Bachelorarbeit, 2010
61 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Gegenstand und Fokus der Thesis
1.3. Vorgehensweise und Aufbau der Thesis
1.4. Begriffsabgrenzung
2. Einführung in die Kundenbindung
2.1. Theoretische Grundlagen der Kundenbindung
2.1.1. Perspektiven der Kundenbindung
2.1.2. Bindungsarten, -potentiale und -ebenen
2.1.3. Kundenzufriedenheit, Vertrauen und Commitment
2.1.4. Kundenloyalität
2.2. Die Aufgaben der Kundenbindung
2.3. Chancen und Gefahren der Kundenbindung
2.4. Kundenbindungsinstrumente
3. Theoretische Grundlagen der Kundenkarte
3.1. Historie und Entwicklungen
3.2. Typen und Klassifizierung
3.2.1. Offene und geschlossene Systeme
3.2.2. Stand-alone-und Multipartner-Karten
3.3. Funktionen von Kundenkarten
3.4. Ziele von Kundenkarten
4. Die Kundenkarte als Kundenbindungsinstrument
4.1. Organisatorische Maßnahmen
4.2. Controlling
4.2.1. Kosten und Erlöse eines Kundenkartenprogrammes
4.2.2. Messung und Steuerung der Zielerreichung
4.3. Rechtliche Aspekte
4.4. Chancen und Risiken von Kundenkarten
5. Erfolgspotentiale und Barrieren der Kundenkarte
5.1. Erfolgspotentiale in einem Kundenkartenprogramm
5.1.1. Kartenausgestaltung, Anreizstrukturen und Service
5.1.2. Wahrgenommener Nutzen und Nutzung von Kundenkarten aus Kundensicht
5.1.3. Intensive Datenauswertung und -nutzung
5.1.4. Sicherstellung der Mitarbeiterunterstützung
5.1.5. Integration in die Unternehmensstrategie
5.2. Barrieren in einem Kundenkartenprogramm
5.2.1. Hinderungsgründe aus Kundensicht
5.2.2. Barrieren aus Unternehmersicht
6. Perspektiven und Trends
6.1. Wirtschaftliche Veränderungen
6.2. Gesellschaftliche Veränderungen und Trends
6.3. Technische Veränderungen und Trends
7. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob Kundenkarten in einem gesättigten Markt noch als effektives und effizientes Instrument der Kundenbindung fungieren können. Dabei steht die Perspektive der Unternehmen im Vordergrund, um die Einsatzmöglichkeiten, Erfolgsfaktoren sowie Barrieren dieses Instruments kritisch zu hinterfragen und zukünftige Potenziale aufzuzeigen.
5.1.2. Wahrgenommener Nutzen und Nutzung von Kundenkarten aus Kundensicht
Eine Kundenkarte muss für den Kunden immer einen klaren erkennbaren Nutzen bieten, denn:
„Kein Mensch tut oder unterlässt irgendetwas im Leben, ohne ein Motiv dafür zu haben. Kein Mensch kauft irgendeine Leistung oder ein Produkt, ohne einen irgendwie gearteten Nutzen davon zu haben.“ 83
Der wahrgenommene Kundennutzen kann ökonomisch, emotional und/oder sozial begründet sein.84 Einen ökonomischen Nutzen stiftet die Kundenkarte ihrem Inhaber, wenn sie ihm finanzielle Vorteile liefert. Dies kann durch die Rabatt- oder Bonusfunktionen der Karte geschehen. Der emotionale Nutzen kommt zum Tragen, wenn sich der Kunde durch die Karte von Unternehmen anerkannt und belohnt wird (i.w.S. die Treuefunktion). Der wahrgenommene soziale Nutzen hingegen kann erfahren werden, wenn der Kundenkartenbesitzer durch seine Kundenkarte „soziale Verantwortung“ übernimmt. Bei vielen Unternehmen kann der Kunde seine erworbenen finanziellen Vorteile (Boni, Prämien) für wohltätige Hilfsorganisationen spenden.
Die drei verschiedenen Kundennutzenfaktoren sollten aufeinander abgestimmt sein. Es ist demnach von Bedeutung die Kundenkarte mit wirklichem Kundennutzen auszustatten und diesen auch zu kommunizieren, damit er von den Kunden wahrgenommen wird.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Kundenbeziehungen in gesättigten Märkten und definiert die Kundenkarte als zentrales Untersuchungsobjekt der Thesis.
2. Einführung in die Kundenbindung: Dieses Kapitel fundiert den theoretischen Rahmen der Kundenbindung und erläutert verschiedene Bindungsarten, Ebenen sowie instrumentelle Fokusse.
3. Theoretische Grundlagen der Kundenkarte: Es werden Historie, Klassifizierungsmodelle sowie die Funktionen und Ziele von Kundenkarten in der Unternehmenspraxis detailliert dargestellt.
4. Die Kundenkarte als Kundenbindungsinstrument: Dieses Kapitel analysiert organisatorische Maßnahmen, Controlling-Aspekte und rechtliche Rahmenbedingungen bei der Implementierung von Kartenprogrammen.
5. Erfolgspotentiale und Barrieren der Kundenkarte: Der Hauptteil untersucht die Erfolgskette sowie Hindernisse für Kundenkartenprogramme unter Einbezug von Umfrageergebnissen deutscher Unternehmen.
6. Perspektiven und Trends: Hier werden zukünftige Entwicklungen hinsichtlich Wirtschaft, Gesellschaft und technischer Innovationen wie NFC oder RFID diskutiert.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit reflektiert die Kernergebnisse und diskutiert die notwendige Transformation des Instruments hin zu digitalen Formaten.
Kundenbindung, Kundenkarte, Kundenloyalität, Kundenbindungsprogramm, Bonusprogramm, Kundenzufriedenheit, Customer Relationship Management, CRM, Rabatt, Datenanalyse, Data Mining, RFID, Near Field Communication, NFC, Kaufverhalten
Die Arbeit analysiert das Instrument der Kundenkarte im Kontext des modernen Kundenbindungsmanagements und untersucht dessen Effektivität sowie strategische Relevanz für Unternehmen.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Einordnung der Kundenbindung, die organisatorische Umsetzung von Kundenkartenprogrammen, das Controlling und die Identifikation von Erfolgsfaktoren sowie Barrieren.
Die Forschungsfrage lautet, ob Kundenkarten als Instrument der Kundenbindung in einem gesättigten Markt noch attraktiv, effektiv und erfolgswirksam sind und ob sie Kunden nachhaltig binden können.
Es wurde ein zweistufiger Ansatz gewählt: eine tiefgehende Literatur- und Theorieanalyse sowie eine anonyme Umfrage bei 18 Unternehmen, um praxisnahe Tendenzen abzuleiten.
Der Hauptteil befasst sich mit der organisatorischen und rechtlichen Implementierung, dem Controlling, den Erfolgspotenzialen und Barrieren der Kundenkarte sowie deren zukünftigen Entwicklungstrends.
Wichtige Begriffe sind Kundenbindung, Kundenkarte, Loyalty, CRM, Kundenloyalität, Rabattsysteme, Datenauswertung und digitale Transformation im Handel.
Der Datenschutz wird als kritisches Erfolgskriterium identifiziert. Kunden zeigen eine zunehmende Sensibilität („gläserner Kunde“), was für Unternehmen eine transparente Datenverwaltung und klare Einwilligungserklärungen notwendig macht.
Technologien wie RFID und NFC bieten Chancen für effizientere Dialogkanäle und Zusatzdienste, werden in Deutschland jedoch durch hohe Anforderungen an Kompatibilität und Datenschutz derzeit noch verhalten adaptiert.
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