Bachelorarbeit, 2022
88 Seiten, Note: 2,1
Vorwort
0. EINLEITUNG
0.1. Hinführung zum Thema
0.2. Rassismusforschung in Deutschland - Brauchen wir diskriminierungs- und rassismuskritische Wissenschaftler*innen?
0.3. Methodischer Aufbau der Bachelorarbeit
1. Begriffsbestimmungen
1.1. Der Begriff ‚Rassismus‘
1.1.1. Kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff ‚Rasse‘
1.1.2. Ist das ‚Rassismus‘ oder was darf nicht weg?
1.2.. Abgrenzung zu den Begriffen:
1.2.1. ‚Ausländerfeindlichkeit‘
1.2.2. ‚Diskriminierung‘
1.2.3. ‚Fremdenfeindlichkeit‘ und ‚Fremdenfurcht (Xenophobie)‘
2. Exemplarische Übersicht an Rassismustheorien und Überlegungen des 20. und 21. Jahrhunderts
2.1. Stuart Hall - Braucht Rassismus eine soziale Praxis?
2.2. Robert Miles - Rassismus als ideologischer Diskurs
2.3. Mark Terkessidis - ‚Macht-Wissen-Komplex‘
3. Geschichte des Rassismus in Deutschland - Der Blick auf Heute
3.1. Sklaverei und Kolonialzeit - Inwieweit profitieren wir davon?
3.2. Nationalsozialismus - Rassistischer ‚Judenhass‘
3.2.1. Islamischer Antisemitismus
3.2.2. Antimuslimischer Rassismus - ‚Islamophobie‘
3.3. Gastarbeiter*innen ab den 1955er
3.5. Asiat*innen - „Antiasiatischer-Rassismus“
3.6. Sinti und Roma - ‚Antiziganismus‘
4. Soziale Arbeit - Umgang mit Differenzierungen, Normen und Macht
4.1. Berufsethos vs. Machtstrukturen
4.2. Zentrale Ergebnisse aus den Forschungsprojekten: ‚Zur Konstruktion und Dekonstruktion von Differenz in der Sozialen Arbeit‘ und ‚Geflecht aus Machtverhältnissen‘
4.2.1. Struktureller Rassismus
4.2.2. Institutioneller Rassismus
4.2.3. Alltagsrassismus
4.3. Anforderungen an Institutionelle Rahmenbedingungen für eine antirassistische Arbeit - Zwischen Ansprüche und Erwartungen
4.3.1. Träger > Sozialarbeiter*innen
4.3.2. Sozialarbeiter*innen > Träger
4.4. Gesetzliche Grundlagen
4.4.1. Das Grundgesetz (GG)
4.4.2. Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
4.4.3. Was sagen uns die Gesetze aus der Kinder- und Jugendhilfe?
5. Reproduktion von Rassismuserfahrungen
5.1. Was verstehen wir unter Reproduktion von Rassismuserfahrungen?
5.2. Wer reproduziert Rassismus?
5.2.1. Sozialarbeiter*innen
5.2.2. Kinder und Jugendliche - Was sind die Auswirkungen von Rassismus?
6. Anforderungen an antirassistische Sozialarbeiter*innen
6.1. Was bedeutet antirassistisch?
6.2. Anerkennung und Reflexion der eigenen Verflechtung
6.3. Was hat Rassismus mit mir zu tun? - Ein Blick in den Spiegel
6.4. Auswahl an Begleitliteratur und Hilfsmittel zur antirassistischen Arbeit für Sozialarbeitende
6.4.1. Happyland - Rassismuskritisch denken lernen
6.4.2. Check der Privilegien und IAT (Implicit Asociaion Test)
7. Antirassistische Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Praxis
7.1. Wie können Sozialarbeiter*innen antirassistisch und sozialpädagogisch arbeiten?
7.1.1. Mit Kindern
7.1.1.1. Früh übt sich…
7.1.1.2. 7 Schritte für das Gespräch mit Kindern über Rassismus
7.1.1.3. Was ist wenn…? Das Fünf-Schritte-Schema
7.1.2. Mit Kindern im Grundschulalter
7.1.3. Mit Teenagern und Pre-Teens
7.2. Hilfe das Kind erlebt Rassismus - Was kann getan werden?
7.3. Wo finden Sozialarbeiter*innen diversitätssensible und antirassistische Materialien für Kinder und Jugendliche?
8. Fazit
8.1. Zusammenfassung der Forschung
8.2. Ausblick
8.3. Persönliche Stellungnahme
Die Arbeit untersucht den signifikanten Zusammenhang zwischen Sozialer Arbeit und der Gefahr der Reproduktion von Rassismus. Ziel ist es, die Anforderungen an antirassistische Sozialarbeiter*innen zu identifizieren und aufzuzeigen, wie sozialpädagogisch mit Kindern und Jugendlichen gegen Rassismus gearbeitet werden kann, um eine diversitätssensible Praxis zu fördern.
0.1. Hinführung zum Thema
Befassen wir uns mit den letzten zwei Jahrzehnten in Deutschland, so können wir auf zahlreiche Rassismusfälle zurückblicken die bis heute auf uns wirken. Wir als Gesellschaft erlebten Zustände der Angst, Wut, Ohnmacht und Ratlosigkeit. Es gab auch Situationen, wie die Flüchtlingskrise 2015, in denen sich die Meinungen so weit voneinander entfernten, dass wir hier nahezu von einer Spaltung unserer Gesellschaft sprechen können. Es waren unter anderem die NSU-Morde, die Attentate auf das Münchner Olympia Einkaufszentrum, auf die Synagoge in Halle, der Anschlag in Hanau und viele weitere, die immer wieder große Debatten über Rassismus, rechtsradikalen oder islamistischen Antisemitismus und empörte Kritik an der Polizei entfachten. Doch längerfristig scheint unsere Gesellschaft keine gemeinsamen Lösungen und Antworten zu finden.
Dennoch und das zeigen die Medien, fordert die Öffentlichkeit eine lückenlose Transparenz und Aufklärung der Fälle. Seit der Nationalsozialistische Untergrund (NSU), der von 2000 - 2007 zehn Menschen, hauptsächlich Menschen mit Migrationshintergrund ermordete, sind die NSU Akten unter Verschluss. Dies soll für die nächsten dreißig Jahre auch so bleiben. Was macht das mit einer Gesellschaft? Wie gehen wir mit rechter Gewalt um? Und wer übernimmt Verantwortung? Häufig werden solche Fälle als Einzelfälle und Ausnahmen abgetan oder aber rechtsradikalmotivierte Anschläge nicht klar benannt. Der Attentäter aus Hanau wurde beispielsweise nicht als Rechtsextremer identifiziert, statt dessen sei er vor allem ein psychisch Kranker gewesen: „Tobias R. sei in erster Linie nicht von einer rechtsextremen Gesinnung getrieben worden.“ „Der Attentäter von Hanau hing Verschwörungstheorien an. Erst danach, so das Bundeskriminalamt, suchte er sich eine rassistische Begründung für seine Tat.“ Nennenswert ist hier auch die zunehmende Rassismuskritik an der Polizei (Racial Profiling) und die vom damaligen Innenminister Horst Seehofer abgelehnten Studie, die eigentlich die Strukturen der Polizei auf Rassismusfälle untersuchen sollte.
0. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in das Themenfeld ein und skizziert die Relevanz der Rassismusproblematik für die Soziale Arbeit in Deutschland.
1. Begriffsbestimmungen: Hier werden zentrale Begriffe rund um Rassismus geklärt, um eine einheitliche theoretische Grundlage für die Arbeit zu schaffen.
2. Exemplarische Übersicht an Rassismustheorien und Überlegungen des 20. und 21. Jahrhunderts: Es wird erörtert, wie Rassismus theoretisch gefasst werden kann, wobei die Ansätze von Stuart Hall, Robert Miles und Mark Terkessidis im Zentrum stehen.
3. Geschichte des Rassismus in Deutschland - Der Blick auf Heute: Das Kapitel beleuchtet historische Dimensionen des Rassismus in Deutschland und deren heutige Relevanz für verschiedene Minderheiten.
4. Soziale Arbeit - Umgang mit Differenzierungen, Normen und Macht: Hier wird das Spannungsfeld zwischen dem Berufsethos der Sozialen Arbeit und den inhärenten Machtstrukturen analysiert.
5. Reproduktion von Rassismuserfahrungen: Dieses Kapitel thematisiert, wie Rassismuserfahrungen reproduziert werden und welche Auswirkungen dies insbesondere auf Kinder und Jugendliche hat.
6. Anforderungen an antirassistische Sozialarbeiter*innen: Es werden Kompetenzen und notwendige Reflexionsprozesse diskutiert, die für eine antirassistische Haltung in der Sozialen Arbeit erforderlich sind.
7. Antirassistische Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Praxis: Hier werden konkrete Handlungsanleitungen und Materialien für die pädagogische Arbeit vorgestellt.
8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Forschungsergebnisse zusammen, zieht ein Resümee und gibt einen Ausblick auf notwendige Entwicklungen.
Rassismus, Soziale Arbeit, Antirassismus, Machtstrukturen, Reproduktion, Diskriminierung, Migrationsgeschichte, Kinder und Jugendliche, Diversität, Rassismuskritik, Pädagogik, Diversitätssensible Arbeit, Vorurteile, Handwerkszeug, Institutioneller Rassismus
Die Arbeit befasst sich mit der Schnittstelle von Sozialer Arbeit und Rassismus. Sie analysiert, wie Soziale Arbeit Rassismus reproduzieren kann und welche Anforderungen an ein antirassistisches Handeln von Sozialarbeiter*innen gestellt werden.
Zentral sind die theoretische Fundierung von Rassismus, die historische Aufarbeitung in Deutschland, Machtstrukturen innerhalb der Sozialen Arbeit sowie die praktische antirassistische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Das Hauptziel ist es, den Zusammenhang zwischen Sozialer Arbeit und der Gefahr der Rassismus-Reproduktion zu verstehen und ein "Handwerkszeug" mit Handlungsideen für die Praxis zu entwickeln, um Rassismus proaktiv zu bekämpfen.
Die Untersuchung basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender rassismuskritischer Diskurse und Studien, die auf die Relevanz der Sozialen Arbeit bezogen und reflektiert werden.
Im Hauptteil werden theoretische Rassismuskonzepte, die historische Verwurzelung in Deutschland, die professionellen Anforderungen an Sozialarbeiter*innen sowie praktische Ansätze für die pädagogische Arbeit behandelt.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Rassismuskritik, Sozialarbeiter*innen, struktureller und institutioneller Rassismus, Reproduktion von Rassismus und diversitätssensible Materialien.
Selbstreflexion ist eine Grundvoraussetzung für antirassistisches Handeln. Sozialarbeiter*innen müssen ihre eigene Rolle in Machtverhältnissen erkennen und ihre Privilegien hinterfragen, statt Rassismus als bloßes "Problem der Anderen" zu sehen.
Durch die Etablierung rassismuskritischer Fortbildungen, die Nutzung diversitätssensibler Materialien und eine aktive institutionelle Auseinandersetzung mit Diskriminierungsprozessen können Handlungsspielräume geschaffen werden, die Rassismus dekonstruieren.
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