Diplomarbeit, 2010
130 Seiten, Note: 1,4
1 Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Ziele der Diplomarbeit
2 Grundlagen
2.1 Das Rechenzentrum und seine Infrastruktur
2.1.1 Empfehlungen, Normen und Richtlinien
2.1.2 Roh- und Innenausbau
2.1.3 Die Stromversorgung
2.1.3.1 Elektrische Energieversorgung
2.1.3.2 Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV)
2.1.4 Sicherheits- und Brandmeldetechnik
2.2 IT-Technik
2.2.1 Serverschrank
2.2.2 Leistungsverbrauch der IT-Infrastruktur
2.2.3 Server
2.2.4 Storage
2.2.5 Network
2.2.6 Thin-Clients
2.3 Einsparpotentiale im Rechenzentrum
2.3.1 Klima- und Lüftungsanlage
2.3.2 Optimierung auf der IT-Ebene
2.3.2.1 Leistungsfähigere IT
2.3.2.2 Virtualisierung
2.3.2.3 Cloud Computing
2.3.2.4 Power Capping
3 Managementsysteme der IT
3.1 Kapitelaufbau
3.2 Konfigurationssoftware für die EDV-Ausstattung
3.2.1 Die Funktionalität des Programms
3.2.2 Begriffserklärung zu den Programmparametern
3.2.3 Vorstellung der drei unterschiedlichen Tools von HP
3.2.4 Praxisbeispiel anhand des HP Power Calculators
3.2.5 SPECpower_ssj2008
3.2.6 Weitere Konfigurationsprogramme
3.3 Integriertes Systemmonitoring
3.3.1 Funktionsbeschreibung
3.3.2 Herstellerabhängige Überwachung der Server
3.4 Energieüberwachungssysteme
3.4.1 Allgemeine Beschreibung
3.4.2 Messstellenverteilung
3.4.3 Vorstellung der Messgeräte nach Messstellen
3.5 Management-Software
3.5.1 Konzepte und Anforderungen
3.5.2 Kurzvorstellung ausgewählter Management-Software
3.5.3 Merkmalübersicht
4 Bewertung bestehender Messsysteme
4.1 Gegenüberstellung
4.2 Kostenvergleich für ein Demorechenzentrum
5 Lösung zur Optimierung des Energiebedarfs
5.1 Allgemeine Vorgaben des Rechenzentrums
5.2 Analyse aus klimatechnischer Sicht
5.3 Möglichkeiten der Luftmengenanpassung
6 Zusammenfassung
6.1 Allgemeine Schlussfolgerung aus der Arbeit
Diese Arbeit zielt darauf ab, bestehende Messsysteme zur Erfassung des Energieverbrauchs in Rechenzentren zu identifizieren und einer fachlichen sowie wirtschaftlichen Bewertung zu unterziehen. Durch die Analyse der Ist-Situation und den Einsatz geeigneter Überwachungstechnologien sollen konkrete Optimierungslösungen für den Energiebedarf, insbesondere unter klimatechnischen Aspekten, abgeleitet und implementiert werden.
2.1.1 Empfehlungen, Normen und Richtlinien
Zahlreiche Empfehlungen, Normen und Richtlinien unterstützen den Ingenieur bei der Planung und Umsetzung von Rechenzentren. Eine Auswahl hierüber gibt die untere Übersicht:
I. Kriterien für die Verfügbarkeit und Sicherheit
• TIA-942 (Telecommunications Infrastructure Standard for Data Centers) herausgegeben von Uptime Institute: Die Komponenten von TIA-942 sind: Flächenaufteilung und RZ Layout, Kabelführung, mehrstufige Sicherheit und Verfügbarkeit
• BSI (Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik): Hochverfügbarkeitskompendium 2009 mit sechs Stufen
II. Parameter für die Energieeffizienz
• TÜV Rheinland: Kriterienkatalog zum Nachweis eines energieeffizienten Rechenzentrums. Es wird darauf geprüft, ob geeignete Instrumente zum Analysieren und Überwachen vorhanden sind und ob der festgelegte Energieeffizienzgrad erreicht worden ist.
• EU (Europäische Union) – Code of Conduct on Data Centers Energy Efficiency V1.0.; ist darauf ausgerichtet, den Energiehaushalt durch das Monitoring und Einsatz effizienter Infrastruktur in Rechenzentren zu senken
III. Klima- und Lüftungstechnik
• Ashrae (American Society of Heating, Refrigerating and Air-Conditioning Engineers) ist ein Berufsverband in den USA. Es veröffentlicht unter anderem auch Normen und Richtlinien im Bereich Klimatechnik, auf die in Bauordnungen Bezug genommen wird
• VDI (Verein Deutscher Ingenieure) 2054: enthält Empfehlungen, die beim Erstellen von raumlufttechnischen Anlagen für die Datenverarbeitungsräume zu beachten sind
Zu Punkt I: Die Verfügbarkeit eines Rechenzentrums ist als äußerst wichtig einzustufen, da ein Server bereits nach 30 ms ohne Strom ausfällt. Jede Ausgefallstunde kostet den RZ-Betreibern, je nach Branche, bis zu 400.000 US-Dollar (AMR Research Schätzung). Die Verfügbarkeit lässt sich anhand der Zeit, in der ein System tatsächlich betriebsbereit ist, mit der Gleichung (2.2) berechnen.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den steigenden Energieverbrauch in Rechenzentren sowie die Notwendigkeit von Messsystemen zur Kostensenkung.
2 Grundlagen: Hier werden die essenziellen Komponenten eines Rechenzentrums, von der Stromversorgung bis zur Klimatechnik, sowie aktuelle Einsparpotenziale dargestellt.
3 Managementsysteme der IT: Dieses Kapitel detailliert Konfigurationssoftware, Systemmonitoring und spezifische Energieüberwachungssysteme für die IT-Infrastruktur.
4 Bewertung bestehender Messsysteme: Eine vergleichende Analyse der vorgestellten Messsysteme hinsichtlich ihrer Funktionalität, Genauigkeit und Wirtschaftlichkeit wird hier durchgeführt.
5 Lösung zur Optimierung des Energiebedarfs: Basierend auf einem Demorechenzentrum werden konkrete Möglichkeiten zur Luftmengenanpassung und energieeffizienten Kühlung erarbeitet.
6 Zusammenfassung: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Notwendigkeit präziser Messdaten und Optimierungsprozesse zur Steigerung der Energieeffizienz zusammen.
Energiemonitoring, Rechenzentrum, IT-Infrastruktur, Energieeffizienz, Power Usage Effectiveness (PUE), Klimatechnik, Servervirtualisierung, Power Capping, IPMI, Messsysteme, Lastmanagement, Luftvolumenstrom, Betriebskosten, Nachhaltigkeit, Konfigurationssoftware
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse, Überwachung und Optimierung des Energieverbrauchs in Rechenzentren durch den gezielten Einsatz von Monitoring-Systemen.
Die Arbeit behandelt die Infrastruktur von Rechenzentren, IT-Konfigurationstools, Energiemessstellen, Management-Software sowie klimatechnische Optimierungsmaßnahmen.
Das Ziel ist es, auf dem Markt verfügbare Messsysteme zu identifizieren, diese fachlich zu bewerten und basierend darauf Optimierungslösungen zur Senkung des Energiebedarfs zu erarbeiten.
Es werden Literaturanalysen, der Vergleich technischer Spezifikationen, eigene Praxistests an Serverhardware sowie Wirtschaftlichkeitsberechnungen für verschiedene Szenarien angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Rechenzentrumsbetriebs, die detaillierte Vorstellung und Bewertung verschiedener Hard- und Softwarelösungen zum Monitoring sowie ein konkretes Fallbeispiel zur Optimierung.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Energiemonitoring, PUE-Wert, IT-Virtualisierung, Power Capping, klimatechnische Effizienz und Messstellenverteilung.
Das Basic Power Capping agiert langsamer (Intervall alle 5-30 Sekunden) und wird über das System-BIOS gesteuert, während Dynamic Power Capping durch eine direkte Hardware-Verbindung zum Prozessor extrem schnell (<0,5 Sekunden) reagieren kann.
Durch die bauliche Abschottung wird die Vermischung von warmer Abluft und kühler Zuluft verhindert, was eine deutlich effizientere Kühlung der IT-Geräte ermöglicht und die Energieaufnahme der Klimaanlagen reduziert.
IPMI ermöglicht den Fernzugriff auf Serverdaten wie Temperatur und Spannung sowie deren Steuerung, selbst wenn das Betriebssystem abgestürzt ist oder der Server ausgeschaltet wurde.
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