Diplomarbeit, 2010
233 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Unternehmensgründer
2.1 Unternehmensgründungen
2.2 Originäre und derivative Gründer
3. Entrepreneurial Orientation
3.1 Entrepreneurship
3.2 Entwicklungsstadien des EO-Konzepts
3.3 EO-Konzept nach Lumpkin und Dess
3.3.1 EO-Dimensionen
3.3.1.1 Autonomie
3.3.1.2 Innovationsneigung
3.3.1.3 Risikobereitschaft
3.3.1.4 Proaktivität
3.3.1.5 Aggressives Wettbewerbsverhalten
3.3.2 EO und Performance
4. Gründer und Entrepreneurial Orientation
4.1 Untersuchungsdesign
4.1.1 Methodik der Untersuchung
4.1.2 Auswertung
5. Resultate
5.1 Ausprägung der Autonomie
5.2 Ausprägung der Innovationsneigung
5.3 Ausprägung der Risikobereitschaft
5.4 Ausprägung der Proaktivität
5.5 Ausprägung des aggressiven Wettbewerbsverhaltens
5.6 Entrepreneurial Orientation der befragten Gründer
5.6.1 Zusammenhang zwischen der organisatorischen und persönlichen Ebene der EO
5.6.2 Bewertung der Ergebnisse
5.6.3 Originäre und derivative Gründer im Vergleich
5.7 Auswirkungen der Entrepreneurial Orientation auf die Unternehmensperformance
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ausprägung der Entrepreneurial Orientation (EO) bei Unternehmensgründern sowie deren Einfluss auf die Unternehmensperformance. Ziel ist es, mittels qualitativer Fallstudien zu ermitteln, ob Unterschiede zwischen originären und derivativen Gründern in den EO-Dimensionen bestehen und wie diese mit internen sowie externen Einflussfaktoren zusammenhängen.
3.3.1.1 Autonomie
Mit dem Begriff Autonomie umschreiben Lumpkin und Dess das freie Handeln einer Person oder eines Teams, um eine Idee oder Vision voranzubringen und zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen (Lumpkin/Dess 1996: 140).
Dabei existieren zwei unterschiedliche Formen autonomen Verhaltens. Die autokratische Form von Autonomie, welche vor allem in kleineren Unternehmen vorkommt, ist dadurch gekennzeichnet, dass wichtige Entscheidungen oder risikoreiche Aktionen von einem starken Leader bzw. einer starken Führungspersönlichkeit ausgehen. Dies ist in kleineren Firmen oftmals der Gründer oder Eigentümer, der seine zentralen Visionen durchsetzen möchte und somit das Handeln der Unternehmung bestimmt (Lumpkin/Dess 1996: 141; Mintzberg 1973: 45). Zur besseren begrifflichen Abgrenzung, wird diese autokratische Form von Autonomie in der Folge als top-down-Strategie bezeichnet, da, wie oben beschrieben, wichtige Entscheidungen von oben herab durchgesetzt werden.
Bei der zweiten Form der autonomen Entscheidungsfindung werden Ideen und Visionen nicht von oben herab vorgegeben, sondern auch von niedrigeren Hierarchieebenen kreiert und in die Führungsebenen hineingetragen (Lumpkin/Dess 1996: 141; Hart 1992: 338). Entscheidend bei dieser Art der Organisation ist, dass die Mitglieder des Unternehmens autonom und unabhängig agieren können und somit nicht durch interne Barrieren gehemmt werden (Lumpkin/Dess 1996: 140-141). Diesem Prinzip folgend, versuchen viele größere Unternehmen ihre Organisationsstruktur flacher zu gestalten und Autoritäten an kleinere Operationseinheiten abzugeben, um den Grad der Autonomie zu erhöhen (Pinchot 1985: 1). Diese Form autonomen Verhaltens, wird im Verlauf dieser Arbeit mit dem Begriff der bottom-up-Strategie umschrieben, da Ideen und Visionen aus den unteren Ebenen nach oben getragen werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Stellenwert von Unternehmensgründungen für die Wirtschaft und thematisiert das aktuelle negative Gründungsklima in Deutschland.
2. Unternehmensgründer: Es werden grundlegende Begriffsdefinitionen wie Unternehmensgründungen sowie die Differenzierung zwischen originären und derivativen Gründern vorgenommen.
3. Entrepreneurial Orientation: Dieses Kapitel definiert das Konzept der Entrepreneurial Orientation (EO) und erläutert dessen theoretische Wurzeln, Dimensionen und den Bezug zur Unternehmensperformance.
4. Gründer und Entrepreneurial Orientation: Der methodische Rahmen wird hier dargelegt, indem das Untersuchungsdesign der qualitativen Fallstudien und die Vorgehensweise bei der Auswertung beschrieben werden.
5. Resultate: Dieses Hauptkapitel präsentiert die detaillierten Ergebnisse der Fallstudien zu den einzelnen EO-Dimensionen, vergleicht Gründertypen und analysiert Zusammenhänge mit der Unternehmensperformance.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Impulse für zukünftige Forschungsansätze im Bereich der Gründungsforschung.
Entrepreneurial Orientation, Unternehmensgründer, originäre Gründung, derivative Gründung, Autonomie, Innovationsneigung, Risikobereitschaft, Proaktivität, aggressives Wettbewerbsverhalten, Unternehmensperformance, kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Fallstudien, Managementperspektive, unternehmerischer Erfolg, Strategie.
Die Arbeit untersucht die strategische Ausrichtung von Unternehmensgründern anhand des Konzepts der „Entrepreneurial Orientation“ (EO) und analysiert, wie diese die Unternehmensentwicklung und -performance beeinflusst.
Zentral sind das EO-Konzept, die Differenzierung zwischen verschiedenen Gründungsformen (originär vs. derivativ) sowie die Anwendung dieser Konzepte auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Die Arbeit erforscht, wie hoch die Entrepreneurial Orientation bei Gründern ausgeprägt ist, ob es Unterschiede zwischen originären und derivativen Gründern gibt und wie diese Ausprägung die Unternehmensperformance beeinflusst.
Es werden qualitative Experteninterviews mit sechs ausgewählten Gründern in Form von Fallstudien durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des EO-Konzepts nach Lumpkin und Dess sowie die empirische Untersuchung der fünf Dimensionen Autonomie, Innovationsneigung, Risikobereitschaft, Proaktivität und aggressives Wettbewerbsverhalten bei den Fallstudienunternehmen.
Wichtige Begriffe sind Entrepreneurial Orientation, Gründertypen, KMU, Wettbewerbsvorteile, Unternehmensperformance und Innovationsneigung.
Die Analyse zeigt, dass originäre Gründer beim Schritt in die Selbstständigkeit oft ein höheres finanzielles Wagnis eingehen müssen, während derivative Gründer familienintern nachfolgen, was das Risiko zu Beginn geringer erscheinen lässt.
Die Unternehmensgröße beeinflusst insbesondere die Bildung von autonomen Arbeitsgruppen („Skunkworks“) und das Innovationsverhalten, da Ressourcen und Strukturen in kleineren Betrieben oft weniger formalisiert sind.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

