Masterarbeit, 2024
88 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund: Geschlechterunterschiede
2.1. Bildungsgeschichte in Deutschland: Mädchen und Jungen im Fokus
2.2. Vergleich der Leistungen von Jungen und Mädchen in Deutschland
2.3. Konsequenzen für Studien- und Berufswahl: Geschlechterspezifische Trends und Auswirkungen
2.4. Doing Gender
2.5. Geschlechtertheorien: Sozialisation im kulturellen System der Zweigeschlechtigkeit
2.6. Erklärung der Geschlechterunterschiede in Mathematikleistungen
2.6.1. Differenzen aufgrund biologischer Gegebenheiten
2.6.2. Attributionen
2.6.3. Interesse, Motivation und Emotion
2.6.4. Selbstwirksamkeit
2.6.5. Sozialisation
3. Theoretischer Hintergrund: Soziale Ungleichheit im deutschen Bildungssystem
3.1. Gründe der sozialen Ungleichheit
3.2. Raymond Boudon
3.3. Pierre Bourdieu
3.3.1. Habitus
3.3.2. Der soziale Raum
3.3.3. Die Kapitalarten
4. PISA-Studie
5. Aktueller Forschungsstand
6. Forschungsfragen
7. Methodik
7.1. Untersuchungsgruppe
7.2. Erhebungsdesign
7.3. Auswertungsdesign
7.4. Methoden zur Ergebnisanalyse
8. Überprüfung der Voraussetzungen
9. Ergebnisse
10. Diskussion
10.1. Limitation
10.2. Zukünftige Forschung
10.3. Praktische Implikationen und Ausblick
11. Fazit
12. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Masterarbeit untersucht mittels einer Reanalyse der PISA-Daten von 2012 und 2022, wie sich geschlechtsspezifische Leistungsunterschiede im Fach Mathematik in Abhängigkeit vom sozioökonomischen Status in Deutschland, der Schweiz und Japan darstellen und verändern.
1. Einleitung
Eines der zentralen Themen der Bildungsforschung sind die unterschiedlichen schulischen Leistungen von Jungen und Mädchen, im speziellen das Fach Mathematik. Die dort erzielten Leistungen beeinflussen maßgeblich die späteren Bildungs- und Berufslaufbahnen der Jugendlichen (Budde 2006; Franzke 2015). Dabei zeigt sich vor allem, dass Jungen im Durchschnitt höhere mathematische Kompetenzen aufweisen als Mädchen (Diedrich et al. 2023). Der Leistungsunterschied der Jugendlichen hat weitreichende Folgen, da mathematische Fähigkeiten als Schlüsselkompetenz für viele zukunftsweisende Berufe gelten, wie z.B. im Ingenieurwesen, der Mathematik, der Physik und der Informatik (Budde 2006). Trotz der Tatsache, dass Mädchen in vielen anderen schulischen Bereichen häufig bessere Ergebnisse erzielen (Wenning 2013), bleiben sie besonders in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) hinterher und unterrepräsentiert. Die Zahl der Studienanfängerinnen in diesen Bereichen und auch die spätere Berufswahl widerspiegeln diese Unterrepräsentation (Statistisches Bundesamt a) 2024). Geschlechterunterschiede im Fach Mathematik, auch oft als Gender-Gap genannt, sollten jedoch nicht isoliert betrachtet werden. Es spielen vielmehr weitere Faktoren wie unter anderem der sozioökonomische Status der Schülerinnen und Schüler eine Rolle.
Es wurde belegt, dass der Bildungserfolg in Deutschland stark mit der sozialen Herkunft verknüpft ist. Kinder aus Haushalten mit niedrigerem sozioökonomischem Status haben im Durchschnitt schlechtere Bildungschancen und erzielen auch im Fach Mathematik schlechtere Ergebnisse als ihre gleichaltrigen Mitschülerinnen und Mitschüler aus sozioökonomisch starken Familien. Der Zusammenhang ist besonders im deutschen Schulsystem sichtbar, das sich durch eine starke Selektion hervorhebt. Kinder aus bildungsfernen Schichten haben hingegen geringere Chancen auf einen höheren Bildungsabschluss, was nicht nur ihre schulische Leistung, sondern auch ihre Berufschancen langfristig beeinträchtigt (Mang et al. 2023a; Stubbe et al. 2020; Stubbe et al. 2023).
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz von Geschlechterunterschieden in der Mathematik sowie den Einfluss des sozioökonomischen Status und legt die Forschungsfragen und Zielsetzungen der Arbeit dar.
2. Theoretischer Hintergrund: Geschlechterunterschiede: Erläutert die historische Entwicklung, Geschlechtertheorien wie "Doing Gender" und psychologische Erklärungsansätze für Leistungsdisparitäten in der Mathematik.
3. Theoretischer Hintergrund: Soziale Ungleichheit im deutschen Bildungssystem: Analysiert soziale Herkunft und Bildungsungleichheit unter Einbeziehung der Theorien von Raymond Boudon und Pierre Bourdieu.
4. PISA-Studie: Bietet einen Überblick über die internationale Schulleistungsstudie, deren Fokus und Relevanz für das deutsche Bildungsmonitoring.
5. Aktueller Forschungsstand: Gibt einen Überblick über bisherige Studien zum Zusammenspiel von Geschlecht und sozioökonomischem Status.
6. Forschungsfragen: Formuliert die zentrale Forschungsfrage und drei spezifische Unterfragen zur Exploration der Daten.
7. Methodik: Detailliert das Vorgehen bei der Reanalyse der PISA-Daten, einschließlich Stichprobe, Variablenbildung und Regressionsanalysen.
8. Überprüfung der Voraussetzungen: Validiert die statistischen Voraussetzungen (z.B. Normalverteilung, Homoskedastizität) für die durchgeführten Regressionsanalysen.
9. Ergebnisse: Präsentiert die empirischen Befunde der Regressions- und Moderationsanalysen für die verschiedenen Gruppen und Länder.
10. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse im Kontext der theoretischen Ansätze, diskutiert Limitationen und leitet Implikationen für die Bildungspolitik ab.
11. Fazit: Fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung von Ressourcen für die Verringerung bildungsbezogener Ungleichheiten.
12. Literaturverzeichnis: Listet sämtliche in der Arbeit verwendeten Quellen auf.
Mathematik, Geschlechterunterschiede, sozioökonomischer Status, PISA-Studie, Bildungsungleichheit, Doing Gender, Sozialisation, Selbstwirksamkeit, Pierre Bourdieu, Raymond Boudon, MINT-Bereich, Regressionsanalyse, Moderationseffekte, Bildungschancen, Bildungsmonitoring.
Die Masterarbeit befasst sich mit den mathematischen Leistungsunterschieden zwischen Jungen und Mädchen vor dem Hintergrund sozialer Ungleichheit und verschiedener Bildungssysteme.
Die zentralen Themenfelder sind die Analyse von Gender-Gaps, der Einfluss des sozioökonomischen Status auf den Schulerfolg und der internationale Vergleich zwischen Deutschland, der Schweiz und Japan.
Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, wie sich geschlechtsspezifische Unterschiede in den Mathematikleistungen in Abhängigkeit vom sozioökonomischen Status sowie im Vergleich der Erhebungsjahre und Länder darstellen.
Es handelt sich um eine quantitative Reanalyse der PISA-Daten unter Verwendung multipler Regressionen und Moderationsanalysen mit dem Programm SPSS.
Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende theoretische Einordnung (Geschlechter- und Ungleichheitstheorien), die methodische Beschreibung der Datenanalyse sowie die präzise Auswertung der Ergebnisse unter Berücksichtigung verschiedener Subskalen.
Mathematik, Geschlechterunterschiede, sozioökonomischer Status, PISA-Studie und Bildungsungleichheit.
Die Ergebnisse zeigen, dass ein höherer sozioökonomischer Status bei Mädchen stärker zu einer Leistungsverbesserung führt und somit den Leistungsabstand zu Jungen bei sehr hohem Statusniveau verringern kann.
Während in Deutschland ein starker Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Mathematikleistung besteht, weist Japan im Ländervergleich die geringste Abhängigkeit der Leistungen von sozioökonomischen Statusfaktoren auf.
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