Magisterarbeit, 2009
108 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Biographie
3. Die Harlem Renaissance Bewegung und The New Negro
3.1. Entstehungsgeschichte
3.2. Ziele und Ideen der Bewegung
3.3. Exkurs
3.4. Verbreitung des Images des New Negro
3.5. Weißes Interesse an schwarzer Kunst
4. Aaron Douglas’ revolutionärer Malstil und dessen Bedeutung
4.1. Anfänge und Beeinflussung
4.2. Künstlerischer Wandel und Erschaffung einer neuen Darstellungsweise von 'Being Black'
4.3. Weiterentwicklung des Malstils in Douglas’ Wandgemälden
5. Aaron Douglas und die Harlem Renaissance
5.1. Douglas’ Verständnis der neuen schwarzen Identität
5.2. Darstellung des New Negro durch Inbetweenism
6. Vermächtnis von Aaron Douglas und der Harlem Renaissance
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle von Aaron Douglas als Wegbereiter der afroamerikanischen Kunst während der Harlem Renaissance. Dabei wird analysiert, wie Douglas durch seinen innovativen, avantgardistischen Stil maßgeblich dazu beitrug, ein neues, positives und selbstbewusstes Bild des „New Negro“ zu etablieren und damit das kulturelle Erbe der Afroamerikaner visuell neu zu definieren.
3.4. Verbreitung des Images des New Negro
Um nun die neue Darstellung des modernen, selbstbewussten Schwarzen publik zu machen, bemühten sich die Harlemisten, dass das Bild des New Negro stets im öffentlichen Leben präsent war. Die beste Option hierfür waren zu dieser Zeit die Printmedien, da Zeitschriften ab Ende des 19. Jahrhunderts durch niedrige Produktionskosten für das allgemeine Volk erschwinglich geworden waren. Daneben konnte man auch spüren, dass „American readers thirsty for visual stimulation in their periodicals“ (Goeser, 64) waren. Die wohl wichtigsten Magazine für die Renaissance waren wohl Crisis, Opportunity, Survey Graphic und Fire!!. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass neben dem neuen Image auch die Ideologie und Ziele der Bewegung in vielen Teilen Amerikas verbreitet werden konnten.
Im Februar des Jahres 1909 gründete W.E.B. Du Bois mit anderen, politisch aktiven afroamerikanischen Intellektuellen die Bürgerrechtsorganisation Nacional Association for the Advancement of Colored People, kurz NAACP, eine kleine Gruppierung, die sich für die afroamerikanischen Rechte stark machte. „The mission of the National Association for the Advancement of Colored People is to ensure the political, educational, social, and economic equality of rights of all persons and to eliminate racial hatred and racial discrimination,“ so heißt es auf der aktuellen Homepage der Organisation (http://www.naacp.org/about/mission/index.htm). Um ihre Ideen und Visionen publik machen zu können, rief die NAACP eine Zeitschrift unter dem Namen Crisis ins Leben, die bereits 1909 zum ersten Mal veröffentlicht wurde. Du Bois war nicht nur der Redakteur des Magazins, er schrieb daneben auch noch zahlreiche Artikel. In ihnen plädierte der Soziologe nicht nur für das Ende der Rassendiskriminierung, er macht sich außerdem noch für andere Angelegenheiten stark, beispielsweise war er ein Befürworter und Verfechter des Frauenwahlrechts. Die Crisis war nicht nur aus dem Grund so bedeutsam, dass sie die erste Zeitschrift von und mit Schwarzen war, sondern auch, weil sie sich meist politisch orientierte und unter den Magazinen der Harlem Renaissance dasjenige mit der größten Leserschaft war. Während ihrer Blütezeit wurde die Crisis pro Ausgabe bis zu 95.000 Mal verkauft (Koopmans, 15-18).
1. Einleitung: Einführung in die Person Aaron Douglas als Ausnahmeerscheinung und seine Bedeutung für die künstlerische und gesellschaftliche Emanzipation afroamerikanischer Identität.
2. Biographie: Detaillierte Darstellung des Lebensweges von Aaron Douglas von seiner Geburt in Topeka über seine künstlerische Ausbildung bis zu seinem Wirken in New York.
3. Die Harlem Renaissance Bewegung und The New Negro: Analyse der Ursprünge, der kulturellen Ziele und der symbolischen Bedeutung von Harlem als Zentrum der Bewegung.
4. Aaron Douglas’ revolutionärer Malstil und dessen Bedeutung: Untersuchung des künstlerischen Einflusses von Winold Reiss und der Entwicklung von Douglas’ abstrakter, symbolträchtiger Bildsprache.
5. Aaron Douglas und die Harlem Renaissance: Erörterung der Verbindung zwischen Douglas’ Kunst und der Konstruktion einer neuen afroamerikanischen Identität durch das Konzept des Inbetweenism.
6. Vermächtnis von Aaron Douglas und der Harlem Renaissance: Reflexion über den nachhaltigen Einfluss der Bewegung auf nachfolgende Künstlergenerationen und die historische Bedeutung für die Emanzipation.
Aaron Douglas, Harlem Renaissance, New Negro, afroamerikanische Kunst, Inbetweenism, moderne Identität, Rassendiskriminierung, kulturelles Erbe, Winold Reiss, W.E.B. Du Bois, Malerei, Symbolik, Identitätsfindung, Bürgerrechtsbewegung, Modernismus.
Die Arbeit analysiert das künstlerische Schaffen von Aaron Douglas und seinen Beitrag zur Harlem Renaissance. Es wird untersucht, wie er durch seine Malerei aktiv an der Konstruktion einer neuen, selbstbewussten afroamerikanischen Identität mitwirkte.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung afroamerikanischer Identität im frühen 20. Jahrhundert, dem Einfluss afrikanischer und europäischer Kunststile auf die schwarze Kunstszene sowie der Rolle von Printmedien und Sponsoren bei der Etablierung neuer ästhetischer Normen.
Das Hauptziel besteht darin, die "revolutionäre" Darstellungsweise von Douglas zu entschlüsseln und zu begründen, warum er als Vater der modernen afroamerikanischen Kunst gilt und wie er durch seine Werke sozialen Wandel anstrebte.
Es handelt sich um eine kunsthistorische und kulturwissenschaftliche Analyse, die den Werdegang des Künstlers, seine stilistischen Einflüsse (insbesondere den Primitivismus und Kubismus) und die soziopolitischen Kontexte seiner Arbeit durch eine Auswertung von Quellen, Literatur und visuellen Analysen seiner Werke aufarbeitet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Douglas’ künstlerischen Anfängen unter Winold Reiss, die kritische Auseinandersetzung mit der Symbolik in seinen Illustrationen und Wandgemälden sowie seine theoretische Einordnung in den Diskurs um den „New Negro“.
Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung von Kunstgeschichte mit den Begriffen Identitätsfindung, "Inbetweenism" und Emanzipation aus, um Douglas’ einzigartige Position in der amerikanischen Kulturgeschichte zu definieren.
Obwohl weiße Sponsoren wie Carl Van Vechten oder Charlotte Mason eine finanzielle Unterstützung boten, betont die Arbeit, dass Douglas seine künstlerische Integrität wahrte und sich nicht durch einseitige Erwartungen manipulieren ließ.
Die Arbeit legt dar, dass die ägyptische Hochkultur für Douglas und die Harlem Renaissance als Mittel diente, die afrikanische Vergangenheit als stolzes, kulturell reiches Erbe zu legitimieren, um rassistischen Vorurteilen entgegenzuwirken.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Kara Walker Douglas als ästhetisches Vorbild nutzt, jedoch inhaltlich provokantere, teils erschreckende Wege geht, um die alten Klischees und die "unsagbaren" Aspekte der afroamerikanischen Erfahrung zu thematisieren.
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