Bachelorarbeit, 2010
31 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Vorbemerkungen
2.1 Risikomanagement
2.2 Finanzinstrumente
3. Terminologische Grundlagen
3.1 Grundgeschäft (hedged item)
3.2 Sicherungsinstrument (hedging item)
3.3 Kriterien
3.4 Abgrenzung zum Risikomanagement
4. Umsetzung der Vorschriften
4.1 Arten
4.1.1 Fair Value Hedge
4.1.2 Cash Flow Hedge
4.1.3 Hedge of a net investment in a foreign operation
4.2 Bewertung
4.2.1 Fair Value Hedge
4.2.2 Cash Flow Hedge
4.2.3 Hedge of a net investment in a foreign operation
4.3 Angabepflichten nach IFRS 7
5. Anwendung in der Unternehmenspraxis
5.1 Adressatenkreis
5.2 Angewandte Sicherungsbeziehungen
5.3 Praxisbedeutung
6. Schlussbemerkungen
Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit einer einheitlichen Bewertung der Erfolgswirkungen von Finanzinstrumenten bei sich wirtschaftlich kompensierenden Geschäften durch das Hedge Accounting nach IFRS. Ziel ist die kritische Würdigung dieser bilanziellen Vorschriften unter Berücksichtigung theoretischer Anforderungen und der empirischen Unternehmenspraxis.
3. Terminologische Grundlagen
Wie in den vorherigen Punkten bereits thematisiert, bezeichnet Hedge Accounting die Bilanzierung von Sicherheitsbeziehungen. Dies verlangt eine ökonomisch korrekte, bilanzielle Darstellung von bewusst gegenläufig wirkenden Geschäften. Diese Geschäfte lassen sich in ein, gegen ein bestimmtes Risiko abzusicherndes Grundgeschäft und das, selbiges Risiko eliminierende Sicherungsgeschäft unterteilen. Die Erfordernis spezieller bilanzieller Vorschriften solcher Beziehungen leitet sich aus dem von IAS 39 vertretenen „mixed model“ ab. Durch unterschiedliche Bewertungen und Ergebnisauswirkungen von ökonomisch gegenläufigen Bilanzpositionen kann es sowohl zu einer verzerrten Darstellung als auch zu einem nicht periodengerechten Ergebnis kommen. Bei Betrachtung einer Welt ohne Hedge Accounting ist die korrekte Bilanzierung vom Zufall geprägt. Die entgegengesetzten Wertänderungen würden sich nur dann entsprechen, wenn die Folgebewertung der Positionen zufällig identisch wäre. Um dem Bilanzadressaten jedoch einen Überblick über die tatsächliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, sowie über die bestehenden Risiken des Unternehmens zu verschaffen, der den IFRS Anforderungen Folge leistet, können wirtschaftlich zufällig richtig dargestellte Sicherungsbeziehungen nicht genügen.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Bilanzierung von Finanzinstrumenten und Zielsetzung der Untersuchung.
2. Vorbemerkungen: Erläuterung der Grundlagen des Risikomanagements und der Behandlung von Finanzinstrumenten nach IAS 32/39.
3. Terminologische Grundlagen: Definition und Abgrenzung der zentralen Begriffe Grundgeschäft, Sicherungsinstrument und der Kriterien für Hedge Accounting.
4. Umsetzung der Vorschriften: Detaillierte Darstellung der drei Methoden des Hedge Accounting sowie deren Bewertung und Anhangsangaben.
5. Anwendung in der Unternehmenspraxis: Analyse der tatsächlichen Anwendung von Hedge Accounting in Unternehmen basierend auf einer empirischen Studie.
6. Schlussbemerkungen: Zusammenfassende kritische Würdigung und Ausblick auf zukünftige Änderungen der IAS 39-Vorschriften.
Hedge Accounting, IFRS, IAS 39, Risikomanagement, Finanzinstrumente, Fair Value Hedge, Cash Flow Hedge, Nettoinvestition, Sicherungsbeziehung, Bilanzierung, Wertänderungen, Derivate, Unternehmenspraxis, Effektivitätsmessung, Rechnungslegung.
Die Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von Sicherungsgeschäften, das sogenannte Hedge Accounting, nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS).
Neben den theoretischen Grundlagen zu Risikomanagement und Finanzinstrumenten stehen die verschiedenen Methoden des Hedge Accounting (Fair Value, Cash Flow, Nettoinvestition) sowie deren praktische Anwendung im Mittelpunkt.
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit einer einheitlichen Bewertung von Finanzinstrumenten bei kompensierenden Geschäften und analysiert kritisch, inwieweit bilanzielle Vorschriften die Risikomanagementstrategien von Unternehmen beeinflussen.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit den IAS/IFRS-Vorschriften mit einer Auswertung einer empirischen Studie zur Anwendung von Hedge Accounting in der Unternehmenspraxis.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen, Kriterien), die methodische Umsetzung der Hedge-Arten inklusive zahlreicher Buchungsbeispiele sowie die empirische Analyse der Anwendung in der Praxis.
Hedge Accounting, IFRS, IAS 39, Risikomanagement, Finanzinstrumente, Fair Value Hedge und Cash Flow Hedge.
Beim Fair Value Hedge geht es um die Absicherung des beizulegenden Zeitwerts von bilanzierten Positionen, während der Cash Flow Hedge auf die Absicherung künftiger, sehr wahrscheinlich eintretender Zahlungsströme abzielt.
Die Effektivitätsmessung ist ein zwingendes Kriterium nach IAS 39. Sie stellt sicher, dass das Sicherungsinstrument das abgesicherte Risiko tatsächlich kompensiert; bei Unterschreiten bestimmter Bandbreiten muss die Sicherungsbeziehung bilanziell aufgelöst werden.
Während die Theorie dies verneint, belegt die Praxis, dass Unternehmen teils von ökonomisch sinnvollen Sicherungsstrategien (wie Makro-Hedges) absehen, wenn diese aufgrund der restriktiven Kriterien nicht bilanziell nach Hedge Accounting abgebildet werden können.
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