Forschungsarbeit, 2003
103 Seiten, Note: 1,0
I. Einleitung
II. Biologische Eigenschaften von Kindern
1. Körperproportionierung
2. Körperzusammensetzung
3. Ossifikationsgrad und allgemeiner Knochenbau
III. Biologische Eigenschaften von Kindern im Kontext mit Kindersitzen
1. Keine Sicherung bzw. Sicherung von Kindern durch den „Dreipunkt-Erwachsenengurt“
2. Notwendigkeit von Kindersitzen aus biologischer Sicht
3. Wirksamkeit der Kindersitze in der Statistik
IV. Material und Methoden
1. Die untersuchten Kindersitze
2. Methoden
2.1. Ausgewählte anthropometrische Längenmaße, Entsprechungen am Sitz und für diese Maße geltenden Bedingungen hinsichtlich Sitzkomfort des Kindes
2.1.1. Maß Nr.1: Stammlänge / Körpersitzhöhe
2.1.2. Maß Nr.2: Akromiale Schulterhöhe / Schulterhöhe im Sitzen, und Maß Nr.3: Augenhöhe über Sitzfläche / Augenhöhe im Sitzen
2.1.3. Maß Nr.4: Gesäß-Kniekehlen-Länge / Körpersitztiefe
2.1.4. Maß Nr.5: Unterschenkellänge mit Fuß
2.1.5. Maß Nr.6: Fußlänge
2.2. Ausgewählte anthropometrische Breitenmaße, Entsprechungen bzw. Richtlinien am Sitz, und für diese Maße geltenden Bedingungen hinsichtlich Sitzkomfort des Kindes
2.2.1. Maß Nr.7: Bideltoidale Schulterbreite bzw. Breite über die Ellenbogen
2.2.2. Maß Nr.8: Biakromiale Schulterbreite
2.2.3. Maß Nr.9: Sitzbreite und Breite der Fußabstützung
2.2.4. Maß Nr.10: Projektivische Fußbreite
2.3. Weitere Bedingungen für Maße am Sitz
2.4. Differenzierung der anthropometrischen Maße bei der Beurteilung eines Sitzes
V. Ergebnisse und Diskussion
1. Sitz Nr.1
1.1.Vergleich gemessener Daten des Sitz Nr.1 mit Datenquelle Flügel, Greil, Sommer
1.2. Bewertung des Sitz Nr.1 nach Vergleich mit Datenquelle Flügel, Greil, Sommer
1.3.Vergleich gemessener Daten des Sitz Nr.1 mit Datenquelle DIN 33402
1.4. Bewertung des Sitz Nr.1 nach Vergleich mit DIN 33402
1.5. Gesamturteil über Sitz Nr.1
2. Sitz Nr. 9
2.1. Vergleich gemessener Daten des Sitz Nr.9 mit Datenquelle Flügel, Greil, Sommer
2.2. Bewertung des Sitz Nr.9 nach Vergleich mit Datenquelle Flügel, Greil, Sommer
2.3. Vergleich gemessener Daten des Sitz Nr.9 mit Datenquelle DIN 33402
2.4. Bewertung des Sitz Nr.9 nach Vergleich mit DIN 33402
2.5. Gesamturteil über Sitz Nr.9
3. Sitz Nr. 10
3.1. Vergleich gemessener Daten des Sitz Nr.10 mit Datenquelle Flügel, Greil, Sommer
3.2. Bewertung des Sitz Nr.10 nach Vergleich mit Datenquelle Flügel, Greil, Sommer
3.3. Vergleich gemessener Daten des Sitz Nr.10 mit DIN 33402
3.4. Bewertung des Sitz Nr.10 nach Vergleich mit DIN 33402
3.5. Gesamturteil über Sitz Nr.10
4. Sitz Nr.2
4.1. Vergleich gemessener Daten des Sitz Nr.2 mit Datenquelle Flügel, Greil, Sommer
4.2. Bewertung des Sitz Nr.2 nach Vergleich mit Datenquelle Flügel, Greil, Sommer
4.3. Vergleich gemessener Daten des Sitz Nr.2 mit DIN 33402
4.4. Bewertung des Sitz Nr.2 nach Vergleich mit DIN 33402
4.5. Detailstudie der seitlichen Kopfabstützung bei Sitz Nr.2
4.5.1. Benötigte anthropometrische Maße, Bedingungen, und Entsprechungen an der Kopfabstützung des Sitzes
4.5.2. Vergleich der Maße der Kopfabstützung des Sitz Nr.2 mit Datenquelle Flügel, Greil, Sommer
4.5.3. Vergleich der Maße der Kopfabstützung des Sitz Nr.2 mit Datenquelle DIN 33402
4.5.4. Beurteilung der seitlichen Kopfabstützung
4.6. Gesamturteil über Sitz Nr.2
5. Ergebnisse der übrigen Sitze
5.1. Sitz Nr. 3
5.1.1. Beurteilung des Sitzes Nr.3 nach Vergleich mit Datenquelle Flügel, Greil, Sommer
5.1.2. Beurteilung des Sitzes Nr.3 nach Vergleich mit Datenquelle DIN 33402
5.1.3. Gesamturteil über Sitz Nr.3
5.2. Sitz Nr.4
5.2.1. Beurteilung des Sitzes Nr.4 nach Vergleich mit Datenquelle Flügel, Greil, Sommer
5.2.2. Beurteilung des Sitzes Nr.4 nach Vergleich mit DIN 33402
5.2.3. Gesamturteil über Sitz Nr.4
5.3. Sitz Nr. 5
5.3.1. Beurteilung des Sitzes Nr.4 nach Vergleich mit Datenquelle Flügel, Greil, Sommer
5.3.2. Beurteilung des Sitzes Nr.4 nach Vergleich mit DIN 33402
5.3.3. Gesamturteil über Sitz Nr. 4
5.4. Sitz Nr.6
5.4.1. Beurteilung des Sitzes Nr.6 nach Vergleich mit Datenquelle Flügel, Greil, Sommer
5.4.2. Beurteilung des Sitzes Nr.6 nach Vergleich mit Datenquelle DIN 33402
5.4.3. Gesamturteil über Sitz Nr.6
5.5. Sitz- Nr. 7
5.5.1. Beurteilung des Sitzes Nr.7 nach Vergleich mit Datenquelle Flügel, Greil, Sommer
5.5.2. Beurteilung des Sitzes Nr.7 nach Vergleich mit DIN 33402
5.5.3 Gesamturteil über Sitz Nr.7
5.6. Sitz Nr.8
5.6.1. Beurteilung des Sitzes Nr.8 nach Vergleich mit Datenquelle Flügel, Greil, Sommer
5.6.2. Beurteilung des Sitzes Nr.8 nach Vergleich mit Datenquelle DIN 33402
5.6.3. Gesamturteil über Sitz Nr.8
VI. Diskussion der Methoden
VII. Mögliche Methode zum Verkauf von Kindersitzen
VIII. Fazit
IX. Literaturverzeichnis
X. Anhang
A. Anthropometrische Maße
B. Maße am Sitz
C. Maße für Detailstudie der seitlichen Kopfabstützung bei Sitz Nr.2
D. Ergebnisse der Maße am Sitze im Vergleich zu anthropometrischen Datenquellen
Die Arbeit untersucht die Schnittstelle zwischen Kind und Kindersitz durch eine metrische Analyse, um den Sitzkomfort für die vom Hersteller angegebenen Altersklassen zu bewerten und die Notwendigkeit anthropometrischer Maße bei der Kindersitzentwicklung zu verdeutlichen.
2.1.3. Maß Nr.4: Gesäß-Kniekehlen-Länge / Körpersitztiefe
Dieses Maß, als Tiefe der Sitzfläche des Sitzes ergibt sich aus der senkrecht zur Rückenlehne liegenden Strecke des seitlich hintersten Punktes der Sitzfläche und dem vordersten Punkt der Sitzfläche. (Maß Nr.4, Abb. A12)
An dieser Stelle ist kurz Bezug zu Kinderstühlen zu nehmen. Bei einem Kinderstuhl richtet sich die Sitzflächenhöhe nach der Unterschenkellänge mit Fuß. Als begrenzendes Maß gilt dabei die Unterschenkellänge mit Fuß des 5. Perzentils der jüngsten Benutzergruppe dieses Gestühls. Ist die Sitzflächenhöhe jedoch trotzdem höher, so hängen die Beine mehr oder weniger frei herab, und die Füße verlieren ihre Abstützfunktion beim Sitzen. Das Gewicht der Unterschenkel und der Füße lastet dann auf der vorderen Kante der Sitzfläche und es kommt zu Kompressionen der Weichteile an der Unterseite der Oberschenkel. Das Resultat dieses Drucks ist ein „Abklemmen“ der Ischiasnerven, das sich in „Einschlafen der Beine“ bemerkbar macht (Eisermann, 1979).
Bei Kindersitzen fällt, wie bei für Kinder zu hoch konstruierten Stühlen, diese Abstützfunktion der Füße, sofern keine eigene Fußabstützung am Sitz vorhanden ist, weg. Möglichkeiten das Abklemmen der Ischiasnerven zu umgehen, wären daher neben eines Fußabstützapparates, eine den Körpermaßen gerechte Sitztiefe (Abb.8), einhergehend mit einer Fußabstützung.
Des weiteren ist davon auszugehen, dass die Sitztiefe auch die Sitzhaltung bedingt. Ist die Sitztiefe für eine entsprechende Altersklasse zu groß, so ist anzunehmen, dass das Kind, da es nur geringe statische Muskelarbeit leisten kann (Preier 1992) geneigt ist, eine hintere Sitzhaltung einzunehmen um eine bequemere Sitzposition aufgrund der unangenehmen Beinposition einzunehmen (→Abb.9). Dies könnte sich dann wiederum negativ auf die Gurtführung am Körper des Kindes auswirken. Im umgekehrten Fall, einer zu kleinen Sitztiefe versucht das Kind, sofern es die Gurtführung erlaubt, eine vordere Sitzhaltung einzunehmen. Aber auch hier kann es aufgrund der biologischen Eigenschaften zu einer schnellen Ermüdung kommen.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Mangel an ergonomischer Anpassung bei Kindersitzen im Vergleich zu den Wünschen der Kinder und den Anforderungen der ECE-Norm.
II. Biologische Eigenschaften von Kindern: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten der kindlichen Entwicklung bezüglich Körperproportionen, Zusammensetzung und Knochenbau.
III. Biologische Eigenschaften von Kindern im Kontext mit Kindersitzen: Hier wird die Notwendigkeit von Kindersitzen durch die Gefahren einer unzureichenden Sicherung mittels Erwachsenengurten begründet.
IV. Material und Methoden: Die methodische Vorgehensweise zur metrischen Untersuchung der Sitze und der Vergleich mit anthropometrischen Daten wird definiert.
V. Ergebnisse und Diskussion: Detaillierte tabellarische Auswertungen und Diskussionen der untersuchten Sitzmodelle sowie deren Eignung für verschiedene Altersgruppen.
VI. Diskussion der Methoden: Reflexion über die angewandten Messmethoden und die Definition der untersuchten Maße am Sitz.
VII. Mögliche Methode zum Verkauf von Kindersitzen: Vorstellung eines auf Körperhöhe basierenden Beratungsansatzes für den Handel.
VIII. Fazit: Zusammenfassende Bewertung über die mangelnde Eignung der untersuchten Sitze und den Bedarf an besserer Anpassbarkeit.
Kinderrückhaltesysteme, Sitzkomfort, Anthropometrie, Ergonomie, Kindersitze, PKW, Sitzfläche, Gurtführung, Körperproportionen, Perzentile, Sicherheit, Altersklasse, Sitztiefe, Rückenlehne.
Die Arbeit befasst sich mit der metrischen Untersuchung der Schnittstelle zwischen Kind und Kindersitz, um den Sitzkomfort für die vom Hersteller ausgewiesenen Altersgruppen zu bewerten.
Die Themenfelder umfassen die biologischen Besonderheiten der Kindesentwicklung, die Sicherheitsrisiken durch fehlerhafte Sicherung mit Erwachsenengurten sowie die ergonomische Optimierung von Kindersitzen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit aktuelle Kindersitze den anthropometrischen Anforderungen der Kinder tatsächlich entsprechen und wo konstruktive Mängel vorliegen.
Es wurde eine metrische Analyse der Sitzgeometrien durchgeführt und diese Ergebnisse wurden mit standardisierten anthropometrischen Daten (Flügel, Greil, Sommer sowie DIN 33402) abgeglichen.
Im Hauptteil werden zehn verschiedene Kindersitzmodelle detailliert anhand von Längen- und Breitenmaßen analysiert, bewertet und deren Eignung für verschiedene Altersstufen diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Kindersicherheit, Anthropometrie, Sitzkomfort, Körperproportionen und ergonomische Konstruktion von Rückhaltesystemen.
Dieses Maß ist entscheidend für die Sitztiefe; eine zu große Sitztiefe kann zu Druckstellen, Durchblutungsstörungen oder einer falschen, unbequemen Sitzhaltung führen.
Der Verfasser hinterfragt, ob die Nutzung als Sitzerhöhung ohne Rückenlehne für jüngere Kinder sicherheitstechnisch sinnvoll ist, wenn die Gurtführung oder seitliche Abstützung dadurch nicht optimal gewährleistet werden kann.
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