Bachelorarbeit, 2024
57 Seiten, Note: 2,5
Einleitung
Theoretischer Hintergrund
Gewalt
Häusliche Gewalt und sexualisierte Gewalt
Theoretische Modelle als Ursachen und Mechanismen zur Entstehung von Gewalt
Sozial-kognitive Lerntheorie
Frustrations-Aggressions-Hypothese
Weitere relevante Theorien
Relevanz von Gewalt in der Forschung
Alkoholismus und Drogenkonsum als Auslösemechanismus
Persönlichkeitsstörungen
Big - Five Persönlichkeitsinventar (OCEAN – Modell)
Offenheit / Conscientiousness
Gewissenhaftigkeit / Conscientiousness
Extraversion
Verträglichkeit / Agreeableness
Neurotizismus / Neurotizim
Bedeutung der Big Five in der psychologischen Forschung
Zusammenhang zwischen Big Five und Gewalt - Wie Persönlichkeitsmerkmale Gewaltverhalten und Gewalterleben beeinflussen können
Dark Triad - Die Dunkle Triade der Persönlichkeit
Narzissmus
Machiavellismus
Psychopathie
Evolutionspsychologische Ansätze der Dunklen Triade
Zusammenwirken von Big Five und der Dunkle Triade
Gemeinsame Einflussfaktoren auf Gewaltverhalten
Forschungsfragen
Hypothesen
Methode
Stichprobe
Durchführung der Studie und Untersuchungsmaterial
Ergebnisse
Analyse und Kodierung
Auswertung
Diskussion
Referenzen
Anhang
Anhang A - Berechnung der optimalen Stichprobe in G*Power
Anhang B: Allgemeinen Begrüßung der Teilnehmenden
Anhang C: Triggerwarnung
Anhang D: Datenschutz
Anhang E: Soziodemographische Daten
Anhang F: Items Gewalterfahrung
Anhang G: Inventory-SOEP (BFI-S)
Anhang H1: Dunkle Triade
Anhang H2: Dunkle Triade
Anlange I: Abschluss der Befragung
Anhang J: Prüfung der Homoskedastizität
Anhang K: Prüfung der Linearität
Anhang L: Diagnose nach Ausreißern
Anhang M: Verteilung und Korrelationen des Kriteriums und der Prädiktoren
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss der Persönlichkeitsmerkmale der "Big Five" sowie der "Dunklen Triade" auf das Ausüben und Erleben von häuslicher und sexualisierter Gewalt. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen spezifischen Persönlichkeitsprofilen und Gewalterfahrungen zu identifizieren und die Forschungsfrage zu klären, inwieweit bestimmte Traits als Prädiktoren für gewalttätiges Verhalten dienen können.
Zusammenhang zwischen Big Five und Gewalt - Wie Persönlichkeitsmerkmale Gewaltverhalten und Gewalterleben beeinflussen können
An dieser Stelle stellt sich die Frage, welche Determinanten auf der interindividuellen Ebene dazu führen, dass die eingangs beschriebenen Gewaltarten von Menschen ausgeübt werden. Bestimmte Persönlichkeitseigenschaften könnten eine Person dazu veranlassen, in bestimmten Situationen gewalttätig zu reagieren. Ergebnisse zeigen das bestimmte Dimensionen des Big Five Persönlichkeitskonstrukts mit einem höheren Risiko für aggressives Verhalten korrelieren (Malouff et al., 2005). Persönlichkeitsmerkmale, die mit Aggression und Gewalt in Zusammenhang stehen, können in zwei Gruppen eingeteilt werden. Der zwischenmenschliche Antagonismus, der mit Altruismus und geringer Gradlinigkeit einhergeht und Merkmale der Impulsivität wie geringes Pflichtbewusstsein und geringe Deliberation, bilden diese beiden Gruppen. Diese beiden Gruppen werden der niedrigen Verträglichkeit und hohem Neurotizismus zugeordnet. Negative Impulsivität, nicht an die Konsequenzen seines Handelns zu denken, ist hier der Gewissenhaftigkeit zuzuordnen. Positive Impulsivität, verbunden mit impulsivem Handeln reagieren, wenn eine emotionale Dysregulation vorliegt, wird dem Neurotizismus zugeordnet. Aggressionen können dadurch erhöht werden, indem es Menschen schwerfällt, ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken und bleiben dadurch an ihren antisozialen Reizen haften. Dies kann zu feindseligen Attributionsverzerrungen führen und es kommt zu aggressiven Verhaltensweisen (Miller et al., 2012).
Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der häuslichen und sexualisierten Gewalt ein und formuliert das Ziel der Arbeit, Persönlichkeitsfaktoren der Big Five und der Dunklen Triade in Bezug auf Gewalterleben zu untersuchen.
Theoretischer Hintergrund: Hier werden Definitionen von Gewalt erläutert, relevante psychologische Modelle (z.B. Sozial-kognitive Lerntheorie) dargestellt und die Konstrukte der Big Five sowie der Dunklen Triade tiefgehend theoretisch verortet.
Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das Studiendesign als Querschnittsstudie, die Zielstichprobe sowie die eingesetzten Messinstrumente zur Erfassung von Gewalterfahrung und Persönlichkeitsmerkmalen.
Ergebnisse: Die statistische Auswertung präsentiert deskriptive Daten sowie Korrelations- und Regressionsanalysen, die prüfen, ob Persönlichkeitsmerkmale signifikante Prädiktoren für Gewaltverhalten darstellen.
Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Lichte der Hypothesen, diskutiert Diskrepanzen zur existierenden Forschung und thematisiert Limitationen der Studie wie die begrenzte Stichprobengröße.
körperliche Gewalt, Big Five, Dunkle Triade, häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, Persönlichkeitspsychologie, Narzissmus, Psychopathie, Machiavellismus, Aggression, Gewalterfahrung, Persönlichkeitsmerkmale, Statistik, explorative Analyse
Die Arbeit befasst sich mit dem psychologischen Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsstrukturen (Big Five und Dunkle Triade) und der Neigung, häusliche oder sexualisierte Gewalt auszuüben oder zu erleben.
Zentral sind Persönlichkeitspsychologie, Gewaltforschung, Aggressionsmodelle und die multivariate statistische Analyse von Verhaltensdaten.
Das Ziel ist es zu identifizieren, inwieweit Persönlichkeitseigenschaften konsistente Prädiktoren für die Beteiligung an häuslicher und sexualisierter Gewalt sind.
Es handelt sich um eine quantitative Querschnittsstudie, bei der per Online-Fragebogen Daten erhoben und mittels ANOVA sowie multipler Linearer Regression ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Herleitung der Konzepte, die methodische Darstellung der Datenerhebung und eine detaillierte statistische Ergebnisdarstellung.
Wichtige Begriffe sind unter anderem körperliche Gewalt, Big Five Faktoren, das Konzept der Dunklen Triade sowie die psychologische Analyse von Gewalterfahrungen.
Der Autor vermutet, dass Gewalterfahrungen multifaktorielle Ursachen haben und eher durch sozioökonomische Faktoren, situative Einflüsse oder familiäre Dynamiken erklärt werden könnten als allein durch Persönlichkeitstraits.
Die Analyse zeigte einen signifikant positiven Haupteffekt des Alters auf die Gewalterfahrung, was darauf hindeutet, dass das Alter ein wichtigerer Faktor bei der Betrachtung solcher Erfahrungen ist als die untersuchten Persönlichkeitsmerkmale.
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