Masterarbeit, 2010
109 Seiten
1. Einführung
2. Allgemeine Rahmenbedingungen
2.1 Familienunternehmen
2.2 Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung
2.2.1 Allgemeines
2.2.2 Share Deal vs. Asset Deal
3. Bewertungs- und steuerrechtliche Rahmenbedingungen
3.1 Bewertungsgrundsätze
3.1.1 Einführung - Methodenvielfalt der Unternehmensbewertungen
3.1.2 Bewertung von Anteilen an einer GmbH
3.1.2.1 Grundlegendes
3.1.2.2 Ermittlung des gemeinen Wertes mittels ausgewählter Verfahren
3.1.2.2.1 Vereinfachtes Ertragswertverfahren
3.1.2.2.2 Das APV-Verfahren
3.1.2.3 Paketzuschlag, § 11 Abs. 3 BewG
3.1.2.4 Zwischenergebnisse
3.2 Verträge zwischen nahestehenden Personen
3.3 Abgrenzung von entgeltlichen und unentgeltlichen Übertragungen
3.4 Schenkungsteuer
3.4.1 Einführung
3.4.2 Vorliegen einer Zuwendung
3.4.2.1 Freigebige Zuwendung unter Lebenden
3.4.2.2 Gemischte Schenkung und Schenkung unter Auflage
3.4.2.3 Anteilsübergang bei einer GmbH, § 7 Abs. 7 ErbStG
3.4.3 Verschonungen des Anteilsvermögens, §§ 13a, b ErbStG
3.4.3.1 Allgemeine Voraussetzungen für die Steuerbefreiung
3.4.3.2 Regelverschonung
3.4.3.3 Optionsverschonung
3.4.4 Steuerklassen, Freibeträge und Steuersatz
3.4.5 Zwischenergebnisse
3.5 Einkommensteuer
3.5.1 Unentgeltliche Zuwendungen
3.5.2 Entgeltliche Zuwendungen
3.5.3 Teilentgeltliche Zuwendungen
3.6 Sonstige Steuerarten
3.6.1 Grunderwerbsteuer
3.6.2 Umsatzsteuer
3.6.3 Körperschaftsteuer
3.6.4 Gewerbesteuer
3.7 Zwischenergebnisse
4. Steuerrechtliche Konsequenzen
4.1 Übertragung der Anteile durch Schenkung
4.1.1 Einführung
4.1.2 Schenkungsteuerliche Belastung beim Nachfolger
4.1.3 Vorteilhaftigkeitsüberlegungen
4.2 Übertragung der Anteile durch gemischte Schenkung
4.2.1 Einführung
4.2.2 Schenkungsteuerliche Belastung beim Nachfolger
4.2.3 Einkommensteuerliche Belastung beim Schenker
4.2.4 Vorteilhaftigkeitsüberlegungen
4.3 Übertragung der Anteile durch Schenkung unter Leistungsauflage
4.3.1 Einführung
4.3.2 Steuerliche Belastungen aus dem unentgeltlichen Teil der Vermögensübergabe
4.3.3 Steuerliche Belastungen aus dem entgeltlichen Teil der Vermögensübertragung
4.3.4 Vorteilhaftigkeitsüberlegungen
4.4 Übertragung der Anteile durch Schenkung unter Vorbehaltsnießbrauch
4.4.1 Einführung
4.4.2 Schenkungsteuerliche Belastung beim Nachfolger
4.4.3 Einkommensteuerliche Behandlung
4.4.4 Vorteilhaftigkeitsüberlegungen
4.5 Gegenüberstellung der Übertragungsmöglichkeiten an einem Beispiel
4.5.1 Sachverhalt zur Beispiel-GmbH
4.5.2 Übertragung der Anteile durch Schenkung
4.5.3 Übertragung der Anteile durch gemischte Schenkung
4.5.4 Übertragung der Anteile gegen Versorgungsleistungen / unter Vorbehaltsnießbrauch
4.5.5 Zwischenergebnisse
4.6 Weitere Gestaltungspotentiale
4.6.1 Steuersparmodell bei der Frage nach der Steuerschuldnerschaft
4.5.2 Vorschenkung als steuerreduzierende Maßnahme
4.5.3 Übertragung der Anteile gegen Nießbrauch oder Versorgungsleistungen?
5. Zusammenfassende Würdigung
Die vorliegende Arbeit analysiert die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen und Konsequenzen bei der familieninternen Unternehmensnachfolge von GmbHs. Ziel ist es, die steuerlichen Auswirkungen verschiedener Übertragungsmethoden im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge zu untersuchen und Gestaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um die Belastungen für die Beteiligten zu optimieren.
3.1.2.2 Ermittlung des gemeinen Wertes mittels ausgewählter Verfahren
In der ersten Stufe sieht § 11 Abs. 2 Satz 2 ff. BewG zur Ermittlung des gemeinen Wertes folgende Vorgehensweise vor:
Lässt sich der gemeine Wert aus Verkäufen unter fremden Dritten, die weniger als ein Jahr zurückliegen ermitteln, so ist vorrangig dieser Wert anzusetzen.
Andernfalls ist der gemeine Wert unter Berücksichtigung der Ertragsaussichten oder einer anderen, auch im gewöhnlichen Geschäftsverkehr für nicht steuerliche Zwecke üblichen Methode, zu ermitteln.
Dabei ist die Bewertungsmethode anzuwenden, die ein Erwerber der Bemessung des Kaufpreises zugrundelegen würde, bspw. den IDW S1, ein DCF-Verfahren (z. B. den APV-Ansatz) oder die Residualgewinnmethode.
Unter Anwendung von § 99 und § 103 BewG ist der Substanzwert als Mindestwert anzusetzen (§ 11 Abs. 2 Satz 3 BewG).
Dabei ist nach §§ 199 bis 203 BewG das vom Gesetzgeber geregelte vereinfachte Ertragswertverfahren zu berücksichtigen.
1. Einführung: Diese Einleitung stellt die steuerliche Relevanz der familieninternen Unternehmensnachfolge dar und definiert den Untersuchungsgegenstand auf GmbHs im Privatvermögen.
2. Allgemeine Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel erläutert die Definition von Familienunternehmen sowie die spezifischen zivilrechtlichen Rahmenbedingungen der GmbH, inklusive der Unterscheidung von Share Deal und Asset Deal.
3. Bewertungs- und steuerrechtliche Rahmenbedingungen: Hier werden die Grundsätze der Unternehmensbewertung, insbesondere das vereinfachte Ertragswertverfahren, sowie die schenkung- und einkommensteuerlichen Grundlagen der Anteilsübertragung detailliert erörtert.
4. Steuerrechtliche Konsequenzen: Dieser Abschnitt analysiert die konkreten steuerlichen Auswirkungen bei verschiedenen Übertragungsvarianten wie der Schenkung, der gemischten Schenkung sowie der Schenkung unter Leistungsauflage oder Vorbehaltsnießbrauch anhand von Berechnungsbeispielen.
5. Zusammenfassende Würdigung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der steuerrechtlichen Analyse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer frühzeitigen und einzelfallbezogenen Planung bei der Unternehmensnachfolge.
Unternehmensnachfolge, GmbH, Schenkungsteuer, Erbschaftsteuer, Erbschaftsteuerreformgesetz, Unternehmensbewertung, vereinfachtes Ertragswertverfahren, Regelverschonung, Optionsverschonung, gemischte Schenkung, Versorgungsleistungen, Vorbehaltsnießbrauch, Einkommensteuer, Anteilsübertragung, vorweggenommene Erbfolge.
Die Arbeit befasst sich mit den steuerrechtlichen Aspekten und Konsequenzen, die bei der familieninternen Übertragung von GmbH-Anteilen (Unternehmensnachfolge) im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge entstehen.
Die zentralen Themen umfassen die Unternehmensbewertung, die Anwendung des Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG), die einkommensteuerliche Behandlung sowie die Einordnung der Anteilsübertragung hinsichtlich Grunderwerb-, Körperschaft- und Gewerbesteuer.
Ziel ist es, die steuerlich optimalen Gestaltungsformen für eine familieninterne Unternehmensnachfolge bei einer GmbH zu identifizieren, um Steuerbelastungen zu minimieren und die Liquidität des Unternehmens zu sichern.
Es handelt sich um eine steuerrechtliche Analyse, die durch theoretische Erläuterungen der gesetzlichen Vorschriften und durch die Anwendung von Berechnungsformeln und Fallbeispielen gestützt wird.
Der Hauptteil analysiert detailliert die steuerrechtlichen Konsequenzen von vier Übertragungsvarianten: reine Schenkung, gemischte Schenkung, Schenkung unter Leistungsauflage und Schenkung unter Vorbehaltsnießbrauch.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Unternehmensnachfolge, GmbH, Erbschaft- und Schenkungsteuer, Verschonungsmodelle (Regel- und Optionsverschonung) sowie Gestaltungsformen wie Versorgungsleistungen und Nießbrauch geprägt.
Da die Unternehmensbewertung direkt die Bemessungsgrundlage für die Schenkungsteuer beeinflusst, ist die Wahl eines rechtssicheren und steueroptimalen Verfahrens (z.B. vereinfachtes Ertragswertverfahren oder APV-Ansatz) essenziell für die Höhe der Steuerlast.
Es hat die Behaltensfristen bei der Verschonung von Betriebsvermögen auf fünf Jahre reduziert und die Anforderungen an die Lohnsummenklausel abgemildert, was die Planungssicherheit für Nachfolger erhöht.
Weil sie als gemischte Schenkung den Kapitalwert der Versorgungsleistung schenkungsteuerreduzierend ansetzt und gleichzeitig einkommensteuerliche Vorteile durch den Sonderausgabenabzug beim Übernehmer bietet.
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