Bachelorarbeit, 2010
50 Seiten, Note: 1,3
1 Electronic Word-of-Mouth - Chancen und Risiken des virtuellen Meinungsaustauschs im Web 2.0
2 Word of Mouth als Erfolgsressource
2.1 Word of Mouth im Forschungsüberblick
2.2 Ausprägungsformen und Effekte
3 Partizipationsmotive im Electronic Word-of-Mouth Prozess
3.1 Motive für das Schreiben von Meinungsbeiträgen
3.2 Motive für das Lesen von Meinungsbeiträgen
3.3 Potenzielle Erfolgsfaktoren für Unternehmen
4 Fallstudie: Twitter
5 Schlussfolgerungen und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und sozialen Motive, die Konsumenten dazu bewegen, sich aktiv am Austausch von Produktmeinungen im Internet (Electronic Word-of-Mouth, eWOM) zu beteiligen. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für dieses Verhalten zu entwickeln, um daraus für Unternehmen relevante Erfolgsfaktoren für die Steuerung und Nutzung von eWOM im Marketing abzuleiten.
3.1 Motive für das Schreiben von Meinungen
Die Bedürfnispyramide von Abraham H. Maslow soll den Ausgangspunkt für die Analyse der einzelnen Motive darstellen. Nach Maslow gibt es fünf hierarchisch strukturierte Bedürfnisse, die sich von den grundlegenden physischen Bedürfnissen bis zu den Bedürfnissen nach Selbstverwirklichung erstrecken.
Mit der Bedürfnispyramide von Maslow kann durchaus eine Verbindung zu eWOM hergestellt werden. Insgesamt bilden die Bedürfnisse nach Zugehörigkeit, nach Liebe, nach Achtung und nach Selbstverwirklichung den Bezugsrahmen der einzelnen Motive.
Dichter (1966) hat sich als erster mit den Motiven für das Schreiben von Meinungen auseinandergesetzt und hat die Motive product-involvement, self-involvement, other-involvement und message-involvement als Hauptmotive gekennzeichnet. Sundaram et al. (1998) hat diese Motive erweitern und überarbeiten können mit Motiven wie z.B. helping the company, altruism und self-enhancement.
Diese Motive wurden aber alle nur im Bereich des traditionellen WOM untersucht. Nach Hennig-Thurau et al. (2004) verändern sich diese Motive im eWOM nicht und können somit in der aktuellen Forschung bezüglich der Partizipationsmotive übernommen werden.
1 Electronic Word-of-Mouth - Chancen und Risiken des virtuellen Meinungsaustauschs im Web 2.0: Dieses Kapitel führt in das Phänomen der digitalen Mundpropaganda ein und beleuchtet die Rolle des Web 2.0 bei der Transformation von Konsumenten zu Prosumenten.
2 Word of Mouth als Erfolgsressource: Hier werden theoretische Grundlagen des traditionellen und digitalen Word-of-Mouth (WOM) sowie dessen Ausprägungen und Effekte im Marketingkontext erläutert.
3 Partizipationsmotive im Electronic Word-of-Mouth Prozess: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Antriebsfaktoren für das Verfassen und Lesen von Online-Rezensionen und leitet daraus spezifische Handlungsempfehlungen für Unternehmen ab.
4 Fallstudie: Twitter: Die Arbeit untersucht praxisnah am Beispiel von Twitter, wie Microblogging-Dienste als Instrument für eWOM und Kundenkommunikation erfolgreich eingesetzt werden können.
5 Schlussfolgerungen und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Motive der Konsumenten zusammen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit weiterführender Forschung, insbesondere in Bezug auf kulturelle Unterschiede.
Electronic Word-of-Mouth, eWOM, Mundpropaganda, Online-Bewertungen, Konsumentenverhalten, Partizipationsmotive, Social Media, Twitter, Marketing, Kundenbindung, Informationssuche, virales Marketing, Bedürfnispyramide, Meinungsführer, Internetkommunikation.
Die Arbeit untersucht, warum Internetnutzer ihre Meinungen zu Produkten online teilen oder die Meinungen anderer lesen und welche Bedeutung dies für das Marketing hat.
Zentrale Themen sind die Motivationsforschung von Online-Konsumenten, die Unterschiede zwischen traditionellem und elektronischem Word-of-Mouth sowie die strategische Nutzung dieser Prozesse durch Unternehmen.
Das Ziel ist es, die Beweggründe für die aktive Beteiligung an Online-Meinungsaustauschprozessen zu verstehen, um diese Erkenntnisse für Unternehmen als Erfolgsressource nutzbar zu machen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse bestehender Forschungsansätze zur Motivationsforschung und ergänzt diese durch eine Fallstudie über die Plattform Twitter.
Im Hauptteil werden spezifische Motive wie Altruismus, soziale Interaktion, wirtschaftliche Anreize und Informationssuche analysiert und in den Kontext der Bedürfnispyramide nach Maslow gesetzt.
Wichtige Begriffe sind eWOM, Partizipationsmotive, virales Marketing, Konsumentenverhalten, soziale Interaktion und Erfolgsfaktoren.
Meinungsführer sind Konsumenten mit hohem Expertenwissen, die durch ihre Beiträge in Foren oder sozialen Medien das Kaufverhalten anderer maßgeblich beeinflussen und somit als Schlüsselakteure im eWOM gelten.
Während Starbucks Twitter stark für den direkten Dialog und das Schaffen von Vertrauen nutzt, setzt Sony den Fokus primär auf die Bewerbung neuer 3D-Produkte zur Steigerung des Markeninteresses.
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