Bachelorarbeit, 2020
47 Seiten
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
1. Abstract
2. Forschungsinteresse
3. Forschungsfragen
4. Geomorphologische Grundlagen des Untersuchungsgebietes
5. Der historische Verlauf des Gletscherstandes des Aletschgletschers
6. Der Aletschgletscher angesichts des Klimawandels
6.1 Auswertung klimatologischer Daten
6.2 Zukunftsszenarien
7. Gegenüberstellung der historischen Dimension und der heutigen Situation
8. Auswirkungen des Klimawandels und des Gletscherrückgangs auf die Region
8.1 Naturgefahren
8.2 Auswirkungen auf den (Ski-) Tourismus auf der Belalp, Bettmeralp und Riederalp
8.3 Auswirkung auf die Landnutzung
8.4 Auswirkung auf die Wasserversorgung im Oberwallis
9. Adaption und Mitigation an den Klimawandel in der Region
10. Diskussion und Fazit
Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, anhand klimatologischer Datenauswertungen die historische und aktuelle Entwicklung des Grossen Aletschgletschers zu analysieren und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Aletschregion sowie zukünftige Szenarien zu untersuchen.
6. Der Aletschgletscher angesichts des Klimawandels
Der Gletscherstand der Alpengletscher ist abhängig von der Klimaentwicklung im Untersuchungsgebiet. Die wichtigsten Einflussgrößen dabei sind die Temperatur- und Niederschlagsänderungen. Aus den historischen Daten lässt sich annehmen, dass der Grosse Aletschgletscher eher träge auf Klimaveränderungen reagiert. Im Folgenden sollen klimatologische Daten im Untersuchungsgebiet aus der Vergangenheit ausgewertet werden und anschließend Zukunftsszenarien abhängig von verschiedenen Treibhausgasemissionsszenarien erarbeitet werden.
6.1 Auswertung klimatologischer Daten
Weltweit ist zu beobachten, dass es zu globalen und regionalen Klimaveränderungen kommt, die mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit in erster Linie durch die menschgemachten Treibhausgasemissionen verursacht werden. In der Schweiz ist zu beobachten, dass die mittlere jährliche Lufttemperatur um ca. 1,6 °C seit Beginn des 20. Jahrhunderts angestiegen ist. Die Erwärmung in der Schweiz ist ca. 1,6-mal größer als die durchschnittliche Erwärmung auf der Nordhalbkugel. Direkte Folgen der Erwärmung sind die Gletscher- und Schneeschmelze sowie das Auftauen des Permafrostes im Hochgebirge. (Dr. Mischa Croci-Maspoli, Klimaszenarien Schweiz – eine regionale Übersicht, 2014)
1. Abstract: Bietet einen Überblick über die Gletscherreaktionen auf den Klimawandel, prognostizierte Zukunftsszenarien bis 2100 und die Auswirkungen auf Naturgefahren, Landwirtschaft und Tourismus.
2. Forschungsinteresse: Beschreibt den Klimawandel als globale Herausforderung und erläutert die spezifische Betroffenheit der Walliser Alpen sowie das Ziel der Arbeit.
3. Forschungsfragen: Definiert die zentrale Untersuchung der Unterschiede zwischen historischen Schwankungen und aktuellem Gletscherrückgang sowie die Auswirkungen auf regionale Bereiche.
4. Geomorphologische Grundlagen des Untersuchungsgebietes: Beschreibt die Entstehung und Beschaffenheit des Grossen Aletschgletschers als Teil eines komplexen Gletschersystems.
5. Der historische Verlauf des Gletscherstandes des Aletschgletschers: Analysiert Methoden der Gletscherrekonstruktion und die historische Entwicklung vom Holozän bis zur "Kleinen Eiszeit".
6. Der Aletschgletscher angesichts des Klimawandels: Befasst sich mit der klimatologischen Datenauswertung und modellbasierten Zukunftsszenarien für den Gletscher.
7. Gegenüberstellung der historischen Dimension und der heutigen Situation: Vergleicht die beispiellose Intensität des heutigen Gletscherrückgangs mit natürlichen Prozessen der Vergangenheit.
8. Auswirkungen des Klimawandels und des Gletscherrückgangs auf die Region: Untersucht exemplarisch die Folgen für Naturgefahren, Tourismus, Landnutzung und Wasserversorgung.
9. Adaption und Mitigation an den Klimawandel in der Region: Diskutiert Anpassungsmaßnahmen an Naturgefahren und die Notwendigkeit, das Tourismuskonzept an einen klimawandelunabhängigen Betrieb anzupassen.
10. Diskussion und Fazit: Fasst zusammen, dass der aktuelle Gletscherrückgang anthropogen geprägt ist und betont, dass die Region den Wandel trotz Herausforderungen durch innovative Planung aktiv gestalten muss.
Grosser Aletschgletscher, Klimawandel, Gletscherrückgang, Walliser Alpen, Naturgefahren, Alpwirtschaft, Tourismus, Wasserspeicherung, Klimaszenarien, Holozän, Anpassung, Mitigation, Moosfluh, Suonen, Temperaturanstieg
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf den Grossen Aletschgletscher und die daraus resultierenden Konsequenzen für die physisch-geographischen und humangeographischen Bereiche der Aletschregion.
Zu den Schwerpunkten gehören die Gletscherdynamik, die klimatologische Analyse der Region, Naturgefahren wie Hangrutschungen sowie die sozioökonomischen Auswirkungen auf Tourismus und Landwirtschaft.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie sich der aktuelle, klimawandelbedingte Gletscherrückgang von historischen Schwankungen unterscheidet und welche direkten Auswirkungen dieser auf die Region im Wallis hat.
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Analyse, die klimatologische Daten, den Vergleich historischer Aufzeichnungen und Bildquellen sowie eine Auswertung aktueller Forschungsergebnisse zu Klimaszenarien und geomorphologischen Prozessen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Rekonstruktion des Gletscherstandes, eine Analyse der Klimadaten, die Erstellung von Zukunftsszenarien sowie die Untersuchung spezifischer regionaler Auswirkungen in den Bereichen Tourismus, Wasserwirtschaft und Naturgefahren.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Aletschgletscher, Klimawandel, Gletscherrückgang, Walliser Alpen, Naturgefahren, Alpwirtschaft und Klimaszenarien definieren.
Aufgrund seiner Größe und der Trägheit seiner Reaktion auf Klimaveränderungen dient er als wichtiger Indikator, um langfristige klimatische Entwicklungen besser erforschen und einordnen zu können.
Die Moosfluh wird als Beispiel für eine massive Hangrutschung angeführt, deren Beschleunigung direkt mit dem Gletscherrückgang korreliert, was den Schutz der Bevölkerung und Infrastruktur vor neue Herausforderungen stellt.
Der Autor merkt kritisch an, dass die touristische Bezeichnung für das Jungfraujoch geografisch irreführend ist, da es in den Alpen höher gelegene und ebenfalls erschlossene Aussichtspunkte gibt.
Der Autor sieht trotz der negativen Auswirkungen durch den Klimawandel auch Chancen für die Region, sofern durch innovative Planung und Investitionen eine nachhaltige Anpassung an die veränderten Gegebenheiten erfolgt.
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