Masterarbeit, 2024
87 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung und Fragestellung
2. Mediatisierung als gesellschaftlicher Veränderungsprozess
2.1. Medialer Einfluss auf Sozialisationsprozesse und jugendliche Freizeitgestaltung
2.2. Sozialisation im Kontext der Mediatisierung
2.3. Adoleszenz in einer mediatisierten Gesellschaft
3. Bedeutung von sportlichen Freizeitaktivitäten und Mediennutzung für Jugendliche
3.1. Mediennutzung von Jugendlichen
3.2. Sport- und Bewegungsverhalten von Jugendlichen
3.3. Konkurrieren Mediennutzung und Sportaktivität in der Adoleszenz?
3.3.1. Verdrängungsthese - "Stubenhocker-These"
3.3.2. Verstärkungsthese
3.3.3. Unabhängigkeitsthese
3.3.4. Diskussion
3.4. Vereinssport, informeller Sport und Geschlechterperspektive
3.5. Conclusio zur Nutzung neuer Medien im Sportkontext
4. Forschungsdesign der empirischen Studie
4.1. Erhebungsverfahren und -instrument
4.2. Untersuchungssubjekte
4.3. Datenanalyse
4.4. Ethik und Datenschutz
4.5. Fragestellungen der Studie
4.6. Online-Fragebogen
5. Darstellung der empirischen Untersuchung
5.1. Soziogramm der Online-Studie
5.2. Mediennutzung und sportliche Freizeitaktivitäten
5.3. Gemütslage und soziokulturelles Kapital unter Berücksichtigung der Geschlechterperspektive in der Studie
5.4. Diskussion und Bewertung der empirischen Ergebnisse
5.4.1. Befunde zur Intensität der Mediennutzung und den sportlichen Freizeitaktivitäten
5.4.2. Geschlechterperspektive und Einfluss der sozialen Lage auf Mediennutzung und sportliche Freizeitaktivitäten
6. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit analysiert die Sozialisationsprozesse in einer zunehmend mediatisierten Welt und untersucht hierbei insbesondere den Zusammenhang zwischen der täglichen Mediennutzung (unter besonderer Berücksichtigung des Mobilphones) und dem sportlichen Freizeitverhalten von Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren.
1. Einleitung und Fragestellung
„Das Internet? Gibt's diesen Blödsinn immer noch?“
Homer Simpson, Sicherheitsinspektor im Kernkraftwerk Springfield, 1999. In „Die Simpsons“, amerikanische Zeichentrickserie.
In der heutigen Zeit durchläuft unsere Gesellschaft einen tiefgreifenden Wandel, der vor allem die Lebenswelten und Freizeitgestaltungen Jugendlicher stark beeinflusst. Dieser Wandel wird maßgeblich geprägt durch Digitalisierung und eine zunehmende Mediatisierung (Krotz, 2017a, S. 14). Elektronische, digitale und interaktive Medien (soziale bzw. neue Medien) haben weitreichende Auswirkungen auf das Kommunikationsverhalten, die Sprachkultur und die Sozialisationsprozesse von Jugendlichen. Die fast universelle Verbreitung von Internetzugang der unter 12- bis 19-Jährigen in Deutschland unterstreicht die Allgegenwart dieser digitalen Technologien und 99 % der Jugendlichen besitzen Handys oder Smartphones bzw. 97 % haben Zugang zu Computern oder Laptops (mpfs, 2022, S.5). 70% der Jugendlichen benutzen in erster Linie ihr Smartphone für den Internetzugang (Shell, 2019, S. 30, die neueste Shell-Jugendstudie erscheint 2025).
Innerhalb dieses Kontextes der Mediatisierung untersucht die Forschung zur Mediensozialisation neben dem steigenden Medienkonsum auch die Rolle der sozialen Medien für Freizeitaktivitäten, einschließlich den Sport. Oft wird dabei eine kulturpessimistische Sichtweise vertreten, die einen Rückgang sportlicher Aktivitäten in der Gesellschaft, besonders unter Jugendlichen, aufgrund der Mediatisierung annimmt. Mit der Aussage aus der Sicht von Sportlehrer*innen in einer Studie von Roth (2022, S. 40): „Legt erst mal eure Handys beiseite und bewegt euch mal wieder“, wird diese These anschaulich zusammengefasst, allerdings der komplexe Zusammenhang zwischen medialer Nutzung und sportlicher Aktivität Jugendlicher nicht vollständig erfasst.
1. Einleitung und Fragestellung: Die Einleitung verortet den Wandel der jugendlichen Lebenswelt durch Digitalisierung und Mediatisierung und leitet die Forschungsfrage zum Zusammenhang von Mediennutzung und Sport ab.
2. Mediatisierung als gesellschaftlicher Veränderungsprozess: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Mediatisierung als tiefgreifenden Strukturwandel und verknüpft diesen mit Sozialisationstheorien sowie den Entwicklungsaufgaben von Jugendlichen.
3. Bedeutung von sportlichen Freizeitaktivitäten und Mediennutzung für Jugendliche: Hier werden theoretische Positionen zum Konkurrenzverhältnis von Mediennutzung und körperlicher Aktivität diskutiert und die Rolle von Vereinen sowie Geschlechteraspekten beleuchtet.
4. Forschungsdesign der empirischen Studie: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der quantitativen Untersuchung, das Erhebungsinstrument (Online-Fragebogen) sowie die Stichprobe und Datenauswertung.
5. Darstellung der empirischen Untersuchung: Im Hauptteil werden die erhobenen Daten präsentiert, statistisch korreliert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Forschungsfragen analysiert und diskutiert.
6. Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die eine differenzierte Sicht auf das Zusammenspiel von Medien und Sport bei Jugendlichen ermöglicht.
Mediatisierung, Sportverhalten, Jugendliche, Online-Studie, Smartphone, Sozialisation, Freizeitgestaltung, Mediennutzung, empirische Forschung, Geschlechterperspektive, Gesundheit, Sportverein, körperliche Aktivität, digitale Lebenswelt, Datenanalyse.
Die Arbeit untersucht das Freizeitverhalten von Jugendlichen und insbesondere, wie sich die tägliche Mediennutzung mittels Smartphone auf deren körperliche Aktivität und sportlichesEngagement auswirkt.
Die Arbeit verknüpft mediensoziologische Theorien zur Mediatisierung mit den sportwissenschaftlichen Erkenntnissen über Jugendfreizeit, Bewegungsverhalten und den Einfluss sozialer Faktoren.
Das Ziel ist es, empirisch zu evaluieren, ob ein signifikanter Zusammenhang (Verdrängung oder Verstärkung) zwischen hoher Medienintensität und dem sportlichen Aktivitätsgrad bei 16- bis 18-Jährigen existiert.
Es handelt sich um eine quantitative Querschnittsstudie, die mittels Online-Fragebogen erhoben und statistisch durch Spearman-Rangkorrelationen sowie den Mann-Whitney-U-Test ausgewertet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema, die detaillierte Darstellung des Forschungsdesigns sowie die tabellarische und grafische Präsentation der statistischen Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Mediatisierung, Sportverhalten, Jugendliche, Mediennutzung, Sozialisation und digitale Lebenswelt.
Das Smartphone wird als zentrales Medium identifiziert, das fast universell als Zugang zum Internet genutzt wird. Die Untersuchung zeigt, dass die Handynutzung einen hohen Stellenwert einnimmt und Korrelationen zu psychischen Befindlichkeiten aufweist.
Die Arbeit stellt fest, dass der sozioökonomische Status und das kulturelle Kapital im Elternhaus maßgeblichen Einfluss darauf haben, wie intensiv Jugendliche sportlich aktiv sind und wie ihr Medienkonsum reguliert wird.
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