Masterarbeit, 2010
504 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Markenpolitik
2.1 Homo Oeconomicus als Ausgangspunkt der Markenpolitik
2.2 Definition des Begriffs „Markenpolitik“
2.3 Definition des Begriffs „Marke“
2.4 Markenwahrnehmung und ihre Determinanten
2.4.1 Markenidentität und -image
2.4.1.1 Markenidentität
2.4.1.2 Behavioral Branding
2.4.1.3 Markenimage
2.4.2 Markenarchitektur
2.4.2.1 Einzelmarkenstrategie
2.4.2.2 Familienmarkenstrategie
2.4.2.3 Dachmarkenstrategie
2.4.2.4 Mehrmarkenstrategie
2.4.2.5 Markentransferstrategie
2.5 Kulturelle Implikationen der Markenpolitik
2.5.1 Machtdistanz
2.5.2 Individualismus vs. Kollektivismus
2.5.3 Maskulinität vs. Feminität
2.5.4 Unsicherheitsvermeidung
2.5.5 Langzeitorientierung vs. Kurzzeitorientierung
2.6 Besonderheiten der Markenpolitik im Dienstleistungsbereich
2.6.1 Konstitutive Merkmale von Dienstleistungen
2.6.2 Der Marketingmix im Dienstleistungsbereich (7 Ps)
2.6.2.1 Leistungspolitik (= Product & Process)
2.6.2.2 Preispolitik (= Price)
2.6.2.3 Distributionspolitik (= Place & Physical Facilities)
2.6.2.4 Kommunikationspolitik (= Promotion & Personnel)
3 Das Unternehmen Thalys International SCRL
3.1 Unternehmensrechtliche Aspekte
3.2 Das Streckennetz
3.3 Das Kundenprofil
3.4 Der Fuhrpark
3.5 Vorstellung der Dienstleistungsmarke „Thalys“ anhand der 7 Ps
3.5.1 Leistungspolitik (= Product & Process)
3.5.2 Preispolitik (= Price)
3.5.3 Distributionspolitik (= Place & Physical Facilities)
3.5.4 Kommunikationspolitik (= Promotion & Personnel)
3.6 Wettbewerbssituation des Unternehmens
4 Empirische Untersuchung der Markenwahrnehmung von Thalys
4.1 Problemaufriss
4.2 Die Critical Incident Technique
4.3 Aufbau des Interviewleitfadens
4.4 Stichprobenplan
4.5 Darlegung der Ergebnisse der empirischen Untersuchung
4.5.1 Leistungspolitik (= Product & Process)
4.5.2 Preispolitik (= Price)
4.5.3 Distributionspolitik (= Place & Physical Facilities)
4.5.4 Kommunikationspolitik (= Promotion & Personnel)
4.5.5 Allgemeine Beschreibung der Marke
4.5.6 Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse
4.5.6.1 Kundenzufriedenheit
4.5.6.2 Trennschärfe zur intramodalen Konkurrenz
4.5.6.3 Ergebnis im Hinblick auf die Kulturdimensionen
5 Kritische Würdigung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die subjektive Wahrnehmung der Marke Thalys durch ihre Kunden zu untersuchen, um zu beurteilen, ob eine Bündelung der Dienstleistungsangebote der Mutterunternehmen auf die Marke Thalys wirtschaftlich sinnvoll wäre. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die „Superiorität“ der Marke Thalys bei der Erfüllung von Kundenbedürfnissen.
2.4.1.1 Markenidentität
Die Markenidentität basiert auf drei wesentlichen Säulen: Auf den Werten, der Persönlichkeit und den Kompetenzen der Marke (siehe Grafik). Die Persönlichkeit einer Marke ist stark durch die Werte der Marke beeinflusst, die Kompetenzen durch die Herkunft. Die Werte, die Persönlichkeit und die Kompetenzen der Marke machen die Leistungen der Marke aus.
Die identitätsbasierte Markenführung, die sich – nach Meinung des Verfassers dieser Arbeit – in der Praxis zunehmend durchsetzt, ist holistisch zu verstehen, als eine von innen nach außen greifende – und nicht in umgekehrter Richtung – erfolgende Markenführung. Somit nimmt das Selbstbild, gewissermaßen als strategische Ausgangsposition, eine besondere Rolle ein.
Die Markenidentität dient als Ausgangspunkt für die Markenpositionierung. Diese soll die Identität unter relevanter Markt- und Kommunikationsbedingungen durch eine klare Fokussierung auf für Anspruchsgruppen wichtige und von der Konkurrenz differenzierende Eigenschaften wirksam umsetzen. Das Markenimage ist schließlich die Maßgröße für den mehr oder weniger erfolgreichen Transfer durch die Positionierung der Marke im Markt.
1 Einleitung: Vorstellung des Untersuchungsgegenstands Thalys und der Zielsetzung der Untersuchung im Kontext der Konkurrenzsituation zu ICE und TGV.
2 Markenpolitik: Theoretische Herleitung der Markenpolitik, ihrer Determinanten und kulturellen Implikationen, insbesondere im Dienstleistungssektor.
3 Das Unternehmen Thalys International SCRL: Rechtliche Einordnung, Beschreibung des Streckennetzes, des Kundenprofils sowie der Anwendung des 7-Ps-Marketingmixes auf Thalys.
4 Empirische Untersuchung der Markenwahrnehmung von Thalys: Darstellung der qualitativen Analyse mittels Critical Incident Technique und Auswertung der Kundenbefragung anhand des Marketingmix.
5 Kritische Würdigung: Zusammenfassende Diskussion der Untersuchungsergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten.
Markenpolitik, Thalys, Dienstleistungsmarke, Markenwahrnehmung, Markenidentität, Markenimage, Behavioral Branding, Markenarchitektur, Kulturdimensionen, Critical Incident Technique, Marketingmix, 7 Ps, Kundenzufriedenheit, Bahnverkehr, Dienstleistungsqualität.
Die Arbeit untersucht die Markenwahrnehmung des Zugunternehmens Thalys im Kontext seiner Konkurrenz zu den Marken ICE und TGV.
Die Schwerpunkte liegen auf der Markenpolitik, der Markenarchitektur, den kulturellen Einflüssen auf die Wahrnehmung sowie den Besonderheiten von Dienstleistungsmarken.
Es soll geprüft werden, ob die Marke Thalys eine ausreichende „Superiorität“ besitzt, um als einzige Marke für die Dienstleistungen der Muttergesellschaften (DB, SNCB, SNCF) zu fungieren.
Die Arbeit nutzt die „Critical Incident Technique“ im Rahmen qualitativer Interviews, um kritische Erlebnisse und die Wahrnehmung der Thalys-Kunden zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Markenpolitik und eine umfangreiche empirische Feldstudie unter Anwendung der 7 Ps des Dienstleistungsmarketings.
Markenidentität, Markenimage, Dienstleistungsqualität, Kundenzufriedenheit, interkulturelles Marketing und Markenarchitektur.
Die Unternehmenskultur, insbesondere das Auftreten des Personals, wird als kritischer Erfolgsfaktor identifiziert, um ein kohärentes Markenimage in einem internationalen Umfeld zu erzeugen.
Die Kunden nehmen Confort 1 und 2 trennscharf wahr, empfinden jedoch den Preis für Confort 1 im Verhältnis zum Zusatznutzen (vor allem Catering) als oft nicht vollständig gerechtfertigt.
Direktverbindungen werden als wesentlicher Komfort- und Qualitätsfaktor wahrgenommen, da Umsteigevorgänge als stressig und fehleranfällig gelten.
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