Magisterarbeit, 2010
81 Seiten, Note: 13 (gut)
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
Die Magisterarbeit befasst sich mit der rechtlichen Regulierung privater Glücksspielangebote im Spannungsfeld zwischen den europarechtlichen Grundfreiheiten und den nationalen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr im Glücksspielbereich. Die Arbeit analysiert die europarechtlichen Vorgaben und deren Anwendung auf die deutsche Glücksspielgesetzgebung, wobei insbesondere die Vereinbarkeit der nationalen Regelungen mit den Grundfreiheiten des Binnenmarktes im Fokus steht.
Die Einleitung führt in die Thematik der rechtlichen Regulierung von Glücksspielangeboten im Binnenmarkt ein und stellt die Problemstellung der Arbeit dar. Im zweiten Kapitel wird der rechtliche Glücksspieltatbestand definiert und abgegrenzt, wobei insbesondere die Gefahren des Glücksspielens im Vordergrund stehen. Das dritte Kapitel beleuchtet die unterschiedlichen nationalen Maßnahmen der EU-Mitgliedstaaten zur Gefahrenabwehr im Glücksspielbereich und vergleicht diese miteinander.
In Kapitel vier wird die Vereinbarkeit der nationalen Beschränkungen mit den europarechtlichen Vorgaben, insbesondere den Grundfreiheiten des Binnenmarktes, analysiert. Die Analyse umfasst eine umfassende Auswertung der einschlägigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH).
Das fünfte Kapitel zieht Schlussfolgerungen für das deutsche Glücksspielrecht und beleuchtet die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die binnenmarktrechtlichen Kritikpunkte.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Schnittstellen zwischen europarechtlichen Grundfreiheiten und nationaler Glücksspielgesetzgebung. Zentrale Themen sind die Niederlassungsfreiheit, die Dienstleistungsfreiheit, die Warenverkehrsfreiheit, das Recht auf Schutz des Verbrauchers und die Gefahren des Glücksspiels, insbesondere die Spielsucht. Im Fokus steht die Vereinbarkeit der deutschen Glücksspielpolitik mit dem EU-Recht.
Gründe sind die Gefahrenabwehr (Spielsuchtprävention, Bekämpfung von Kriminalität) sowie das enorme wirtschaftliche Potenzial, das der Staat oft durch Monopole kontrollieren möchte.
Private Anbieter aus dem EU-Ausland berufen sich auf die Dienstleistungsfreiheit, um ihre Dienste europaweit (z. B. via Internet) anbieten zu dürfen, auch wenn nationale Gesetze dies einschränken.
Nein, es gibt bisher keine einheitlichen EU-Regeln. Jeder Mitgliedstaat darf eigene Vorschriften erlassen, solange diese verhältnismäßig und konsequent sind.
Der EuGH kritisiert oft eine mangelnde Kohärenz. Wenn der Staat einerseits ein Monopol mit Suchtschutz begründet, andererseits aber massiv für eigene Spiele wirbt, ist die Beschränkung privater Anbieter rechtlich schwer haltbar.
Diese Länder haben liberale Rechtsvorschriften und vergeben Lizenzen, mit denen Anbieter versuchen, ihre Dienste im gesamten EU-Binnenmarkt legal zu vertreiben.
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