Diplomarbeit, 2009
136 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Ökonomische Fundierung der Netzregulierung
2.1 Regulierungsbedarf in Netzindustrien
2.2 Regulierungsbedarf im deutschen Strom- und Gassektor
2.3 Ziele der Netzregulierung
2.4 Methoden der Netzentgeltregulierung
2.4.1 Kostenorientierte Regulierung
2.4.2 Investitionsanreize bei kostenorientierter Regulierung
2.4.3 Anreizorientierte Regulierung
2.4.3.1 Preisobergrenze (Price-Cap)
2.4.3.2 Erlösobergrenze (Revenue-Cap)
2.4.3.3 Vergleichswettbewerb (Yardstick-Competition)
2.4.4 Investitionsanreize bei anreizorientierter Regulierung
3. Darstellung der Anreizregulierung im deutschen Strom- und Gassektor
3.1 Regulierungsinstanz
3.2 Konzept der Anreizregulierung
3.2.1 Ausgangsniveau zur Bestimmung der Erlösobergrenze
3.2.2 Effizienzvergleich
3.2.3 Regulierungsformel
3.2.4 Berücksichtigung von Investitionen während der Regulierungsperiode
3.2.4.1 Erweiterungsfaktor
3.2.4.2 Investitionsbudgets
3.2.4.3 pauschalierter Investitionszuschlag
4. Auswirkungen der Anreizregulierung auf die Rentabilität von Netzinvestitionen
4.1 Gesetzlich vorgegebene Kapitalverzinsung im Netzbereich
4.1.1 Relevanz der Kapitalverzinsung
4.1.2 Determinanten der Kapitalverzinsung
4.1.2.1 Berücksichtigung der Inflation
4.1.2.2 Berücksichtigung von Ertragssteuern
4.1.2.3 Berücksichtigung der Risiken von Netzbetreibern
4.1.3 Ermittlung der Eigenkapitalzinssätze durch die BNetzA
4.1.4 Ermittlung des Fremdkapitalzinssatzes durch die BNetzA
4.1.5 Kapitalkosten auf Basis der gesetzlich vorgegebenen Kapitalverzinsung
4.2 Effektive Kapitalverzinsung im Netzbereich
4.2.1 Investitionstheoretische Grundlagen
4.2.2 Übergreifende Prämissen
4.2.3 Szenariobeschreibung
4.2.4 Ergebnisse
4.2.4.1 Idealfall
4.2.4.2 Basisszenario 1
4.2.4.3 Basisszenario 2
4.2.5 Schlussfolgerungen
5. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Anreizregulierung auf die Rentabilität von Netzinvestitionen im deutschen Strom- und Gassektor. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, ob es einem Netzbetreiber unter den aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen möglich ist, eine angemessene Rendite auf notwendige Infrastrukturinvestitionen zu erwirtschaften.
2.4.3.1 Preisobergrenze (Price-Cap)
Die Preisobergrenzenregulierung wurde erstmals 1984 durch Littlechild im Rahmen der Regulierung von British Telecom bekannt. Dabei wird zu Beginn jeder Regulierungsperiode eine Preisobergrenze (Einzelpreis bzw. ein gewichteter Durchschnittspreis für einen Produktkorb) festgesetzt und jährlich um den Faktor RPI – X angepasst, wobei RPI die Veränderung des Verbraucherpreisindexes (Inflation) und X eine Zielvorgabe des Regulierers hinsichtlich der Produktivitätssteigerung widerspiegelt. Übertrifft der Netzbetreiber diese Produktivitätsvorgabe, verbleiben ihm die daraus resultierenden Gewinne während der Regulierungsperiode, deren Länge (i.d.R. 3 - 5 Jahre) somit von wesentlicher Bedeutung für den Effizienzanreiz ist. Die Anpassungsformel enthält zudem in der Praxis häufig einen Korrekturfaktor Z (sog. hybrides Element), wodurch Kosten oder Gewinne aus unerwarteten Ereignissen während der Regulierungsperiode direkt an die Kunden weitergereicht werden und somit das unternehmerische Risiko gemindert wird. Nach Ablauf einer Regulierungsperiode werden von der Regulierungsbehörde neue Preisobergrenzen bestimmt, die auf dem aktuellen Kostenniveau des Netzbetreibers basieren. Dadurch werden die Kunden an den Effizienzgewinnen der Vorperiode beteiligt.
1. Einführung: Darstellung der Liberalisierungsprozesse auf europäischen Energiemärkten und Einleitung in die Problematik der Netzentgeltregulierung sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Ökonomische Fundierung der Netzregulierung: Theoretische Herleitung des Regulierungsbedarfs durch natürliche Monopole und Vorstellung von Kosten- sowie Anreizregulierungsansätzen.
3. Darstellung der Anreizregulierung im deutschen Strom- und Gassektor: Detaillierte Erläuterung der institutionellen Rahmenbedingungen, des Effizienzvergleichs und der spezifischen Instrumente der Anreizregulierung in Deutschland.
4. Auswirkungen der Anreizregulierung auf die Rentabilität von Netzinvestitionen: Analytische Untersuchung der Kapitalverzinsungsmethodik sowie Szenarioanalyse der Auswirkungen auf die Rendite von Neuinvestitionen.
5. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur Rentabilität unter den neuen Rahmenbedingungen und kritische Würdigung der Investitionsanreize.
Anreizregulierung, Netzinvestitionen, Stromsektor, Gassektor, Kapitalkosten, Eigenkapitalverzinsung, Fremdkapitalverzinsung, ARegV, StromNEV, GasNEV, Bundesnetzagentur, Erlösobergrenze, Effizienzvergleich, Investitionsbudget, Versorgungssicherheit
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Auswirkungen der Anreizregulierung im deutschen Strom- und Gassektor auf die Rentabilität von Netzinvestitionen.
Die Arbeit behandelt die ökonomischen Grundlagen der Netzregulierung, die spezifische Ausgestaltung des deutschen Anreizregulierungssystems sowie die finanzmathematische Bewertung von Netzinvestitionen.
Das Ziel ist die analytische Betrachtung, ob Netzbetreiber unter den aktuellen Verordnungen (ARegV, StromNEV, GasNEV) eine angemessene Rendite auf ihre Netzinvestitionen erwirtschaften können.
Neben einer ökonomischen Theorieanalyse wird ein dynamisches Investitionsrechenmodell verwendet, um Szenarien zur Renditeentwicklung zu simulieren und zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Regulierungsmechanismen und eine umfangreiche Analyse der Kapitalverzinsungsdeterminanten sowie der effektiven Kapitalrenditen in verschiedenen Investitionsszenarien.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Anreizregulierung, Netzinvestitionen, Erlösobergrenze, Kapitalkosten, WACC, BNetzA und Investitionsbudget geprägt.
Die Mittelwertbildung führt dazu, dass das Eigenkapital während der Bauphase nur zur Hälfte verzinst wird, was sich negativ auf die Barwertberechnung der Investitionsrendite auswirkt.
Dies liegt primär an der zeitlichen Verschiebung des Basisjahres und der unterschiedlichen Handhabung von Anlagen im Bau, die zu einem deutlich längeren Zeitverzug beim Erlösrückfluss führen.
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