Examensarbeit, 2022
55 Seiten, Note: 1,5
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1. Einleitung
2. Nichtmenschliche und menschliche Tiere
3. Peter Singer
3.1 Ansatz
3.1.1 Der Utilitarismus
3.1.2 Der Präferenzutilitarismus Peter Singers
3.1.2.1 Theoretische Grundlagen
3.1.2.2 Die Tötung menschlicher und nichtmenschlicher Tiere
4. Christine Korsgaard
4.1 Ansatz
4.1.1 Aufbau ihres Ansatzes in Tiere wie wir
4.1.1.1 Unterschiede zwischen Mensch und Tier
4.1.1.2 Tiere als Zweck an sich selbst
5. Das Töten von Tieren zu Nahrungszwecken
5.1 Position Christine Korsgaards
5.2 Position Peter Singers
6. Vergleich von Christine Korsgaard und Peter Singer
6.1 Vergleich beider Positionen
6.1.1 Unterschiede und Gemeinsamkeiten
6.2 Vergleich zur Nutzung von Tieren zur Produktion von Nahrungsmitteln
6.2.1 Unterschiede und Gemeinsamkeiten
7. Defizite
7.1 Defizite der Position Christine Korsgaards
7.1.1 Kritik
7.2 Defizite der Position Peter Singers
7.2.1 Kritik
8. Stärken
8.1 Stärken der Position Christine Korsgaards
8.2 Stärken der Position Peter Singers
9. Zugänglichkeit
10. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die ethische Rechtfertigung der Tötung von Tieren zur Produktion von Nahrungsmitteln, indem sie die konträren philosophischen Positionen von Peter Singer und Christine Korsgaard vergleicht und ihre jeweilige praktische Anwendbarkeit bewertet.
3.1.2.2.Die Tötung menschlicher und nichtmenschlicher Tiere
Wie im oben aufgeführten Kapitel zu erkennen, stellt das größte Ziel Peter Singers dar, den Präferenzutilitarismus und damit das Prinzip der Gleichheit vom menschlichen Tier auch auf die nichtmenschlichen Tiere zu beziehen. Er argumentiert hierfür wie folgt: Menschen und andere Tiere gehören nicht derselben Spezies an und werden aufgrund dessen oft schlechter behandelt. Der Mensch stellt seine Interessen also höher als die der anderen Tiere. Diese Verhaltensweise wird als Speziesismus bezeichnet. Singer definiert diesen als
„ein Vorurteil oder eine Haltung der Voreingenommenheit zugunsten der Interessen der Mitglieder der eigenen Spezies und gegen die Interessen der Mitglieder anderer Spezies.“
Singer setzt den Speziesismus aus diesem Grund mit Rassismus oder Sexismus gleich, da es sich bei allen Formen um eine Art der Unterdrückung handelt. Auch können alle drei Formen als gewalttätig bezeichnet werden, während sie als ganz normal und natürlich wahrgenommen werden. Spezieszugehörigkeit ist laut Peter Singer irrelevant, da diese zu den natürlichen Eigenschaften zählt und somit moralisch nicht relevant ist.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Tiernutzung ein und umreißt die ethische Relevanz der Fragestellung im Kontext der zeitgenössischen Philosophie.
2. Nichtmenschliche und menschliche Tiere: Dieses Kapitel definiert und differenziert die Begriffe, um die moralische Unterscheidung zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Lebewesen zu hinterfragen.
3. Peter Singer: Es erfolgt eine detaillierte Darlegung des utilitaristischen Ansatzes sowie des Präferenzutilitarismus als Grundlage für Singers Tierrechtsauffassung.
4. Christine Korsgaard: Dieses Kapitel erläutert den kantianisch geprägten Ansatz Korsgaards, der Tiere als Zwecke an sich selbst begreift.
5. Das Töten von Tieren zu Nahrungszwecken: Hier werden die realen Bedingungen der Massentierhaltung als Anwendungsbeispiel herangezogen, gefolgt von den spezifischen Positionen beider Philosophen zum Töten zu Ernährungszwecken.
6. Vergleich von Christine Korsgaard und Peter Singer: Es werden die theoretischen Gemeinsamkeiten und Differenzen beider Ansätze herausgearbeitet, insbesondere im Hinblick auf ihre Auffassungen von moralischem Status.
7. Defizite: Dieses Kapitel analysiert die Schwachstellen und kritischen Einwände gegen die Theorien von Singer und Korsgaard.
8. Stärken: Hier werden die Vorteile und die Argumentationskraft beider Positionen innerhalb der Tierethik hervorgehoben.
9. Zugänglichkeit: Es folgt eine Bewertung, inwiefern die Theorien für Laien verständlich und in die Praxis umsetzbar sind.
10. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Beantwortung der Forschungsfrage unter Berücksichtigung der differenzierten Ergebnisse.
Tierethik, Peter Singer, Christine Korsgaard, Utilitarismus, Präferenzutilitarismus, Speziesismus, Zweck an sich selbst, Kant, Massentierhaltung, Tiernutzung, Moral, Tierrechte, Vegetarismus, Lebensinteresse, Empfindungsfähigkeit
Die Arbeit analysiert kritisch die Frage, ob das Töten von Tieren zur Produktion von Nahrungsmitteln ethisch vertretbar ist, indem sie die gegensätzlichen Ansätze von Peter Singer und Christine Korsgaard vergleicht.
Die zentralen Felder sind die Tierethik, die philosophische Begründung von Tierrechten, der Status von Tieren als Individuen sowie die Kritik an industrieller Tierhaltung.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis der Theorien von Singer und Korsgaard zu ermitteln, ob eine moralische Rechtfertigung für die Tötung von Tieren für Ernährungszwecke besteht, und zu prüfen, welche der Positionen im Alltag zugänglicher und umsetzbarer ist.
Die Autorin wendet eine vergleichende philosophische Analyse an, in der sie die moraltheoretischen Grundlagen beider Philosophen rekonstruiert, kritisch beleuchtet und in Bezug auf ein praktisches Anwendungsbeispiel (Schlachtung) setzt.
Im Hauptteil werden die Ansätze von Singer (Präferenzutilitarismus) und Korsgaard (Kantische Deontologie) detailliert dargestellt, verglichen und deren jeweilige Stärken und Defizite anhand von Fachkritik herausgearbeitet.
Schlüsselwörter sind u.a. Speziesismus, Präferenzutilitarismus, Zweck an sich selbst, Empfindungsfähigkeit und Tierbefreiung.
Singer bewertet die Tötung primär anhand der Folgen (Utilitarismus). Er lehnt industrielle Tierhaltung ab, lässt aber in extremen Einzelfällen – etwa wenn das Überleben eines Menschen davon abhängt – eine Rechtfertigung des Tötens zu.
Korsgaard argumentiert, dass fühlende Wesen „Zweck an sich selbst“ sind. Ihr Wohlergehen ist ein absolutes Gut, das nicht gegen menschliche Interessen aufgerechnet werden kann; daher ist die Nutzung als reines Mittel zu menschlichen Zwecken stets verwerflich.
Das Kooperationsargument setzt eine Zustimmung der Tiere voraus, die faktisch nicht gegeben ist. Kritiker führen an, dass dies ein Defizit in Korsgaards Argumentation darstellt, da Tiere die Bedingungen für Kooperation nicht erfüllen können.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Korsgaards Theorie zwar logisch konsistenter und in ihrer klaren Ablehnung von Tiernutzung verständlicher ist, die Position von Peter Singer jedoch aufgrund ihrer flexibleren Anwendung in industriellen Gesellschaften als gesellschaftlich umsetzbarer wahrgenommen werden könnte.
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