Bachelorarbeit, 2010
85 Seiten, Note: 1,2
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Grundlagen der modernen Portfoliotheorie
2.1 Die Portfolio-Selection-Theorie von Markowitz
2.1.1 Entstehung und Bedeutung der Theorie
2.1.2 Annahmen im Portfoliomodell nach Markowitz
2.1.3 Korrelation
2.1.4 Aspekte der Diversifikation
2.1.5 Effiziente Portfolios
2.2 Informationseffizienz
2.3 Kapitalmarktanomalien und Erklärungsversuche
3. Alternative Investments
3.1 Abgrenzung von Alternativen Investments zu traditionellen Anlageformen
3.2 Klassifizierung alternativer Investments
4. Hedgefonds
4.1 Definition und Merkmale von Hedgefonds
4.2 Instrumente
4.3 Hedgefondsstrategien
4.3.1 Kategorisierung und Überblick
4.3.2 Aktuelle Marktstruktur
4.3.3 Marktneutrale Strategien
4.3.3.1 Convertible Arbitrage
4.3.3.2 Fixed Income Arbitrage
4.3.3.3 Equity Market Neutral
4.3.4 Event Driven Strategien
4.3.4.1 Distressed Securities
4.3.4.2 Risk Arbitrage
4.3.5 Opportunistische Strategien
4.3.5.1 Global Macro
4.3.5.2 Dedicated Short Bias
4.3.5.3 Emerging Markets
4.3.5.4 Long/Short Equity
4.4 Investitionsmöglichkeiten für Privatanleger
4.4.1 Direkte Anlage
4.4.2 Indirekte Investitionsmöglichkeiten
4.4.2.1 Dachhedgefonds
4.4.2.2 Exchange Traded Funds
4.4.2.3 Zertifikate
4.5 Motivation eines Privatanlegers zur Investition in Hedgefonds
4.6 Aktuelle Situation der Hedgefondsbranche
5. Empirische Untersuchung
5.1 Ablauf der Untersuchung
5.2 Wertentwicklung
5.3 Schiefe und Kurtosis
5.4 Erwartete Renditen, Standardabweichungen und Korrelationen
5.5 Effizienzlinien
5.6 Minimum-Varianz-Portfolio
5.7 Maximum-Sharpe-Ratio-Portfolio
5.8 Value at Risk
5.9 Kritische Betrachtung der Analyse
6. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob und inwieweit Hedgefonds als Beimischung in einem aus traditionellen Investments bestehenden Portfolio zur Optimierung nach dem Rendite-Risiko-Prinzip beitragen können, insbesondere durch eine Verschiebung der Effizienzlinie.
4.1 Definition und Merkmale von Hedgefonds
Wörtlich betrachtet ist der Begriff Hedgefonds widersprüchlich, da Sicherungsgeschäfte (Hedging) nicht den Fokus dieser Assetklasse repräsentieren. Im Vordergrund stehen vielmehr unterschiedliche Strategien, bei denen bestimmte Risiken absichtlich eingegangen werden. Daher werden Hedgefonds auch häufig als Risikofonds bezeichnet.
Eine allgemeingültige Legaldefinition für den Begriff Hedgefonds existiert derzeit nicht. In der Literatur findet man jedoch sehr viele unterschiedliche Definitionsversuche. Cottier (2000) beispielsweise verwendet für diesen Zweck eine Negativdefinition. Nach seiner Definition werden alle Beteiligungsgesellschaften, Investmentgesellschaften und andere Unternehmen, welche Gelder mit nicht traditionellen Grundsätzen verwalten, als Hedgefonds bezeichnet. Aussagekräftiger ist jedoch die am häufigsten angewandte Methode, Hedgefonds anhand ihrer typischen Eigenschaften und Merkmale zu definieren. Im Folgenden wird daher auf die typischen Eigenschaften von Hedgefonds eingegangen.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen von Privatanlegern bei der Portfolio-Diversifikation infolge der Finanzkrise und formuliert das Ziel, Hedgefonds als Optimierungsinstrument zu untersuchen.
2. Grundlagen der modernen Portfoliotheorie: Erläuterung der Portfolio-Selection-Theorie von Markowitz, der Bedeutung von Korrelation und Diversifikation sowie die Konzepte der Informationseffizienz und Marktanomalien.
3. Alternative Investments: Abgrenzung alternativer Anlagen gegenüber traditionellen Investmentformen sowie eine Übersicht zur Klassifizierung verschiedener Anlageklassen.
4. Hedgefonds: Detaillierte Analyse von Definitionen, Merkmalen, eingesetzten Finanzinstrumenten, verschiedenen Anlagestrategien und Investitionswegen für Privatanleger.
5. Empirische Untersuchung: Praxisnahe Untersuchung zur Wertentwicklung und Effizienz von Portfolios durch die Beimischung von Hedgefondsindizes, inklusive der Analyse von Minimum-Varianz- und Maximum-Sharpe-Ratio-Portfolios.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass Hedgefonds zur Portfoliooptimierung beitragen können, jedoch direkte Investitionen für die meisten Privatanleger aufgrund von Kosten und Komplexität weniger geeignet sind als indirekte Vehikel wie ETFs oder Zertifikate.
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Die Bachelorarbeit untersucht, ob und wie Privatanleger durch das Beimischen von Hedgefonds in ein klassisches Wertpapierportfolio ihr Risiko-Rendite-Profil verbessern können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Portfoliotheorie nach Markowitz, der Definition und Klassifizierung von Hedgefonds, deren Strategien sowie der empirischen Überprüfung des Mehrwerts dieser Anlagen für private Anleger.
Das Ziel ist es, empirisch zu belegen, ob Hedgefonds durch ihre geringe Korrelation zu traditionellen Märkten eine Portfoliooptimierung ermöglichen und welche Strategien dafür am effektivsten sind.
Die Arbeit nutzt eine empirische Analyse auf Basis historischer Daten von CSFB/Tremont-Strategieindizes, um Effizienzlinien zu berechnen und das Risiko-Rendite-Verhalten in Portfolios mit und ohne Hedgefonds zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Erläuterung der Hedgefonds-Strategien (Marktneutral, Event Driven, Opportunistisch) und eine empirische Studie zur Portfolio-Konstruktion mittels Optimierungssoftware.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Portfoliooptimierung, Hedgefonds, Diversifikation, Rendite-Risiko-Prinzip, Effizienzlinie und Asset Allocation beschreiben.
Aufgrund hoher Mindestanlagesummen, regulatorischer Hürden in Deutschland, mangelnder Transparenz und der Notwendigkeit eines hohen Fachwissens zur Auswahl einzelner Fonds.
Indirekte Anlagen wie ETFs oder Zertifikate bieten Privatanlegern eine kosteneffiziente, diversifizierte Möglichkeit, von Hedgefonds-Strategien zu profitieren, ohne die hohen Hürden eines Direktinvestments bewältigen zu müssen.
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