Bachelorarbeit, 2010
48 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Bedeutung von Social Media für das Personalrekruting
2.1 Charakterisierung des Begriffs „Social Media“
2.2 Soziale Netzwerke
2.3 Bedeutung der Sozialen Netzwerke für die Personalarbeit
2.4 Facebook als Rekruting-Plattform
2.5 Empfehlungsmarketing
3. Signaling-Theorie und Hypothesen
4. Methodologie
4.1 Stichprobe
4.2 Operationalisierung
4.3 Statistische Methode
5. Ergebnisse der Studie
6. Schlussfolgerung
6.1 Diskussion der Ergebnisse
6.2 Implikationen
6.3 Limitation
6.4 Ausblick für zukünftige Forschungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Signalwirkung verschiedener Unternehmensfaktoren wie Größe, Reputation und Informationsmenge auf den Erfolg von Unternehmens-Karriereseiten auf Facebook, wobei die Anzahl der Fans als zentrale Erfolgsgröße dient. Zudem wird analysiert, inwieweit die Anzahl von Gruppen und deren Mitgliedern als Mediatoren fungieren und ob die Unternehmensreputation den Einfluss der Informationsmenge moderiert.
3. Signaling-Theorie und Hypothesen
Die Signaling-Theorie ist eine vielfach verwendete theoretische Strömung, um Wirkungszusammenhänge im Bereich Rekrutierung und Personalmarketing zu erklären (vgl. bspw. Rynes, Bretz & Gerhart, 1991; Rynes & Miller, 1983; Spence, 1973; Turban & Greening; 1997). Besonderes Augenmerk wird dabei auf das Überwinden von Informationsasymmetrien und die dazu verwendeten Signale gelegt. Spence (1973) unterstellt Informationsasymmetrien zwischen dem Arbeitgeber und den potentiellen Bewerbern. Das Ungleichgewicht des Informationsvolumens zwischen beiden Parteien entsteht dadurch, dass eine Partei mehr Informationen besitzt als die andere (vgl. Spence, 1973: 356).
Allen, Matho und Otondo (2007) beschreiben Informationen als die erste Stufe im Rekrutierungsprozess. Unternehmen sollten daher Informationen für potentielle Bewerber bereitstellen, welche von ihnen als Signale wahrgenommen werden. Signale können aus job oder unternehmensspezifischen Informationen bestehen. Durch das Senden eines Signals wird die Unsicherheit der potentiellen Bewerber reduziert und beeinflusst positiv das Interesse am Unternehmen (vgl. Allen et al., 2007: 1696 ff.). Ist beispielsweise eine Unternehmens Website gut strukturiert, organisiert und freundlich aufgebaut, so schließen Besucher dieser Website daraus, dass das Unternehmen gut organisiert ist und ein überwiegend freundliches Arbeitsklima im Unternehmen existiert (vgl. Braddy et al., 2006: 528). Somit werden Rückschlüsse von äußeren beobachtbaren Faktoren auf das Unternehmen gezogen und wirken positiv auf das Interesse der potentiellen Bewerber. Das Unternehmen bekommt eine höhere Gewichtung vom potentiellen Bewerber zugeteilt als Unternehmen, deren Website weniger gut strukturiert ist. Dieser Effekt resultiert daraus, dass die Website von potentiellen Bewerbern als Vertreter der Organisation nach außen angesehen wird (vgl. Rynes & Miller; 1983: 148).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Social Media für das Personalrecruiting ein und definiert das Ziel der Studie, Unternehmensfaktoren auf den Erfolg von Facebook-Karriereseiten zu untersuchen.
2. Bedeutung von Social Media für das Personalrekruting: In diesem Kapitel werden Grundlagen von Social Media erläutert und die spezifische Eignung von Facebook als Plattform für das Personalmarketing und Rekrutierung aufgezeigt.
3. Signaling-Theorie und Hypothesen: Es wird die Signaling-Theorie als theoretisches Fundament herangezogen, um Hypothesen über den Einfluss von Unternehmensmerkmalen auf die Attraktivität als Arbeitgeber auf Facebook aufzustellen.
4. Methodologie: Dieser Teil beschreibt das Forschungsdesign, inklusive der Datenerhebung von 500 internationalen Unternehmen sowie der statistischen Methoden (Pfadanalyse und moderierte lineare Regression).
5. Ergebnisse der Studie: Hier werden die empirischen Befunde der Pfadanalyse und Regressionsrechnung dargestellt, welche die aufgestellten Hypothesen zu den Erfolgsfaktoren von Karriereseiten weitgehend bestätigen.
6. Schlussfolgerung: Das Abschlusskapitel diskutiert die Ergebnisse im theoretischen Kontext, zieht praktische Implikationen für Unternehmen und beleuchtet Limitationen sowie zukünftige Forschungsansätze.
Social Media, Personalrecruiting, Facebook, Signaling-Theorie, Arbeitgeberattraktivität, Unternehmensreputation, Empfehlungsmarketing, Karriereseite, Unternehmensgröße, B2C, B2B, Pfadanalyse, moderierte lineare Regression, Informationsmenge, Rekrutierungsprozess.
Die Arbeit analysiert die Faktoren, die den Erfolg einer Unternehmens-Karriereseite auf der Plattform Facebook beeinflussen, wobei der Fokus auf der Signalwirkung dieser Faktoren auf potenzielle Bewerber liegt.
Die zentralen Themen sind Personalmarketing und Personalrecruiting in Sozialen Netzwerken, angewandt auf die Signaling-Theorie und empirisch untersucht anhand von Daten der "Fortune Global 500"-Unternehmen.
Ziel ist es zu bestimmen, wie verschiedene Unternehmensmerkmale die Fananzahl auf Facebook-Karriereseiten beeinflussen und ob Mediatoren oder Moderatoren diese Beziehung verändern.
Die Autorin verwendet eine Pfadanalyse zur Untersuchung der Wirkungszusammenhänge sowie eine moderierte lineare Regressionsanalyse (MRL) zur Überprüfung des Moderatoreffekts der Reputation.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Hypothesen auf Basis der Signaling-Theorie, die Beschreibung des methodischen Vorgehens und die detaillierte Präsentation sowie Interpretation der empirischen Ergebnisse.
Die wichtigsten Schlagworte sind Social Media Recruiting, Signaling-Theorie, Facebook-Karriereseite, Unternehmensreputation und Empfehlungsmarketing.
Sie dient dazu, das Verhalten von potenziellen Bewerbern zu erklären, die auf Basis beobachtbarer Signale (z.B. Unternehmensgröße, Informationsmenge) auf Facebook Rückschlüsse auf die Qualität eines Arbeitgebers ziehen.
Die Studie zeigt, dass eine hohe Informationsmenge besonders bei Unternehmen mit geringer Reputation essenziell ist, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, während sie bei Unternehmen mit bereits hoher Reputation kaum einen zusätzlichen Effekt erzielt.
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