Bachelorarbeit, 2025
59 Seiten, Note: 1.
1. Einführung
2. Kapital 1: Literaturübersicht
1.1. Überblick über die existentialistische Philosophie
1.2. Wesentliche existentialistische und absurde Themen in der Literatur
1.3. Vorherige Studien zu Kafkas Der Prozess
1.4. Vorherige Studien zu Camus' Der Fremde
3. Kapital 2: Theoretischer Rahmen
2.1. Einführung in Heideggers Konzept der Geworfenheit
2.2. Einführung in Heideggers Konzept von Sein-zum-Tode
2.3 Relevanz des Geworfenen-Seins und Sein-zum-Tode für die existentialistische Literatur
4. Kapital 3: Analyse von Kafkas DerProzess
3.1. Überblick über die existentielle Situationen in Der Prozess
3.2. Joseph K.s Erfahrung und die Verkörperung des Geworfenen-Seins
3.3. Joseph K.s Erfahrung von Sein-zum-Tode
3.4 Warum wird Kafka durch Existenzphilosophie interpretiert?
3.5. Warum wird Kafka durch Heideggers ontologische Existenzphilosophie interpretiert?
5. Kapital 4: Analyse von Camus' Der Fremde
4.1. Meursaults Gleichgültigkeit und die Verkörperung des Geworfenen-Seins
4.2. Meursaults Erfahrung von Sein-zum-Tode
4.3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Kafka
7. Schlussfolgerung
8. Literaturverzeichnis
Diese Arbeit untersucht vergleichend die existentiellen und absurden Konfrontationen in Franz Kafkas "Der Prozess" und Albert Camus' "Der Fremde", wobei Martin Heideggers Theorien der "Geworfenheit" und des "Sein-zum-Tode" als zentraler Deutungsrahmen dienen, um die Situationen der Protagonisten Josef K. und Meursault zu explizieren.
3.2. Joseph K.s Erfahrung und die Verkörperung des Geworfenen-Seins
Heideggers Konzept der Geworfenheit beschreibt eine grundlegende Struktur des Dasein, die dessen Faktizität zum Ausdruck bringt: „Das Dasein ist je seine Möglichkeit und es ‚hat‘ sie nicht nur zusätzlich als eine Eigenschaft. Und weil das Dasein je seine Möglichkeit ist, kann dieses Seiende in seinem Sein sich selbst ‚wählen‘, gewinnen, es kann sich verlieren, bzw. nie und nur ‚scheinbar‘ sich gewinnen. Verloren haben kann es sich nur und nur so noch nicht sich gewonnen haben, weil es wesenhaft ein geworfener Entwurf ist“ (Heidegger 1967: 175). Geworfenheit heißt, dass das Dasein immer schon in einer Welt ist, die es nicht selbst ausgesucht hat. Es findet sich in Umständen, die schon da sind, „geworfen“, ohne ganz nachzuvollziehen, woher sie kommen oder was sie tatsächlich bedeuten. Diese Wirklichkeit ist mit Befindlichkeit verbunden, die das Dasein „in seiner Geworfenheit erschließt“ (Heidegger 1967: 134).
In Kafkas Roman Der Prozess (1925) manifestiert sich Heideggers Konzept der Geworfenheit in Josef K. Auseinandersetzung mit einem kryptischen Gerichtssystem, das ihn in eine absurde Wirklichkeit hineinwirft, die für ihn unkontrollierbar und rätselhaft war. Ich analysiere nun die existenzialistische Situationen in Der Prozess (1925) und verbinde sie mit Heideggers Konzept der Geworfenheit.
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die existenzialistische Literatur des 20. Jahrhunderts als Reaktion auf die Konfrontation des Einzelnen mit einer absurden Welt, wobei Kafkas "Der Prozess" und Camus' "Der Fremde" als Hauptwerke im Fokus stehen.
Kapital 1: Literaturübersicht: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die existentialistische Philosophie, ihre zentralen Themen und stellt den Forschungsstand zu Kafkas und Camus' Werken dar.
Kapital 2: Theoretischer Rahmen: Hier werden Martin Heideggers zentrale Konzepte der "Geworfenheit" und des "Sein-zum-Tode" detailliert erläutert und ihre Relevanz für die existenzielle Literatur begründet.
Kapital 3: Analyse von Kafkas DerProzess: Eine tiefgehende Analyse von Kafkas Roman, die Josef K.s existentielle Situation, sein Geworfensein und sein Erleben von Sein-zum-Tode anhand von Heideggers Philosophie untersucht.
Kapital 4: Analyse von Camus' Der Fremde: Dieses Kapitel widmet sich Camus' Roman und untersucht Meursaults Gleichgültigkeit sowie sein Sein-zum-Tode im Licht der Heidegger'schen Existenzontologie.
Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und verdeutlicht die unterschiedlichen, doch durch Heideggers Konzepte vergleichbaren Reaktionen von Kafkas und Camus' Protagonisten auf die Sinnfrage des Lebens.
Literaturverzeichnis: Ein umfassendes Verzeichnis der in der Dissertation verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
Existentialismus, Absurdität, Heidegger, Geworfenheit, Sein-zum-Tode, Franz Kafka, Der Prozess, Albert Camus, Der Fremde, Entfremdung, Sinnsuche, Josef K., Meursault, Dasein, Existenzphilosophie
Die Arbeit bietet eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse von Kafkas "Der Prozess" und Camus' "Der Fremde" unter Rückgriff auf die Existenzphilosophie von Martin Heidegger.
Zentrale Themen sind die existenzielle Konfrontation des Individuums mit einer absurden, chaotischen Welt, Entfremdung, Ohnmacht, die Suche nach Sinn und die Unvermeidbarkeit des Todes.
Ziel ist es, die Schicksale der Protagonisten Josef K. und Meursault durch die Konzepte "Geworfenheit" und "Sein-zum-Tode" zu deuten, um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der literarischen Darstellung des Absurden aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine komparative Methode sowie eine philosophische Textanalyse, um die Romane systematisch durch die Linse der Existenzontologie zu interpretieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch Heidegger sowie zwei separate Analysekapitel, die Kafkas und Camus' Werke jeweils einzeln untersuchen und abschließend in Beziehung setzen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Geworfenheit, Sein-zum-Tode, Absurdität, Dasein, Entfremdung und Existenzialismus geprägt.
Heideggers Ansatz ist laut Autor besonders geeignet, da er die Verbindung des Menschen zur Welt als ontologische Grundstruktur begreift, was Kafkas Schilderung einer systemisch gefangenen Existenz präzise greifbar macht.
Die Hinrichtung wird als Höhepunkt und Kulmination von Josef K.s "Sein-zum-Tode" verstanden, wobei das Scheitern des Protagonisten, den Tod als authentische Möglichkeit zu begreifen, hervorgehoben wird.
Während bei Kafka eine existenzielle Verzweiflung dominiert, sieht die Arbeit in Camus' Werk eine Form der Befreiung durch die bewusste Akzeptanz der Absurdität und der eigenen Endlichkeit.
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