Bachelorarbeit, 2025
141 Seiten, Note: 1,2
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Vorgehensweise
2 THEORIE
2.1 Einstellungen im psychologischen Kontext
2.1.1 Explizite und Implizite Einstellungen
2.1.2 Der Implizite Assoziationstest IAT
2.1.3 Diskrepanz zwischen expliziten und impliziten Einstellungen
2.2 Gender – das soziale Geschlecht
2.2.1 Sex vs. Gender
2.2.2 Heteronormativität und die Queer Theory
2.2.3 Sexuelle Orientierung / Sexualität
2.3 Geschlechterrollen und Geschlechterstereotype
2.3.1 Geschlechterstereotype – die deskriptive Norm
2.3.2 Geschlechterrollen – die präskriptive Norm
2.3.3 Einstellungen zu Geschlechterrollen
2.4 Hypothesenableitung
3 METHODE
3.1 Forschungsmethode und Untersuchungsdesign
3.2 Operationalisierungen der Variablen
3.2.1 Erfassung der sexuellen Orientierung
3.2.2 Erfassung der impliziten Einstellungen zu Geschlechterrollen
3.2.3 Erfassung der expliziten Einstellungen zu Geschlechterrollen
3.2.4 Erfassung weiterer Daten
3.3 Zusammensetzung der Stichprobe und Minimierung der Störvariablen
3.4 Aufbau der Untersuchung
4 ERGEBNISTEIL
4.1 Deskriptive Statistik
4.2 Datenaufbereitung und -bereinigung
4.3 Skalenanalyse und Gütekriterien
4.3.1 Objektivität
4.3.2 Reliabilität
4.4 Hypothesenprüfung
4.5 Explorative Datenanalyse
5 DISKUSSION
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Beantwortung der Forschungsfrage
5.3 Kritische Reflektion und Limitationen
5.4 Ausblick und Fazit
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der sexuellen Orientierung von Individuen und ihren sowohl impliziten als auch expliziten Einstellungen zu traditionellen Geschlechterrollen. Das primäre Ziel ist es, zu identifizieren, inwieweit die sexuelle Orientierung – allein oder in Interaktion mit demografischen Variablen – Einstellungen zu Geschlechterrollen vorhersagen kann und ob Personen, die einer sexuellen Minderheit angehören, ein abweichendes Rollenverständnis aufweisen.
1.1 Problemstellung
In unserer heutigen Gesellschaft wird weitestgehend alles in ‚Junge – Mädchen‘, ‚Mann – Frau‘ aufgeteilt. Es wird zwischen Männer- und Frauendeo unterschieden, es existieren Jungensportarten wie Fußball und Mädchensportarten wie Ballett. Zudem ist vorgeschrieben, welche Spielzeuge für Jungen und welche für Mädchen angebracht sind. ‚Jungen spielen mit Schwertern und Autos, aber niemals mit Puppen. Das ist Mädchenspielzeug‘. ‚Als Mädchen sollst du rosa mögen und mit Puppen spielen. Mit Autos und Baggern zu spielen, das gehört sich für ein Mädchen nicht‘. ‚Nur Frauen lackieren sich die Nägel. Tut dies ein Mann, macht ihn das weniger männlich‘. All diese Vorschriften, Werte und Normen lernen Menschen durch ihre Sozialisation von klein auf. Sie sind ein zentraler Teil der eigenen Identität und dienen zum Verständnis der eigenen Rolle, sowie der Rollen von Mitmenschen. Geschlechterrollen sind Handlungsanweisungen, wie sich Personen verschiedenen Geschlechts verhalten sollen, was sie mögen sollen und auch, wen sie lieben sollen. Die Maßstäbe für diese Werte und Normen legt die starke Präsenz der Heteronormativität nahe (Kowalski & Scheitle, 2019), durch die Geschlechter hierarchisiert werden und Heterosexualität, gegenüber anderen sexuellen Orientierungen, privilegiert wird. Geschlechterrollen sind jedoch nicht statisch. Sie verändern sich mit der Zeit und bewegen sich durch verschiedene gesellschaftliche Entwicklungen mit. Mit einem Auszug aus dem Datenreport 2021 vom Statistischen Bundesamt veranschaulicht Diabaté (2021), inwiefern sich die Geschlechterrollen in Deutschland seit den 90er Jahren verändert haben. Die Statistiken bestätigen, dass sich Einstellungen, die die Gleichstellung der Geschlechter vertreten, verbreitet haben (siehe Abbildung 1). Männer sowie Frauen vertreten im Vergleich zu 2008 eine egalitärere Meinung dazu, dass der Mann die Rolle des Verdieners übernimmt und die Frau die der Hausfrau. Fast die Hälfte der Männer und der Frauen lehnt dieses Rollenverständnis komplett ab (Diabaté, 2021).
1 EINLEITUNG: Einleitung in die Thematik der gesellschaftlichen Geschlechterrollen, Herleitung der Forschungsfrage sowie Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2 THEORIE: Darstellung der psychologischen Konzepte zu Einstellungen, Geschlechterrollen und sexueller Orientierung als theoretische Basis für die Hypothesenbildung.
3 METHODE: Beschreibung des Online-Umfragedesigns, der verwendeten Messinstrumente (IAT, NGRO, TAGRAS) und der Stichprobenzusammensetzung.
4 ERGEBNISTEIL: Präsentation der deskriptiven Daten, Gütekriterien der Skalen, Ergebnisses der Hypothesenprüfungen sowie der explorativen Clusteranalyse.
5 DISKUSSION: Kontextualisierung und kritische Einordnung der Ergebnisse, Beantwortung der Forschungsfragen sowie Reflexion der Limitationen und zukünftiger Forschungsbedarf.
Einstellungsprüfung, explizite Einstellungen, implizite Einstellungen, Impliziter Assoziationstest, Geschlechterrollen, Geschlechterrolleneinstellungen, sexuelle Orientierung, Genderforschung, Heteronormativität, Genderstudien, Sozialisation, Clusteranalyse, NGRO, TAGRAS, IAT
Die Bachelorarbeit thematisiert den Zusammenhang zwischen der sexuellen Orientierung und den Einstellungen von Individuen zu traditionellen Geschlechterrollen.
Zentrale Themen sind die Sozialisation von Geschlechterrollen, die Messung von impliziten und expliziten Einstellungen sowie der Einfluss von demografischen Faktoren wie politischer Einstellung und Religiosität.
Das Hauptziel ist zu untersuchen, ob und wie die sexuelle Orientierung (allein oder in Kombination mit anderen Variablen) die Ausprägung von traditionellen bzw. egalitären Geschlechterrolleneinstellungen beeinflusst.
Es wurde eine quantitative Online-Befragung durchgeführt, die explizite Fragebögen (TAGRAS, NGRO) mit einem Impliziten Assoziationstest (IAT) kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der untersuchten Konstrukte, eine detaillierte methodische Beschreibung, eine statistische Ergebnisauswertung mittels SPSS (Varianzanalysen, Korrelationen, Clusteranalysen) und eine kritische Diskussion.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind: Einstellungsprüfung, Geschlechterrollen, sexuelle Orientierung, IAT, Heteronormativität und Clusteranalyse.
Der IAT (Impliziter Assoziationstest) wird eingesetzt, um unbewusste Einstellungen zu messen, die sich von den in Fragebögen explizit geäußerten Überzeugungen unterscheiden können, um so Antwortverfälschungen entgegenzuwirken.
Die Clusteranalyse identifizierte innerhalb der Stichprobe drei Gruppen mit unterschiedlichen Einstellungs- und Merkmals-Profilen, die sich in Bildungsstand, Religiosität und politischer Orientierung unterscheiden.
Die Ergebnisse zeigen teilweise signifikante Zusammenhänge, insbesondere zwischen sexueller Orientierung und expliziten Einstellungen; allerdings gibt es zwischen impliziten und expliziten Einstellungen oft eine Diskrepanz.
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