Diplomarbeit, 2010
145 Seiten, Note: 2,3
1.0 Einleitung
2.0 Die Betriebliche Soziale Arbeit
2.1 Bedeutung der Betrieblichen Sozialen Arbeit im Unternehmen
2.1.1 Definition
2.1.2 Allgemeine Bedeutung und Aufgaben der Betrieblichen Sozialen Arbeit
2.1.3 Geschichtlicher Abriss
2.1.4 Rechtsgrundlagen der Betrieblichen Sozialen Arbeit
2.2 Die Anbindung der Betrieblichen Sozialen Arbeit im Unternehmen
2.2.1 Anbindung an die Personalabteilung
2.2.2 Anbindung an den Betriebsärztlichen Dienst
2.2.3 Anbindung an die Stabstelle der Geschäftsleitung
2.2.4 Anbindung an den Betriebsrat / Personalrat
2.3 Traditionelle Aufgabenfelder der Betrieblichen Sozialarbeit im Unternehmen
2.4 Problembereiche und Arbeitsmethoden in der Betrieblichen Sozialberatung
2.4.1 Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz
2.4.1.1 Definition
2.4.1.2 Die Entstehung und Merkmale psychischer Erkrankungen
2.4.1.3 Aktuelle Entwicklungen
2.4.1.4 Psychische Erkrankungen nach Geschlecht und Alter
2.4.1.5 Hintergründe für die steigende Arbeitsunfähigkeit aufgrund psychischer Erkrankungen
2.4.1.6 Diagnosegruppen von psychischen Erkrankungen und Anteil am Arbeitsunfähigkeitsvolumen
2.4.1.7 Zusammenhänge zwischen dem Wandel in der Arbeitswelt und psychischen Erkrankungen
2.4.1.8 Fazit
2.4.2 Alkohol in der Arbeitswelt
2.4.2.1 Entstehungsmodelle der Sucht
2.4.2.2 Verhaltensauffälligkeiten von Mitarbeitern mit Alkoholproblemen
2.4.2.3 Alkoholbedingte Leistungsbeeinträchtigungen und Folgen
2.4.2.4 Arbeitsrechtliche Konsequenzen
2.4.2.5 Betriebliche Maßnahmen
2.4.2.6 Fazit
2.4.3 Die Schuldnerberatung in der Betrieblichen Sozialen Arbeit
2.4.3.1 Gesetzliche Grundlagen
2.4.3.2 Merkmale öffentlicher und betrieblicher Schuldnerberatung
2.4.3.3 Die Beratung und Methoden der Hilfestellung
2.4.3.4 Fazit
2.5 Die berufliche Schweigepflicht für die Betriebliche Sozialberatung nach §203 Abs. 1 Strafgesetzbuch
3.0 Management
3.1 Die fünf Phasen der Management-Funktionen
3.2 Managementmodelle
3.2.1 Bürokratisches Managementmodell
3.2.2 Traditionelles Managementmodell
3.2.3 Komplexes Managementmodell
3.3 Kompetenzbereiche für Management in der Betrieblichen Sozialen Arbeit
4.0 Managementaufgaben in der Betrieblichen Sozialen Arbeit
4.1 Case-Management
4.1.1 Definition
4.1.2 Die vier Funktionen des Case Managements nach „Lowy“
4.1.3 Netzwerke der Betrieblichen Sozialen Arbeit
4.1.4 Perspektiven des Case Managements
4.1.5 Fazit
4.2 Personalmanagement
4.2.1 Definition
4.2.2 Die Personalentwicklung als Managementaufgabe
4.2.3 Die Personalbeschaffung
4.2.4 Die Personalfreisetzung
4.2.5 Folgen des demographischen Wandels für das Personalmanagement von mittelständischen Organisationen
4.2.6 Anforderungs- und Qualifikationsprofil von Mitarbeitern der Personalabteilung
4.2.7 Fazit
4.3 Das Betriebliche Eingliederungsmanagement im Sinne des § 84 Abs. 2 SGB IX
4.3.1 Definition
4.3.2 Persönlicher und sachlicher Anwendungsbereich der Norm
4.3.3 Ablaufschema des Betrieblichen Eingliederungsmanagements
4.3.4 Ziele des Betrieblichen Eingliederungsmanagements gem. § 84 Abs. 2 SGB IX
4.3.5 Die Pflicht des Arbeitgebers und die Folgen eines fehlenden Betrieblichen Eingliederungsmanagements gem. § 84 Abs. 2 SGB IX
4.3.6 Bedeutung und Fazit des Betrieblichen Eingliederungsmanagements gem. § 84 Abs. 2 SGB IX
5.0 Perspektiven und neue Aufgabenfelder Betrieblicher Sozialarbeit
6.0 Resümee
Ziel dieser Arbeit ist es, die Betriebliche Soziale Arbeit aus der Perspektive von Institutionen, Mitarbeitern und dem Berufsstand selbst zu beleuchten. Dabei werden die Definition und Bedeutung dieses Feldes untersucht sowie moderne Managementkompetenzen und zukünftige Handlungsfelder analysiert, um eine Brücke zwischen wirtschaftlichen Anforderungen und sozialpädagogischer Unterstützung zu schlagen.
2.4.1 Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz
Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz gehören zu den häufigsten und kostenintensivsten Erkrankungen. Ihre Zahl steigt. Somit stellen psychisch erkrankte Mitarbeiter im Betrieb eine besondere Belastung an ihr Arbeitsumfeld und sind gleichzeitig aufgrund der vielen Krankheitstage ein hoher Kostenfaktor für das Unternehmen. Bis zum Ausbruch der Symptome haben die Betroffenen ihre Aufgaben im Unternehmen meist zur Zufriedenheit aller ausgeführt und waren anerkannte Kollegen. Ihre Verhaltensveränderungen werden durch Kollegen meist irritierend wahrgenommen, und es wird versucht, sie mit Mitteln der kollegialen Kommunikation zu beheben. Häufig führt dieses aber zu einem erheblichen Widerstand durch die Betroffenen, da diese selber nicht mehr erkennen können, dass ihre eigene Wahrnehmung nicht mehr der Realität entspricht. In solchen Fällen wird die Betriebliche Sozialberatung eingeschaltet, um die Kollegen des Betroffenen zu entlasten und um den Erkrankten zu helfen. Es beginnt eine lange und mühselige Arbeit mit dem Betroffenen, seinem Umfeld und den Vorgesetzten, um herauszufinden, wie und wo der Erkrankte seinem Arbeitsvertrag nachkommen kann und welche externe oder interne Unterstützung er benötigt.
Dieses wird, durch das Betriebliche Eingliederungsmanagement erzielt, wo die Betriebliche Sozialberatung als „Case Manager“ tätig wird. Eine genaue Definition und Vorgehensweisen des „Case Managements“ finden wir im weiteren Verlauf dieser Arbeit. Die folgende Ausarbeitung zum Thema Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz bezieht sich auf den Gesundheitsreport 2005 der „Deutschen-Angestellten-Krankenkasse (DAK)“, in dem interne Studien über Hintergründe und Entwicklungen der Erkrankung sowie das Auftreten bei Beschäftigten nach Alter und Geschlecht ermittelt wurden. Des Weiteren sollen zukünftige Perspektiven und Ursachen für Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz mit Bezug zur Betrieblichen Sozialen Arbeit, Teil dieser Ausarbeitung sein.
1.0 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die historische Entstehung der Betrieblichen Sozialen Arbeit im Kontext der Industrialisierung und leitet die aktuelle Notwendigkeit eines professionellen Managements zur Verbindung von wirtschaftlichen Faktoren und sozialem Wohlbefinden ein.
2.0 Die Betriebliche Soziale Arbeit: Dieses Kapitel definiert die Aufgabenbereiche der Betrieblichen Sozialen Arbeit, ihre organisatorische Anbindung an Unternehmensstrukturen und analysiert tiefgreifend Problemfelder wie psychische Erkrankungen, Suchtproblematiken und Schuldnerberatung.
3.0 Management: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Managements, unterteilt in institutionelle und funktionale Ansätze, und diskutiert verschiedene Managementmodelle sowie die erforderlichen Kompetenzbereiche für Sozialarbeiter im betrieblichen Kontext.
4.0 Managementaufgaben in der Betrieblichen Sozialen Arbeit: Hier werden konkrete Methoden wie Case-Management, Personalmanagement und das gesetzlich verankerte Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) als zentrale Aufgabenfelder der Betrieblichen Sozialen Arbeit vorgestellt.
5.0 Perspektiven und neue Aufgabenfelder Betrieblicher Sozialarbeit: Dieses Kapitel blickt auf die zukünftige Entwicklung des Berufsfeldes, insbesondere im Hinblick auf neue wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen sowie die Bedeutung von Gesundheitsmanagement und Familienfreundlichkeit.
6.0 Resümee: Das Resümee fasst die Entwicklung der Betrieblichen Sozialen Arbeit zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, sich durch Professionalisierung und offensive Öffentlichkeitsarbeit als unentbehrlicher Akteur in Unternehmen zu etablieren.
Betriebliche Soziale Arbeit, Sozialmanagement, Case-Management, Personalmanagement, Psychische Erkrankungen, Betriebliches Eingliederungsmanagement, Suchtberatung, Schuldnerberatung, Betrieblicher Sozialarbeiter, Gesundheitsmanagement, Arbeitsunfähigkeit, Arbeitsrecht, Stressprävention, Unternehmenskultur, Kompetenzprofile
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und den Aufgaben der Betrieblichen Sozialen Arbeit in wirtschaftlichen Unternehmen, wobei insbesondere die Professionalisierung des Berufsfeldes und neue Managementaufgaben im Vordergrund stehen.
Zentrale Themenfelder umfassen die betriebliche Sozialberatung bei psychischen Erkrankungen und Suchtproblematiken, das Management von Personalressourcen sowie die rechtlichen und praktischen Anforderungen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements.
Das Ziel ist es, die Betriebliche Soziale Arbeit als einen lohnenden und ökonomisch bedeutsamen Faktor für Unternehmen darzustellen, indem neue Kompetenzen, Arbeitsmethoden und Perspektiven für diesen Berufsstand aufgezeigt werden.
Neben einer fundierten theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur und Gesetzesgrundlagen (wie SGB IX) stützt sich die Arbeit auf Expertenbefragungen und Analysen von Gesundheitsberichten, um die Relevanz der dargestellten Problemfelder zu untermauern.
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Bearbeitung von Beratungsthemen wie Sucht und psychische Gesundheit, die theoretische Einordnung von Managementbegriffen und die detaillierte Darstellung von Managementaufgaben wie Case-Management und Personalwesen.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Betriebliche Sozialarbeit, Sozialmanagement, Case-Management, psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz, Personalmanagement und Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM).
Das BEM nach § 84 Abs. 2 SGB IX stellt eine zentrale gesetzliche Aufgabe dar, bei der die Betriebliche Soziale Arbeit durch ihre Expertise in der Fallführung und Koordination entscheidend dazu beitragen kann, Arbeitsplätze trotz gesundheitlicher Einschränkungen zu erhalten.
Aufgrund des demographischen Wandels und einer alternden Belegschaft steigen gesundheitliche Anforderungen und die Notwendigkeit von Präventions- und Integrationsmaßnahmen, was neue Managementkompetenzen von Sozialarbeitern erfordert.
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