fremdenfeindlichkeit ein wachsendes Problem darstellt, das aus Frustration über ausbleibende soziale Fortschritte und einer nationalistischen Rhetorik genährt wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

