Bachelorarbeit, 2008
50 Seiten, Note: 3
1 Einleitung
2 Medienanalyse mittels Cultural Studies
2.1 Das Projekt der Cultural Studies
2.2 Zur Entstehung und Weiterentwicklung der Cultural Studies
2.3 Cultural Studies im deutschsprachigen Raum
2.4 Von der Einimpfungstheorie zum komplexen Rezeptionsmodell
3 Analyse
3.1 Zum Referenzrahmen der Analyse – die filmische James Bond-Figur
3.2 Zum Analysegegenstand – der Film Casino Royale
3.3 Beschreibung des Analyserasters
3.4 Analyse des Films Casino Royale
3.5 Auswertung der Analyseergebnisse
3.6 Interpretation der Analyseergebnisse
4 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der filmischen James Bond-Figur im Film "Casino Royale" (2006) vor dem Hintergrund sozio-ideologischer Veränderungen in der Gesellschaft. Ziel ist es, durch eine medienanalytische Untersuchung mittels der Cultural Studies zu belegen, dass die Inszenierung des Agenten eine deutliche Abkehr vom bisherigen "Übermenschen-Konzept" hin zu einer realistischeren, verletzlicheren und emotionalen Charakterdarstellung vollzogen hat.
2.1 Das Projekt der Cultural Studies
Den Begriff Cultural Studies (CS) zu definieren und dabei die gegenwärtigen Ansätze, Thesen und Ausprägungen auf einen Nenner zu bringen, ist ein schwieriges, wenn nicht unmögliches, Unterfangen. Die Probleme sind u. a. darin begründet, dass sich das Phänomen Cultural Studies weder synchron noch gleichförmig in der Welt etabliert hat, sondern seinen Ursprung in Großbritannien nahm und im Laufe der Jahrzehnte expandierte, d. h. in immer mehr Ländern und Kulturkreisen der Welt aufgegriffen, weiterentwickelt und auf zahlreiche neue Bereiche und Theorien angewandt wurde bzw. wird. Die CS werden von ihren VertreterInnen als Projekt verstanden. Die Gemeinsamkeiten der unterschiedlichen theoretischen und methodischen Umsetzungen der Cultural Studies auf dem gesamten Globus bedeuten dabei das Projekt. Die Unterschiede werden als Formationen bezeichnet.
Laut Göttlich & Winter (1999: 25) sind mit dem Begriff Formationen nicht die häufig mit Cultural Studies betitelten Fächer, Studienangebote und -gänge gemeint. „Formationen sind Netzwerke, die aus Personen und der Verbindung von Texten und Personen über Zeiträume und Fachgrenzen zu bestimmten Forschungsthemen bestehen“ (ebd.). Darüber hinaus wird eine Klärung des Begriffs Cultural Studies dadurch erschwert, dass sich dessen VertreterInnen weiterhin gegen eine eindeutige inhaltliche Festschreibung wehren. So verstehen sich die Cultural Studies im Allgemeinen „als offen für andere theoretische Interventionen, vor allem Interventionen von FeministInnen, gender studies und postcolonial studies. Andererseits macht diese Offenheit der Cultural Studies für jede Ausrichtung von kritischer Theorie es schwierig, ihren Gegenstand generell zu definieren“ (Matsuzaki & Zerbian 2003: o.S.). Demgemäß weigern sich viele Wissenschaftler des Projekts der CS, ihre eigene Herangehensweise (nur) einem bestimmten methodischen oder theoretischen Ansatz zu unterwerfen (vgl. Hepp 2004: 15).
1 Einleitung: Einführung in das Thema des Wandels der James Bond-Figur und Formulierung der zentralen Thesen bezüglich der Verbindung zu sozio-ideologischen Veränderungen.
2 Medienanalyse mittels Cultural Studies: Theoretische Fundierung der Arbeit durch die Erläuterung der Cultural Studies und des Modells von John Fiske für die Film- und Medienanalyse.
3 Analyse: Detaillierte Untersuchung des Bond-Charakters anhand des Analyserasters, Anwendung auf den Film "Casino Royale" sowie Auswertung und Interpretation der Ergebnisse.
4 Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und kritische Reflexion der gewählten Methodik mit Anregungen für weiterführende Forschung.
James Bond, Casino Royale, Cultural Studies, John Fiske, Medienanalyse, Film, Diskursanalyse, Populärkultur, Charakterwandel, Rezeption, Sozio-Ideologie, Identität, Actionfilm, Daniel Craig, Polysemie.
Die Arbeit analysiert, wie sich die Darstellung der Filmfigur James Bond im 21. Film der Reihe, "Casino Royale" (2006), im Vergleich zu den vorherigen Filmen gewandelt hat.
Die Untersuchung bewegt sich an der Schnittstelle von Filmwissenschaft, Kultursoziologie und Medienwirkungsforschung, wobei insbesondere der Einfluss gesellschaftlicher Veränderungen auf die filmische Inszenierung im Fokus steht.
Ziel ist der Nachweis, dass der Wandel von James Bond vom unbesiegbaren "Übermenschen" zu einem verletzlichen, emotionalen Charakter eine Reaktion auf sozio-ideologische Veränderungen in der Gesellschaft darstellt.
Der Autor nutzt Ansätze der Cultural Studies, insbesondere die Diskursanalyse und Konzepte zur Untersuchung von Populärkultur nach John Fiske.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Einordnung der Cultural Studies, die Definition eines Analyserasters (der "Bond-Formel"), die konkrete Analyse des Films "Casino Royale" sowie die Interpretation der Ergebnisse im gesellschaftlichen Kontext.
Wichtige Begriffe sind unter anderem James Bond, Cultural Studies, Populärkultur, Diskursanalyse und Rezeptionsforschung.
Der Film markiert einen radikalen Bruch mit der langjährigen Tradition der Filmreihe, indem er die Figur neu einführt und bisherige typische Bond-Elemente (wie Q oder technische Gadgets) bewusst weglässt oder verändert.
Der Autor stellt fest, dass das Publikum den neuen, realistischeren und menschlicheren Bond trotz anfänglicher Kritik an der Besetzung von Daniel Craig überwiegend positiv aufgenommen hat, da er den Wunsch nach mehr Glaubwürdigkeit erfüllt.
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