Bachelorarbeit, 2010
77 Seiten, Note: 2,2
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Bevölkerungsentwicklung in Deutschland
2.1 Bevölkerungsentwicklung- und prognose
2.2 Fertilität
2.3 Mortilität
2.4 Migrationstheorie
3 Wohnungsmarktentwicklung in Deutschland
3.1 Entwicklung des Wohnungsbestandes in Ost- und Westdeutschland
3.2 Wohneigentum in Deutschland
3.3 Suburbanisierungsprozess
3.4 Nachfrage nach Wohnraum
3.4.1 Abhängigkeitsfaktoren der Nachfrage
3.4.2 Anzahl der Haushalte
3.4.3 Bestimmungsfaktoren der Wohnraumnachfrage
4 Wohnungsmarktentwicklung am Standort Frankfurt
4.1. Wohnungsmarktsituation
4.2. Bevölkerung und Haushalte in Frankfurt
4.2.1 Bevölkerungs- und Haushaltsentwicklung
4.2.2 Wanderungsbewegungen
4.3 Entwicklung des Wohnungsbestandes
5 Demographische Herausforderung für die Wohnimmobilienmärkte in Deutschland und Frankfurt
5.1. Auswirkungen auf die Wohnflächennachfrage
5.2. Folgen für die Bautätigkeit
5.3 Auswirkungen der Demographie auf die Wohnimmobilienpreise
6 Handlungsempfehlungen
6.1 Stadtentwicklungen
6.2 Handlungsempfehlungen für die Wohnungswirtschaft
6.3 Handlungsempfehlungen für die Wohnungspolitik
7 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf den Wohnimmobilienmarkt in Deutschland mit besonderem Fokus auf den Standort Frankfurt am Main. Das Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen dem demographischen Wandel, der Bevölkerungsstruktur und der Nachfrage nach Wohnraum aufzuzeigen, um daraus fundierte Handlungsempfehlungen für die Wohnungswirtschaft und Wohnungspolitik abzuleiten.
2.4 Migrationstheorie
Von einem Wanderungsvorgang oder einer Migration (von lat.: migratio = Wanderung) spricht man dann, wenn die Wohnsitzverlegung einer einzelnen Person über eine administrative Grenze hinweg angelegt ist und sie als dauerhaft gilt. Da Wanderungsbewegungen im Vergleich zu der natürlichen Bevölkerungsbewegung, bei der die Bevölkerungsveränderung nur durch Geburten- und Sterbefälle gekennzeichnet ist, kurzfristiger wirksam werden, sind sie ein wesentliches Element für Bevölkerungsveränderungen.
„Die häufigsten Gründe für die Migration sind ökonomischer Natur“ behauptete E.G. Ravenstein, der im späten neunzehnten Jahrhundert die „Migrationsgesetze“ auf der Grundlage der empirischen Analyse über Migration in England formulierte und somit den ersten theoretischen Rahmen zur Analyse dieses gesellschaftlichen Phänomens schuf. Dieser Studie können die Forscher des 20. Jahrhunderts bis heute nur beipflichten.
Migranten handeln als rationale Wesen und machen ihre Entscheidung zur Abwanderung von einer Kosten-Nutzen-Rechnung abhängig. Dabei wählen die Menschen den Zielort aus, an dem sie ihre beruflichen Fähigkeiten am besten entfalten können. Jedoch müssen die Einnahmen aus dem Zielland mit den zu erwartenden Kosten verglichen werden, denn Migration verursacht nicht nur Reisekosten, sondern auch Integrationskosten, Kosten für die Arbeitssuche, Kosten der Lebenshaltung sowie soziale Kosten. Sind die Einnahmen größer als die Ausgaben, ist ein Umzug sinnvoll.
Ausgehend von dem ökonomischen Migrationsmodell ziehen Menschen umso eher um, je:
• größer die Einkommensdifferenz zwischen Zielland und Herkunftsland ist,
• größer die Beschäftigungswahrscheinlichkeit im Zielland ist,
• geringer die Reisekosten (Entfernung) zum Zielland ist,
• größer die Integrationsbemühungen im Zielland sind,
• dichter ein Netzwerk aus früheren Migranten im Zielland besteht,
• besser die Weiterqualifizierungsmöglichkeiten im Zielland sind.
1 Einleitung: Vorstellung des demographischen Wandels als Herausforderung und Einführung in die Zielsetzung und Struktur der Arbeit.
2 Bevölkerungsentwicklung in Deutschland: Detaillierte Betrachtung der demographischen Faktoren wie Fertilität, Mortalität und Migration als Grundlage für Bevölkerungsanalysen.
3 Wohnungsmarktentwicklung in Deutschland: Analyse der nationalen Entwicklung von Wohnungsbestand, Eigentumsquoten und Suburbanisierungstrends.
4 Wohnungsmarktentwicklung am Standort Frankfurt: Spezifische Untersuchung der Marktbedingungen, Haushaltsstrukturen und Wohnungsbauentwicklung in Frankfurt am Main.
5 Demographische Herausforderung für die Wohnimmobilienmärkte in Deutschland und Frankfurt: Verknüpfung der demographischen Prognosen mit deren Auswirkungen auf Wohnflächennachfrage, Bautätigkeit und Immobilienpreise.
6 Handlungsempfehlungen: Erarbeitung von Lösungsansätzen für Stadtentwicklung, Wohnungswirtschaft und -politik zur Bewältigung der demographischen Auswirkungen.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung.
Demographischer Wandel, Wohnimmobilienmarkt, Bevölkerungsprognose, Frankfurt am Main, Migrationstheorie, Wohneigentum, Suburbanisierung, Wohnraumnachfrage, Haushaltsgröße, Bautätigkeit, Stadtentwicklung, Leerstand, Wohnungsbestand, Immobilienwirtschaft, Demographie
Die Arbeit analysiert die langfristigen Auswirkungen des demographischen Wandels, wie Bevölkerungsrückgang und Überalterung, auf den deutschen Wohnimmobilienmarkt und den speziellen Standort Frankfurt am Main.
Zu den zentralen Themen gehören die Bevölkerungsentwicklung, die Entwicklung des Wohnungsbestands, Suburbanisierungsprozesse sowie die Faktoren, die die Nachfrage nach Wohnraum bestimmen.
Das primäre Ziel ist es, die Konsequenzen der demographischen Entwicklung für Immobilienanbieter aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie Wohnungswirtschaft und -politik proaktiv auf diese Veränderungen reagieren können.
Es wurde eine theoretische und empirische Analyse durchgeführt, die auf der Auswertung aktueller statistischer Daten und Fachliteratur zur demographischen Entwicklung und Wohnungsmarktforschung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine nationale Bestandsaufnahme, eine detaillierte Betrachtung des Standorts Frankfurt, die Untersuchung der Auswirkungen auf Nachfrage und Preise sowie die Herleitung konkreter Handlungsempfehlungen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie demographischer Wandel, Wohnimmobilienmarkt, Bevölkerungsentwicklung, Suburbanisierung und Wohnungspolitik charakterisiert.
Frankfurt zeichnet sich durch ein stabiles Arbeitsplatzangebot und kulturelle Attraktivität aus, wodurch die Stadt die Auswirkungen des demographischen Wandels vorerst abfedern kann, während ländliche Gebiete stärker unter dem Bevölkerungsrückgang leiden.
Durch die Zusammenlegung von Wohnungen kann der Bestand moderner und großzügiger gestaltet werden, um den Bedürfnissen von Familien gerecht zu werden und die Abwanderung in das Umland zu verringern.
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