Masterarbeit, 2024
88 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Forschungsstand
2 Theoretischer Teil
2.1 Einsprachigkeit und Mehrsprachigkeit in der Schule
2.2 Spracherwerb
2.2.1 Erstspracherwerb
2.2.2 Zweitspracherwerb in der frühen Kindheit
2.2.3 Wortschatzerwerb bei einsprachigen Kindern
2.2.4 Wortschatzerwerb bei mehrsprachigen Kindern
2.3 Mentales Lexikon
2.3.1 Monolinguales mentales Lexikon
2.3.2 Bilinguales mentales Lexikon
3 Empirischer Teil
3.1 Untersuchungsgegenstand
3.1.1 Erhebungsinstrument
3.1.2 Untersuchungsgruppe
3.1.3 Familiärer und sprachlicher Hintergrund der ProbandInnen
3.2 Untersuchungsdesign
3.2.1 Erhebungssituation
3.2.2 Erhebung der Daten
3.2.3 Auswertung der Daten
4 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Wortschatzentwicklung von ein- und mehrsprachigen Grundschulkindern im ersten Schuljahr im Rahmen einer Longitudinalstudie zu untersuchen. Dabei wird der Forschungsfrage nachgegangen, wie Wörter im mentalen Lexikon gespeichert und abgerufen werden und ob mehrsprachige Kinder im Vergleich zu monolingualen Kindern über einen geringeren Wortschatz verfügen.
2.2.1 Erstspracherwerb
Als Grundvoraussetzung für den Erwerb unserer Erstsprachen gilt eine lautsprachliche Umgebung, durch die dann die Erwerbsdynamik in Gang gesetzt wird (vgl. ebd.). Wird die Reihenfolge des kindlichen Spracherwerbs und die einzelnen Entwicklungsschritte betrachtet, geht man oft von einer linear aufeinanderfolgenden Entwicklung von der Silbe zum Wort zum Satz aus. Hierbei betrachtet man allerdings nur die produktiven Fähigkeiten. Jedoch bilden sich die rezeptiven Fähigkeiten wie das Erkennen, Analysieren und Verstehen sprachlicher Einheiten und Strukturen also das Sprachverständnis, lange Zeit vor der Sprachproduktion aus (vgl. Kauschke 2012: 2-3).
Bei der Aneignung lexikalisch-semantischer Fähigkeiten greifen drei Prozesse ineinander: Akkumulation, Anpassung an die Erwachsenensprache und Abstraktion (vgl. Komor; Reich 2008: 49). Akkumulation meint den Aufbau und die quantitative Erweiterung des aktiven (= produktiven) und passiven (= rezeptiven) Wortschatzes, die mit der Aneignung der ersten Wörter beginnt (vgl. ebd.). Mit dem Wortschatzwachstum und der morphologischen Differenzierung findet eine stetige Anpassung an die Erwachsenensprache statt (vgl. ebd.). Abstraktion beschreibt den Prozess der Wortverwendung in wechselnden Situationen, wodurch sich Sammelbezeichnungen und Oberbegriffe ausbilden (vgl. ebd.: 50). Diese Prozesse finden lebenslang statt, da sich der Wortschatz stetig verändert.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Wortschatzentwicklung für den schulischen Erfolg ein und erläutert die Herausforderungen für mehrsprachige Kinder beim Erwerb von Deutsch als Zweitsprache.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zu Mehrsprachigkeit, Spracherwerbsprozessen und den Modellen des mono- wie bilingualen mentalen Lexikons.
3 Empirischer Teil: Hier wird das methodische Vorgehen der Longitudinalstudie beschrieben, inklusive der Auswahl des Erhebungsinstruments, der Untersuchungsgruppe sowie des Untersuchungsdesigns.
4 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse: Dieser Abschnitt analysiert und interpretiert die erhobenen Daten im Kontext der aufgestellten Hypothesen und der theoretischen Modelle.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Studie zusammen und gibt einen Ausblick auf mögliche weiterführende Forschungsansätze und Fördermaßnahmen.
Wortschatzentwicklung, Mentales Lexikon, Bilingualismus, Erstspracherwerb, Zweitspracherwerb, Longitudinalstudie, Sprachabruf, Erwerbsvoraussetzungen, Repräsentation, lexikalischer Zugriff, Abrufhilfen, Sprachverarbeitung, Grundschule, Mehrsprachigkeit, Bildungssprache.
Die Arbeit untersucht die Wortschatzentwicklung von ein- und mehrsprachigen Grundschulkindern im ersten Schuljahr in einer Longitudinalstudie.
Zentrale Themen sind der Erst- und Zweitspracherwerb, die Organisation des mentalen Lexikons bei mono- und bilingualen Sprechern sowie Faktoren, die den Wortschatzerwerb beeinflussen.
Das primäre Ziel ist es zu überprüfen, ob mehrsprachige Kinder tatsächlich über einen geringeren Wortschatz verfügen als ihre einsprachigen Mitschüler und wie die Sprachorganisation im mentalen Lexikon bei Bilingualen abläuft.
Es wird eine empirische Longitudinalstudie durchgeführt, bei der der "Wortschatz- und Wortfindungstest für 6 – 10 – Jährige" (WWT 6 – 10) in drei Testdurchgängen über acht Monate angewendet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu Spracherwerbsmodellen und einen empirischen Teil, der die Untersuchungsgruppe, das Erhebungsdesign und die statistische Auswertung der Testergebnisse detailliert darlegt.
Wichtige Begriffe sind Wortschatzentwicklung, mentales Lexikon, Bilingualismus, Zweitspracherwerb und Sprachabruf.
Die Autorin hebt hervor, dass ein früher Erwerbsbeginn und die Qualität des sprachlichen Inputs entscheidende Faktoren für den Erfolg und die Geschwindigkeit des Zweitspracherwerbs sind.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei mehrsprachigen Kindern bestimmte lexikalische Einträge im mentalen Lexikon schlechter vernetzt oder weniger stark ausgeprägt sein können, was den direkten Abruf erschwert.
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