Diplomarbeit, 2001
101 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Ad-hoc-Publizität
2.1.1 Rechtliche Rahmenbedingungen der Ad-hoc-Publizität
2.1.2 Marktwirkung von Ad-hoc-Mitteilungen
2.1.3 Deutsche Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität
2.1.4 Internationaler Vergleich
2.2 Ereignisstudien
2.2.1 Ablaufschema von Ereignisstudien
2.2.2 Erklärungsansätze für das Kursverhalten im Event-Window
2.2.2.1 Effiziente Reaktion
2.2.2.2 Reaktion vor dem Ereignistag
2.2.2.3 Reaktion nach dem Ereignistag
2.2.3 Überblick über bisherige Studien zur Ad-hoc-Publizität in Deutschland
3 Empirischer Teil
3.1 Untersuchungsaufbau
3.1.1 Stichprobe
3.1.2 Methodik
3.1.2.1 Ermittlung der Renditen
3.1.2.2 Berechnung der abnormalen Renditen
3.1.2.3 Aggregation der abnormalen Renditen
3.1.2.4 Statistische Testverfahren
3.2 Ergebnisse
3.2.1 Untersuchung der Ad-hoc-Mitteilungen auf Informationsgehalt
3.2.2 Kursreaktionen vor dem Ereignistag und mittelstrenge Informationseffizienz
3.2.3 Mittelfristige Performance nach Ad-hoc-Mitteilungen
3.2.4 Zusammenhang zwischen abnormaler Rendite und meldungsfreier Zeit
3.2.5 Zusammenhang zwischen Marktentwicklung und Meldungshäufigkeit
3.2.6 Zusammenhang zwischen Meldungshäufigkeit und Informationsgehalt
3.2.7 Einfluss der Volatilität auf die Meldungshäufigkeit
4 Zusammenfassung und Fazit
Anhang
A1: Relevante Paragraphen des WpHG
Die Arbeit untersucht die Informationswirkung und -verarbeitung von Ad-hoc-Mitteilungen am deutschen Kapitalmarkt mithilfe einer Ereignisstudie. Das primäre Ziel ist es, den Informationsgehalt dieser Meldungen zu messen, die Informationseffizienz des Marktes zu prüfen und Zusammenhänge zwischen Meldungshäufigkeit, Marktentwicklung sowie Unternehmenscharakteristika zu analysieren.
2.2.2.1 Effiziente Reaktion
In Abbildung 3 wird eine effiziente Reaktion auf eine neue positive sowie auf eine neue negative Information am Event-Tag in idealisierter Form dargestellt. Im Zeitfenster [–5,-1] vor der Veröffentlichung der neuen Information bleibt der Kurs konstant bei 10 Einheiten. Die Veröffentlichung der neuen bewertungsrelevanten Information am Event-Tag führt bei positiven (negativen) Informationen zu einer höheren (niedrigeren) Bewertung von 11 (9) Einheiten. Es kommt zu einer vollständigen Informationsüberraschung. Im Zeitraum [1,5] bleiben die Notierungen unverändert bei 11 bzw. 9 Einheiten. Nach Fama (1970) liegt eine effiziente Reaktion vor, da die Kurse unmittelbar die neuen Informationen beinhalten und auch in der Zeit nach dem Ereignistag unverändert bleiben. Diese Situation wird im folgenden als Referenz für alle weiteren möglichen Zustände dienen, da sie den optimalen Verlauf nach der herrschenden, modernen Kapitalmarkttheorie darstellt. In den Tests der empirischen Analyse werden die H0-Hypothesen bei Untersuchungen des Ereignisfensters entsprechend dieser Referenz aufgestellt. Zur Entscheidung, ob die mittelstrenge Informationseffizienz vorliegt, wird demnach geprüft, ob im Ereignisfenster vor und nach dem Ereignistag signifikante, kumulierte abnormale Renditen (CARs) nachweisbar sind.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesetzliche Ad-hoc-Publizitätspflicht in Deutschland ein und beschreibt den Aufbau der Arbeit sowie die Zielsetzung der Ereignisstudie.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen der Ad-hoc-Publizität, die Theorie der Markteffizienz nach Fama und die Methodik von Ereignisstudien.
3 Empirischer Teil: Hier wird der Untersuchungsaufbau mit Daten der DGAP erläutert, die Bereinigung der Stichprobe dokumentiert und die Ergebnisse der verschiedenen statistischen Tests präsentiert.
4 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die empirischen Ergebnisse zusammen, bestätigt den Informationsgehalt von Ad-hoc-Mitteilungen und diskutiert die Unterschiede zwischen den untersuchten Marktsegmenten.
Ad-hoc-Mitteilungen, Ad-hoc-Publizität, Wertpapierhandelsgesetz, Ereignisstudie, Informationseffizienz, Markteffizienz, abnormale Renditen, Kapitalmarkt, Dax-30, Nemax-50, Insiderinformationen, Informationsgehalt, Kursreaktion, Volatilität, Publizitätspflicht.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Ad-hoc-Mitteilungen auf Aktienkursbewegungen am deutschen Kapitalmarkt im Zeitraum von 1999 bis 2001.
Die Themen umfassen rechtliche Vorgaben der Ad-hoc-Publizität, die Effizienz von Kapitalmärkten, statistische Methoden zur Ereignisanalyse sowie das Verhalten von Unternehmen bei der Meldungsveröffentlichung.
Es soll empirisch belegt werden, ob Ad-hoc-Mitteilungen kursrelevante Informationen enthalten und ob der Markt diese Informationen effizient verarbeitet.
Die Arbeit nutzt die Methodik der Ereignisstudie, um abnormale Renditen (AR) und kumulierte abnormale Renditen (CAR) zu berechnen und statistisch auf Signifikanz zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, den empirischen Untersuchungsaufbau inklusive Stichprobenbereinigung und die detaillierte Präsentation der Ergebnisse zu verschiedenen Fragestellungen.
Wichtige Begriffe sind Ad-hoc-Publizität, Wertpapierhandelsgesetz, abnormale Renditen, Markteffizienz und die Unterschiede zwischen Dax-30- und Nemax-50-Werten.
Ja, Nemax-50-Unternehmen zeigen eine stärkere Kursreaktion, eine höhere Meldungshäufigkeit und eine Tendenz zur bevorzugten Veröffentlichung positiver Nachrichten im Vergleich zu Dax-30-Unternehmen.
Nein, die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass die mittelstrenge Informationseffizienz in Deutschland für den betrachteten Zeitraum nicht bestätigt werden kann.
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