Bachelorarbeit, 2024
74 Seiten, Note: 1,3
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, Konstrukteure im Maschinenbau auf Wege zu einer nachhaltigeren Gestaltung von Produkten aufmerksam zu machen. Dies geschieht durch die Erarbeitung von Richtlinien, die verschiedene Konstruktionsszenarien und Aspekte abdecken. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie eine kreislauffähige Waschmaschine geplant, konzipiert und anhand von CAD-Software entworfen werden kann, um eine Umstellung von der Linear- zur Kreislaufwirtschaft zu fördern.
Verwendung von Verbundwerkstoffen
Aktueller Stand: Es findet momentan eine intensive Verwendung von Verbundmaterialien statt. Ein Verbundwerkstoff ist ein Werkstoff, der per Definition aus zwei oder mehr unterschiedlichen Materialien besteht, die so miteinander verbunden sind, dass sie auf makroskopischer Ebene unterscheidbar bleiben, aber auf mikroskopischer Ebene ineinander übergehen (vgl. Haka 2022: 56ff). Dies hat mehrere Gründe. In erster Linie kann man es der der Kostenrechnung zuschreiben, sodass die günstigste Lösung meistens als die beste Lösung deklariert wird („W"). Zweitens haben Verbundwerkstoffe ihre Daseinsberechtigung und entscheidende Vorteile in Form von Materialeigenschaften, welche aus dem modernen MB nicht mehr wegzudenken sind. Dennoch besteht das Problem der unwirtschaftlichen Recyclingfähigkeit vieler Produkte aus Verbundstoffen, weshalb die Handhabung in Zukunft in den meisten Anwendungsgebieten überdacht werden sollte. So ist die Trennung im Recyclingprozess zweier vereinigter Werkstoffe entweder wirtschaftlich, ein Nullsummenspiel, meist jedoch äußerst komplex, nahezu unmöglich und oder so teuer, dass es wirtschaftlich unsinnig ist.
Mögliche Entwicklung: Um nun im Sinne der KLW zu denken, zu welcher die Kreislauf-schließung einer Linearwirtschaft gehört, sind in Zukunft folgende Szenarien denkbar:
Höchstwahrscheinlich wird man in Zukunft, trotz der Schwierigkeit des Recyclings, aufgrund der entscheidenden Vorteile, auf Verbundwerkstoffe, zumindest zu einem gewissen Prozentsatz setzen. Die verschiedenen Aufbereitungstechniken für Rohstoffe im RAZ werden stetig weiterentwickelt, und so ist bei vielen Werkstoffen, bei denen es heute noch als unmöglich scheint, ein zweites Leben denkbar.
0. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen persönlichen Hintergrund des Autors zur Thematik und beleuchtet die gesellschaftliche Relevanz der Umstellung von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft.
1. Allgemeine Herausforderungen für Unternehmen in naher Zukunft und Lösungsansätze mithilfe des KLW-Modells: Hier wird das Prioritäten-Modell (Nachhaltigkeit, Soziales Arrangement, Wirtschaftlichkeit) vorgestellt und die Einführung sowie Definition der Kreislaufwirtschaft im Kontext des Wirtschaftswachstums erörtert.
2. Optimierung der künftigen KLW und der anstehende Wandel in der Konstruktionstechnik: Dieses Kapitel diskutiert Optimierungsmöglichkeiten für die Kreislaufwirtschaft durch KI, Regularien, Rohstoff-Aufbereitungs-Zentren und Bauteilkennzeichnung sowie notwendige Veränderungen in der Konstruktionstechnik für mehr Nachhaltigkeit.
3. KLW im Haushaltsmaschinenbau und das eigene Projekt „Konstruktives Konzept einer kreislauffähigen Waschmaschine“: Es werden Herstelleranalysen von "Mieten statt Kaufen"-Konzepten (Miele, Bosch) durchgeführt, typische Probleme herkömmlicher Waschmaschinen identifiziert und ein eigenes konstruktives Konzept für eine kreislauffähige Waschmaschine vorgestellt und detailliert ausgearbeitet.
Kreislaufwirtschaft (KLW), Konstruktionstechnik, Haushaltswaschmaschinenbau, Nachhaltigkeit, Prioritäten-Modell, Demontagegerechtigkeit, Reparierbarkeit, Werkstoffminimierung, Standardisierung, Modularität, Verbundwerkstoffe, Bauteilkennzeichnung, Rohstoff-Aufbereitungs-Zentren (RAZ), Lebensdauer, Smart Home, Recycling, Technisches Design.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung von Richtlinien für eine kreislaufwirtschaftliche Konstruktionstechnik, insbesondere im Bereich des Haushaltswaschmaschinenbaus, um eine nachhaltigere Gestaltung und Nutzung von Produkten zu ermöglichen.
Zentrale Themenfelder sind die Umstellung von Linear- auf Kreislaufwirtschaft, die Erarbeitung von Konstruktionsrichtlinien, die Entwicklung eines einheitlichen Siegels und digitaler/mechanischer Signaturen sowie zukünftige Nutzungsmodelle für Waschmaschinen.
Das primäre Ziel ist es, Konstrukteuren Wege aufzuzeigen, wie sie Produkte nachhaltiger gestalten können, und dies anhand des konkreten Beispiels einer kreislauffähigen Waschmaschine zu veranschaulichen.
Die Arbeit kombiniert die Erarbeitung theoretischer Richtlinien mit deren praktischer Umsetzung und Veranschaulichung in einem konkreten Konstruktionsprojekt mittels CAD-Software, basierend auf Literaturanalyse und Thesenformulierung.
Der Hauptteil behandelt die Optimierung der künftigen Kreislaufwirtschaft, den anstehenden Wandel in der Konstruktionstechnik, Herstelleranalysen zu "Mieten statt Kaufen"-Konzepten und die detaillierte Vorstellung eines eigenen konstruktiven Konzepts für eine kreislauffähige Waschmaschine.
Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Kreislaufwirtschaft, Konstruktionstechnik, Nachhaltigkeit, Demontagegerechtigkeit, Reparierbarkeit, Standardisierung, Werkstoffminimierung und Bauteilkennzeichnung charakterisiert.
Verbundwerkstoffe stellen aufgrund ihrer unwirtschaftlichen Recyclingfähigkeit ein Problem dar. Die Arbeit schlägt vor, ihren Einsatz zu überdenken und entweder auf wirtschaftlich recycelbare Materialien zu setzen oder prinzipiell auf Monomaterialien zu wechseln, wobei die Forschung an Aufbereitungstechniken im RAZ jedoch Hoffnung auf ein zweites Leben vieler Werkstoffe lässt.
Die Arbeit schlägt vor, sämtliche Bauteile durch einen digitalen „Produktpass“ zu kennzeichnen, der Herkunft, Verwendung, Materialzusammensetzung und Alter speichert. Verschiedene Möglichkeiten wie Druckverfahren, passive RFID-Transponder, Materialabtrag oder chemische Markierungen werden untersucht, um eine effiziente Sortierung und Wiederverwertung im Rohstoff-Aufbereitungs-Zentrum (RAZ) zu gewährleisten.
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