Masterarbeit, 2024
87 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Begriffliche Eingrenzungen
2.1 Nachhaltiger Konsum
2.2 Konsumenten und ihre Entscheidungen/Konsumentenverhalten
2.3 Prinzipal-Agent-Theorie
2.4 Möglichkeiten der Nachhaltigkeitskommunikation
3 Digital Product Passport
3.1 Ecodesign for Sustainable Product Regulations
3.2 Konzept des DPP
4 Verbraucherinformationsangebote
4.1 Ernährung
4.2 Textilien
4.3 Energie und Allgemein
5 Methodik
5.1 Forschungsdesign
5.1.1 Legitimation der Expertenauswahl
5.1.2 Begründung der Interviewfragen und Interviewablauf
5.2 Datenauswertung
6 Präsentation der Ergebnisse
6.1 Experteninterviews
6.2 Analyse der Verbraucherinformationsangebote
7 Diskussion
8 Fazit
Diese Masterarbeit untersucht, inwiefern der Digitale Produktpass (DPP) als Informationsinstrument Verbraucherentscheidungen beeinflussen kann, indem bestehende Verbraucherinformationsangebote hinsichtlich ihrer Erfolge und Hindernisse analysiert werden, um daraus Potenziale für den DPP als Kommunikationsmittel abzuleiten.
2.3 Prinzipal-Agent-Theorie
Die Prinzipal-Agent-Theorie, handelt übergeordnet von „opportunistische[n] Verhaltensstrukturen unter der Annahme, dass die Akteure eigennutzenorientiert handeln und Informationen asymmetrisch verteilt sind. Eine Beziehung zwischen einem Prinzipal und einem Agenten kommt zustande, wenn ein Prinzipal einem Agenten einen Auftrag erteilt. Dafür bekommt der Agent gewisse Entscheidungsfreiheiten, den Auftrag für den Prinzipal durchzuführen. Der Agent führt den Auftrag im Rahmen der Möglichkeiten aus und erhält dafür eine Zahlung des Prinzipals. Die Prinzipal-Agent Beziehung beschreibt demnach einmal den Auftraggeber, als Prinzipal und einmal den Auftragnehmer, als Agenten. Es ist anzunehmen, dass beide den höchstmöglichen Nutzen anstreben, aber letzterer führt die Aufträge lediglich in seinem eigenen Interesse aus.
Der Theorie zufolge können die Beziehungen in vor und nach dem Vertragsabschluss unterschieden werden. Bevor der Prinzipal einen Agenten beauftragen kann, muss er den passenden Agenten für seinen Auftrag finden, wobei die Problematik besteht, dass die Eigenschaften des Agenten nicht sichtbar sind. Nachdem ein Vertrag zustande gekommen ist, „sind die Aktionen des Agenten durch den Prinzipal nicht beobachtbar oder zwar beobachtbar aber deren Angemessenheit nicht feststellbar. Demnach herrschen zwischen den beiden Akteuren Informationsasymmetrien, welche als Grundlage zunächst kein Problem darstellen. Sollte der Agent allerdings zu seinen Gunsten das Unwissen des Prinzipals ausnutzen, kann es zu Problemen führen.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema Klimawandel und Kreislaufwirtschaft, Darstellung der Forschungsrelevanz des Digitalen Produktpasses zur Unterstützung bewusster Kaufentscheidungen.
2 Begriffliche Eingrenzungen: Theoretische Fundierung der Begriffe nachhaltiger Konsum, Konsumentenverhalten und die Einführung der Prinzipal-Agent-Theorie als Analysemodell.
3 Digital Product Passport: Darstellung der gesetzgeberischen Grundlagen (Ecodesign-Verordnung) und Definition des Konzepts des DPPs sowie seiner zentralen Komponenten.
4 Verbraucherinformationsangebote: Analyse bestehender Label-Systeme in den Sektoren Ernährung, Textilien und Energie hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Akzeptanz.
5 Methodik: Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns mittels Experteninterviews und der Auswertungsmethode durch qualitative Inhaltsanalyse.
6 Präsentation der Ergebnisse: Darstellung der gewonnenen Expertenerkenntnisse und Ableitung relevanter Chancen und Herausforderungen für die Implementierung des DPPs.
7 Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der Forschungsfragen und der theoretischen Rahmenbedingungen.
8 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen, Reflexion der Limitationen und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Digital Product Passport, DPP, Nachhaltiger Konsum, Kreislaufwirtschaft, Verbraucherentscheidungen, Nachhaltigkeitssiegel, Informationsasymmetrie, Greenwashing, Prinzipal-Agent-Theorie, Nachhaltigkeitskommunikation, Transparenz, Datenmanagement, Label, Experteninterviews, Konsumentenverhalten.
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss der Digitale Produktpass auf die Entscheidungsfindung von Konsumenten haben kann und analysiert dabei bestehende Defizite in aktuellen Verbraucherinformationsangeboten.
Die zentralen Felder umfassen die Kreislaufwirtschaft, das Konsumentenverhalten bei nachhaltigen Produkten, bestehende Kennzeichnungssysteme (Label/Siegel) und die technische Konzeption des DPP.
Ziel ist es zu ermitteln, ob und wie der DPP, basierend auf den Erkenntnissen aus bestehenden VIA, dazu beitragen kann, den Übergang zu einem nachhaltigeren Konsumverhalten zu unterstützen.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, bestehend aus der Analyse vorhandener wissenschaftlicher Studien sowie der Durchführung von sechs leitfadengestützten Experteninterviews.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der theoretischen Eingrenzung, der Vorstellung des DPP, der Evaluierung aktueller Informationsangebote für Verbraucher sowie der Auswertung und Diskussion der Expertenbefragung.
Besonders prägend sind Begriffe wie Digital Product Passport, Kreislaufwirtschaft, Informationsasymmetrie, Greenwashing und Nachhaltigkeitskommunikation.
Sie dient als theoretischer Rahmen, um die Informationsasymmetrie zwischen Händler (Agent) und Kunde (Prinzipal) zu verdeutlichen und zu zeigen, wie der DPP diese durch Transparenz potenziell reduzieren kann.
Die Experten identifizieren das Datenmanagement, die Qualität der Daten und die firmeninterne Entscheidung, welche Daten als "Geschäftsgeheimnis" geschützt werden sollen, als große operationale Barrieren.
Zusammenfassend gehen die Experten davon aus, dass Konsumenten aktuell durch die "Siegelflut" und Informationsüberlastung überfordert sind, was die Notwendigkeit einer nutzerfreundlichen, standardisierten Aufbereitung des DPPs unterstreicht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

