Bachelorarbeit, 2024
53 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung, Fragestellung und Zielsetzung
1.1. Ziel der Arbeit
1.2. Methodisches Vorgehen
2. Grundlagen
2.1. Wohnungsnotfall und Wohnungslosigkeit
2.2. Lebenslagen wohnungsloser Menschen in Deutschland
2.2.1. Zahlen
2.2.2. Alter und Geschlecht
2.2.3. Staatsangehörigkeit und Migration
2.2.4. Gesundheitszustand
2.2.5. Einkommen
2.3. Ursachen für Wohnungslosigkeit
3. Psychische Erkrankung und Wohnungslosigkeit
3.1. Aktueller Forschungsstand
3.2. Lebenslagen psychisch erkrankter Wohnungsloser
3.3. Häufigste Erkrankungen
3.3.1. Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen (F10- F19)
3.3.2. Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen (F40-F48)
3.3.3. Affektive Störungen (F30-F39)
4. Hilfesystem
4.1. Bei (drohender) Wohnungslosigkeit
4.2. Bei psychischer Erkrankung
4.3. Probleme bei der Kooperation der Hilfesysteme
5. Zusammenfassung
6. Handlungsempfehlungen
Die Thesis zielt darauf ab, die bestehende Unterversorgung psychisch kranker Menschen in der Wohnungslosenhilfe theoretisch aufzuarbeiten und daraus Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit abzuleiten, um die Lebenslagen der Betroffenen nachhaltig zu verbessern.
1.1. Ziel der Arbeit
“Eine Wohnung gilt [weiterhin] als eine wesentliche Voraussetzung der gesellschaftli chen Teilhabe und der Existenzsicherung.” (Güntner; Harner, 2021, S.236). Wohnungs losigkeit ist eine der größten Problemlagen in Deutschland. Begibt man sich in die Nähe eines Bahnhofes einer Großstadt in Deutschland, begegnet man fast zwangsläufig woh nungslosen Menschen. Diese sind nicht Teil der Gesellschaft, sie werden aus verschie denen Teilsystemen, wie beispielsweise dem Arbeitssystem, ausgeschlossen und in ih ren Teilhabemöglichkeiten eingeschränkt. Sie erfahren Vorurteile und Stigmatisierungs prozesse, sie werden von anderen als unangenehm oder arbeitsscheu bezeichnet (vgl. Gerull, 2018a, S. 31f). Eine Teilgruppe der Wohnungslosen, die psychisch erkrankten, fällt besonders auf, beispielsweise da sie alkoholisiert wirken oder ihr Verhalten auffällig ist. Wohnungslose Menschen weisen im Vergleich zu der Allgemeinbevölkerung eine erhöhte Prävalenz psychischer Erkrankungen auf, jedoch sind die Zusammenhänge zwi schen Wohnungslosigkeit und psychischer Erkrankung nicht abschließend erforscht (vgl. Knörle u.a., 2022, S. 677f, Trabert, 2016, S. 110f).
Auch im Rahmen ihrer Tätigkeit in einer Einrichtung der stationären Wohnungslosenhilfe nach §§ 67 ff SGB XII stellte die Verfasserin fest, dass viele der wohnungslosen Men schen, die zum Aufnahmegespräch in die Einrichtung kommen, an einer psychischen Erkrankung leiden oder psychische Auffälligkeiten in ihrem Verhalten aufweisen. Beson ders bemerkenswert hierbei ist, dass diese Menschen sehr selten medizinische oder psychiatrische Versorgungsangebote aufsuchen.
1. Einleitung, Fragestellung und Zielsetzung: Hier werden die Problemstellung, der Anlass der Thesis und das methodische Vorgehen (Literaturanalyse) definiert.
2. Grundlagen: Dieses Kapitel klärt Fachbegriffe wie Wohnungslosigkeit und Wohnungsnotfall und beleuchtet die prekären Lebenslagen wohnungsloser Menschen in Deutschland sowie die Ursachen für Wohnungsverlust.
3. Psychische Erkrankung und Wohnungslosigkeit: Dieser Teil analysiert den Forschungsstand, die Lebenslagen psychisch erkrankter Wohnungsloser und die häufigsten Krankheitsbilder wie Suchterkrankungen, Angststörungen und affektive Störungen.
4. Hilfesystem: Das Kapitel bietet einen Überblick über die bestehende Wohnungsnotfallhilfe und das Hilfesystem für psychisch Kranke sowie die daraus resultierenden Schnittstellenprobleme.
5. Zusammenfassung: Dieses Kapitel resümiert die multikausalen Zusammenhänge und die bestehende Unterversorgung der Zielgruppe.
6. Handlungsempfehlungen: Hier werden konkrete Maßnahmen für die Soziale Arbeit vorgeschlagen, insbesondere im Bereich der Prävention und der verbesserten Inklusion durch Ansätze wie Housing First.
Wohnungslosigkeit, Obdachlosigkeit, Soziale Arbeit, Psychische Erkrankung, Wohnungsnotfallhilfe, Eingliederungshilfe, Suchterkrankung, Housing First, Teilhabe, Stigmatisierung, Prävention, Lebenslagen, Wohnungssicherung, Doppeldiagnose, soziale Ausgrenzung
Die Thesis befasst sich mit der Problemlage wohnungsloser Menschen, die zusätzlich an psychischen Erkrankungen leiden, und beleuchtet die mangelnde Versorgung dieser Zielgruppe.
Die Untersuchung umfasst die Lebenslagen Wohnungsloser, die Genese von Wohnungslosigkeit, diagnostische Schwerpunkte psychischer Störungen und die Strukturen der Hilfesysteme.
Ziel ist es, die Verbindung zwischen Wohnungslosigkeit und psychischer Krankheit zu verstehen und Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit zu formulieren, um die Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern.
Die Autorin stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse aktueller Fachpublikationen und statistischer Berichte.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, häufige Krankheitsbilder, bestehende Hilfsinstitutionen und die Kooperationsprobleme zwischen den verschiedenen Systemen.
Wesentliche Begriffe sind Wohnungslosigkeit, psychische Erkrankung, Soziale Arbeit, Teilhabe, Housing First und Hilfesysteme.
Erhebliche Barrieren wie Scham, Stigmatisierung, fehlendes Vertrauen und komplexe Zugangsbedingungen erschweren den Weg in das Gesundheitssystem.
Statt das Wohnen an Bedingungen (wie Abstinenz) zu knüpfen, bietet "Housing First" präferenzorientierte Wohnungsangebote ohne Vorbedingungen an, um Stabilität als Basis für weitere Hilfen zu schaffen.
Die Soziale Arbeit fungiert als Vermittler zwischen Klienten, Jobcentern und Vermietern, um drohenden Wohnraumverlust durch frühzeitige Intervention und Schuldentilgung abzuwenden.
Es beschreibt das gleichzeitige Bestehen einer Suchterkrankung und einer weiteren psychischen Störung, was die Inanspruchnahme modular aufgebauter Hilfesysteme oft massiv erschwert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

