Masterarbeit, 2010
65 Seiten, Note: 2,1
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit Philosophie Trost bieten kann. Anhand der spätantiken Schrift "Der Trost der Philosophie" von Boethius wird untersucht, welche Argumente Boethius verwendet, um sich selbst zu trösten. Dabei werden der inhaltliche und der methodische Trost von Boethius analysiert und auf ihre Gültigkeit in der heutigen Zeit geprüft.
Die Arbeit beginnt mit einer Definition des Begriffs "Trost" und beleuchtet seine Bedeutung in der Philosophie. Dabei wird die Gattung der Trostliteratur vorgestellt, der Boethius' Schrift "Der Trost der Philosophie" zugeordnet wird.
Kapitel 4 analysiert Boethius' Werk und beschreibt die zentralen Argumente, mit denen er sich tröstet. Die einzelnen Kapitel der "Trost der Philosophie" werden in ihrer Argumentationsstruktur und ihren zentralen Themen beleuchtet.
Kapitel 5 beschäftigt sich mit der Gültigkeit des inhaltlichen Trostes von Boethius in der heutigen Zeit. Dabei wird auf die Veränderungen des Weltbildes seit der Antike und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Philosophie eingegangen.
Kapitel 6 diskutiert die Frage nach dem Sinn und seiner Verbindung zum Trost.
Kapitel 7 untersucht die methodische Trostmöglichkeit von Boethius in der heutigen Philosophie. Dabei werden die Bedeutung des Bewusstseins der Negativität und die Möglichkeiten der Veränderung und Verbesserung beleuchtet.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Trost in der Philosophie. Zentrale Begriffe sind Trost, Philosophie, Trostliteratur, Boethius, "Der Trost der Philosophie", Weltbild, Sinn, Leid, Negativität, Veränderung, Methodologie.
Boethius war ein spätantiker Philosoph; sein bekanntestes Werk ist "Der Trost der Philosophie" (Consolatio Philosophiae), das er im Gefängnis verfasste.
Der Mensch braucht Trost, weil er an der Kontingenz seines Daseins leidet und mit Tod, Leid und Schmerz konfrontiert ist, vor denen er nicht fliehen kann.
Die Philosophie erscheint Boethius als Personifikation, die ihm hilft, durch Vernunft und Einsicht in die göttliche Ordnung sein Schicksal zu akzeptieren.
Es befasst sich mit dem Wesen des Glücks und der Unbeständigkeit des Schicksals (Fortuna).
Die Arbeit diskutiert dies kritisch, da moderne Weltbilder (z. B. Humes Kritik) oft nicht mehr mit Boethius' Vorstellung eines vorhersehenden Gottes vereinbar sind.
Wichtige Einflüsse kamen aus der Sophistik, dem Kynismus und vor allem der Stoa.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

