Bachelorarbeit, 2024
80 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Begriffliche und theoretische Grundlagen
2.1 Drogen und Sucht: begriffliche und theoretische Annäherung
2.2 Cannabiskonsum in Deutschland: Zahlen, Daten, Fakten
2.3 Das deutsche Suchthilfesystem: Überblick
3. Der Weg zur Cannabis-Teillegalisierung
3.1 Historische Entwicklungen der Drogenpolitik
3.2 Gesetzgebungsverfahren und Inkrafttreten des CanG
3.3 Politische und gesellschaftliche Debatten zum Umgang mit Cannabis
4. Auswirkungen der Cannabis-Teillegalisierung
4.1 Neue Anforderungen an Präventionsarbeit, Suchtberatung und Suchttherapie
4.2 Auswirkungen der Teil-Legalisierung auf Cannabiskonsument*innen
5. Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht, wie sich die Cannabis-Teillegalisierung in Deutschland auf das bestehende Suchthilfesystem auswirkt. Dabei wird analysiert, welche neuen fachlichen und strukturellen Anforderungen bei der Prävention, Beratung und Therapie von Cannabiskonsumierenden entstehen und welche sozialen sowie rechtlichen Herausforderungen mit den aktuellen Gesetzesänderungen verbunden sind.
Die Cannabis-Teillegalisierung und damit verbundene Anforderungen an das deutsche Suchthilfesystem
„In Deutschland ist Cannabis eine der am weitesten verbreiteten Drogen“ (Heidenblut & Wegge 2022, S. 12). Für die letzten drei Jahrzehnte ist dabei ein kontinuierlicher starker Anstieg des Cannabiskonsums bei Erwachsenen Deutschen im Alter von 18 bis 59 Jahren zu verzeichnen, sodass im Jahr 2021 39,5% dieser Altersgruppe mindestens einmal in ihrem Leben Cannabis ausprobiert hatte (vgl. Rauschert et al. 2023a, S. 5). Besonders verbreitet ist Cannabiskonsum jedoch unter jungen Menschen; „Im Jahr 2021 hatte gut die Hälfte der 18- bis 25-Jährigen schon einmal Cannabis konsumiert“ (Orth & Merkel 2022, S. 37). Der Konsum von Cannabis spielt also ohne Zweifel eine erhebliche Rolle in der deutschen Drogenkultur – gänzlich unabhängig vom rechtlichen Status dieser Substanz ist der Cannabiskonsum in der Gesamtbevölkerung über Jahrzehnte hinweg angestiegen, die bisherige Drogenpolitik, die im Wesentlichen auf strafrechtliche Maßnahmen gesetzt hat, muss daher klar als gescheitert bezeichnet werden (vgl. Heidenblut & Wegge 2022, S. 12). Dabei hat die Kriminalisierung dazu geführt, dass ein Erwischt-Werden insbesondere für Jugendliche oft drastische Konsequenzen hatte, die weniger im Justizsystem selber, sondern vielmehr in anderen gesellschaftlichen Bereichen wirksam wurden (vgl. Schmidt-Semisch et al. 2024, S. 6).
Durch den für die Jahre 2021 bis 2025 gültigen Koalitionsvertrag der SPD, dem Bündnis‘90/DIE GRÜNEN und der FDP wurde von den Regierungsparteien festgelegt, eine kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken einzuführen (vgl. SPD, Bündnis‘90/DIE GRÜNEN & FDP 2021, S. 68). Infolgedessen wurde sowohl im wissenschaftlichen Diskurs, als auch in der Politik und in der Gesellschaft kontrovers über die Pläne der Bundesregierung und über einzelne Bestimmungen des Gesetzes diskutiert: „Während sich die einen von einer regulierten, legalen Zugangsmöglichkeit zu Cannabis für Erwachsene vor allem einen besseren Gesundheitsschutz für die Konsument:innen und eine Reduzierung des illegalen Schwarzmarktes erhoffen, sehen die anderen damit gewissermaßen den Untergang des Abendlandes heraufziehen und beharren auf der Kriminalisierung und Bestrafung der entsprechenden Verhaltensweisen.“ (Schmidt-Semisch 2024, S. V).
1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Prävalenz des Cannabiskonsums in Deutschland und leitet die Fragestellung her, wie sich die Cannabis-Teillegalisierung auf die Anforderungen an das Suchthilfesystem auswirkt.
2. Begriffliche und theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Droge und Sucht unter Berücksichtigung verschiedener Modelle und liefert Daten zum Konsum sowie einen Überblick über die Angebotsstruktur der Suchthilfe.
3. Der Weg zur Cannabis-Teillegalisierung: Hier wird der historische Wandel der Drogenpolitik von der Prohibition hin zu den aktuellen Gesetzgebungsverfahren wie dem CanG detailliert dargestellt.
4. Auswirkungen der Cannabis-Teillegalisierung: Im Hauptteil werden die Konsequenzen der Gesetzesänderung für die Suchtprävention, Suchtberatung und Suchttherapie diskutiert sowie die Auswirkungen auf die Konsumierenden beleuchtet.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige Ressourcenanpassungen und weitere Forschungsfelder.
Cannabis-Teillegalisierung, Suchthilfesystem, CanG, Suchtprävention, Suchtberatung, Suchttherapie, Cannabisgesetz, Drogenpolitik, Konsumprävalenz, Cannabiskonsum, Abstinenzorientierung, Akzeptanzorientierung, Entstigmatisierung, Gesundheitswesen, Sozialwesen.
Die Arbeit analysiert die veränderten Anforderungen, die durch die Cannabis-Teillegalisierung im Jahr 2024 an das deutsche Suchthilfesystem gestellt werden.
Zentral sind die Drogenpolitik, die gesetzlichen Neuregelungen (CanG), die Arbeit des Suchthilfesystems sowie die Auswirkungen auf Präventionsarbeit und Beratung von Cannabiskonsumierenden.
Die Arbeit untersucht, wie die Teillegalisierung von Cannabis die Anforderungen an das deutsche Suchthilfesystem verändert und welche rechtlichen und sozialen Herausforderungen dabei für die Praxis entstehen.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf Basis aktueller Literatur, Fachdiskursen und Gesetzesvorgaben die Auswirkungen der neuen Drogenpolitik auf die Suchthilfe untersucht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung des Weges zur Teillegalisierung durch das CanG und die anschließende kritische Diskussion der Auswirkungen auf verschiedene Bereiche der Suchthilfe, wie insbesondere Prävention und Beratung.
Zentral sind Begriffe wie Cannabis-Teillegalisierung, Suchthilfesystem, Suchtprävention, CanG, Entstigmatisierung und Drogenpolitik.
Anbauvereinigungen schaffen neue Zugangswege zu den Adressat*innen der Sozialen Arbeit, erfordern jedoch eine engere Kooperation zwischen den Vereinen und Suchtberatungsstellen, um bei Bedarf gezielte Hilfe leisten zu können.
Die Arbeit diskutiert, inwieweit das bisher dominierende Abstinenzparadigma durch die neuen Anforderungen hinterfragt wird und ob akzeptanzorientierte Ansätze in der Suchtberatung und Psychotherapie künftig eine stärkere Rolle spielen sollten.
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