Bachelorarbeit, 2007
50 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 IDEALTYPISCHER WEG DES SCHRIFTSPRACHERWERBS
2.1 WIE KINDER DIE SCHRIFT ENTDECKEN
2.2 ENTWICKLUNGSSTUFEN DER RECHTSCHREIBUNG
2.2.1 KRITZELSTUFE: VOM ZIELLOSEN ZUM GERICHTETEN KRITZELN
2.2.2 VON DER LINIE ZUR FORM
2.2.3 VON DER BUCHSTABENFORM ZUR BUCHSTABENFOLGE: LOGOGRAPHISCHES SCHREIBEN
2.2.4 VON DER BUCHSTABENFOLGE ZUR LAUTORIENTIERTEN „SKELETTSCHREIBUNG“: HALBPHONETISCHES STADIUM
2.2.5 VON DER LAUTORIENTIERTEN „SKELETTSCHREIBUNG“ ZUR LAUTSCHRIFT: PHONETISCHE BZW. ALPHABETISCHE PHASE
2.2.6 VON DER LAUTSCHRIFT ZUR BEHERRSCHUNG VON RECHTSCHREIBREGELN: DIE ORTHOGRAPHISCHE PHASE
2.3 ZUSAMMENWIRKEN VERSCHIEDENER WAHRNEHMUNGSBEREICHE BEIM SCHRIFTSPRACHERWERB
2.3.1 LAUTANALYSEFÄHIGKEIT
2.3.2 AUDITIVE DISKRIMINATIONSFÄHIGKEIT
2.3.3 KINÄSTHETISCHE DISKRIMINATIONSFÄHIGKEIT
2.4 ZUSAMMENFASSUNG UND KRITIK
3 ABWEICHENDER SCHRIFTSPRACHERWERB
3.1 WAS IST ÜBERHAUPT EINE LESE-RECHTSCHREIBSCHWÄCHE (LRS)?
3.2 LESE-RECHTSCHREIBSCHWIERIGKEITEN IM KONTEXT DER ENTWICKLUNG
3.3 ZUR DEFINITION VON LESE-RECHTSCHREIBSCHWIERIGKEITEN (LRS)
3.3.1 QUANTITATIVE DEFINITIONEN
3.3.2 QUALITATIVE ERGÄNZUNGEN DURCH DIE ENTWICKLUNGSANALYSE
3.4 AUSWIRKUNGEN VON FEHLFUNKTIONEN DER WAHRNEHMUNGSBEREICHE
3.4.1 BESONDERE SCHWIERIGKEITEN BEI DER VISUELLEN WAHRNEHMUNG
3.4.2 BESONDERE SCHWIERIGKEITEN BEIM EINPRÄGEN DER BUCHSTABEN-LAUT-ZUORDNUNG
3.4.3 BESONDERE SCHWIERIGKEITEN BEIM UNTERSCHEIDEN ÄHNLICHER LAUTE UND BUCHSTABEN
3.5 ZUSAMMENFASSUNG UND KRITIK
4 ERMITTLUNG DER RECHTSCHREIBKOMPETENZEN – DIE HAMBURGER SCHREIBPROBE IM EINSATZ
4.1 DIE HAMBURGER SCHREIBPROBE (HSP) IM EINSATZ: WAS LEISTET DIESE PROBE?
4.1.1 DURCHFÜHRUNG
4.1.2 AUSWERTUNGEN
4.1.3 ERGEBNISSE
4.2 ZUSAMMENFASSUNG UND KRITIK
5 FOLGEN VON LERNSTÖRUNGEN UND GEZIELTE FÖRDERUNG
6 ABSCHLUSSBETRACHTUNG
Die Arbeit untersucht, inwieweit sich die Hamburger Schreibprobe im alltäglichen Schulleben einsetzen lässt, um Rechtschreibkompetenzen zu erfassen und individuelle Förderbedarfe zu identifizieren, wobei besonderer Wert auf die zeitliche Effizienz und Durchführbarkeit für Lehrkräfte gelegt wird.
3.4.1 Besondere Schwierigkeiten bei der visuellen Wahrnehmung
Bei einigen betroffenen Kindern zeigen sich Probleme in der Raumwahrnehmung. Die Wahrnehmung der Buchstaben ist eine andere Wahrnehmung als z.B. die von Gegenständen in der Umgebung.
Ein Beispiel: Im Dreidimensionalen bleibt eine Tasse mit einem Henkel eine Tasse, auch wenn der Henkel mal nach rechts und mal nach links zeigt. Zweidimensional geschriebene Buchstaben auf einem Blatt Papier hingegen unterscheiden sich alleine durch die Stellung ihres „Henkels“: „b“ – „d“ – „p“ – „q“. (vgl. Mann 2001: 61). Wenn ein Kind die Generalisierung „Tasse ist Tasse, egal wo der Henkel ist“ auf die Buchstaben überträgt, sind diese für das Kind nicht mehr unterscheidbar.
Wichtig ist, dass die Kinder mit Wahrnehmungsschwierigkeiten keine Probleme haben, die Raumlage von Gegenständen zu unterscheiden. Sie müssen nur die unterschiedliche Bedeutung der verschiedenen Buchstaben-Raumlagen erlernen.
Wenn die Raumlage nicht beachtet wird, treten u.a. spiegelverkehrte Zeichen auf: Diese Inversions- (18) und Reversionsfehler (19) können bei einer Lese-Rechtschreibschwäche auftreten (vgl. Scheerer-Neumann 2002: 22), sie sind aber auch ein Kennzeichen für eine frühere Entwicklungsstufe, die des Vorschulalters. Daher ist in diesem Zusammenhang darauf zu achten, in welcher Entwicklungsstufe bzw. Altersklasse diese Fehlertypen auftreten.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der Lese-Rechtschreibschwäche und Vorstellung der Zielsetzung der Bachelor-Arbeit.
2 IDEALTYPISCHER WEG DES SCHRIFTSPRACHERWERBS: Erläuterung der Entwicklungsstufen beim Schreibenlernen sowie der Rolle verschiedener Wahrnehmungsbereiche.
3 ABWEICHENDER SCHRIFTSPRACHERWERB: Definition der LRS und detaillierte Darstellung von Wahrnehmungs- und Fehlfunktionen beim Schriftspracherwerb.
4 ERMITTLUNG DER RECHTSCHREIBKOMPETENZEN – DIE HAMBURGER SCHREIBPROBE IM EINSATZ: Ausführliche Beschreibung des Testkonzepts, der Durchführung und der Auswertung der HSP mit Praxisbeispielen.
5 FOLGEN VON LERNSTÖRUNGEN UND GEZIELTE FÖRDERUNG: Untersuchung der psychosozialen Auswirkungen von Lernstörungen und Notwendigkeit gezielter Hilfsmaßnahmen.
6 ABSCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassendes Fazit zur Praxistauglichkeit der HSP im schulischen Alltag.
Schriftspracherwerb, Rechtschreibschwäche, LRS, Hamburger Schreibprobe, HSP, Rechtschreibstrategien, Lernstörungen, Graphemtreffer, Entwicklungsstufen, Wahrnehmungsbereiche, Fehleranalyse, Schriftsprachliche Hürden, Diagnostik, Pädagogische Förderung, Leistungsprofil
Die Arbeit behandelt den Schriftspracherwerb bei Kindern, die Herausforderungen bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten sowie die praktische Eignung diagnostischer Tests im schulischen Kontext.
Zentral sind der normale Schriftspracherwerb, die Identifikation von Abweichungen (LRS), die Fehleranalyse durch die Hamburger Schreibprobe und die sozialen sowie emotionalen Folgen von Lernstörungen.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob die Hamburger Schreibprobe ein praxistaugliches Instrument für Lehrkräfte darstellt, um Schreibkompetenzen zuverlässig zu erfassen und Arbeitsbelastung durch professionelle Diagnostik zu managen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Entwicklungsmodellen des Schreibens sowie der praktischen Anwendung und Auswertung der Hamburger Schreibprobe (HSP) an einer Grundschule.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des idealtypischen Schriftspracherwerbs, eine Analyse abweichender Entwicklungen bei LRS sowie eine detaillierte Erläuterung der HSP-Methodik.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie LRS, Hamburger Schreibprobe, Rechtschreibstrategien, Entwicklungsstufen und Fehleranalyse charakterisiert.
Die HSP differenziert durch die Analyse spezifischer „Lupenstellen“ zwischen alphabetischen, orthographischen, morphematischen und wortübergreifenden Strategien.
Im Gegensatz zum passiven Wiedererkennen erfordert die eigene Produktion ein präzises Erfassen und Darstellen von Details, was den Einprägeprozess der Buchstaben fördert.
Eine Förderung sollte in Betracht gezogen werden, wenn Schüler bei standardisierten Tests T-Werte unter 40 erreichen und somit deutlich vom Durchschnittsbereich abweichen.
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