Magisterarbeit, 2010
130 Seiten, Note: 1,5
1. EINLEITUNG
2. DER KAMERAMANN
2.1. Das Berufsbild Kameramann
2.1.1. Historischer Rückblick
2.1.2. Das Berufsbild heute
2.1.3. Das Kamerateam
2.1.3.1. Erster Kameraassistent
2.1.3.2. Zweiter Kameraassistent
2.1.3.3. Schwenker
2.1.3.4. Steadicam-Operator
2.1.3.5. Video-Operator
2.1.3.6. Digital Image Technician
2.1.3.7. Colorist
2.2. Aufgaben des Kameramanns bei der Spielfilmproduktion
2.2.1. Vorbereitung
2.2.2. Drehzeit
2.2.3. Endfertigung (Postproduktion)
2.3. Ausbildung der Kameramänner in Deutschland
3. DIE ZUSAMMENARBEIT DES KAMERAMANNS MIT DEN ANDEREN GEWERKEN
3.1. Die arbeitsteilige Produktion von Kunstwerken
3.2. Der Kameramann und die anderen Gewerke
3.2.1. Kamera und Regie
3.2.2. Kamera und Kameraassistenz
3.2.3. Kamera und Licht
3.2.4. Kamera und Kamerabühne
3.2.5. Kamera und Szenenbild
3.2.6. Kamera und Kostümbild
3.2.7. Kamera und Maskenbild
3.2.8. Kamera und Schauspieler
3.2.9. Kamera und Schnitt
4. DER KAMERAMANN FRANK GRIEBE
4.1. Werdegang
4.2. Filmographie
4.3. Die Kooperation von Frank Griebe und Tom Tykwer
4.3.1. Der Regisseur Tom Tykwer
4.3.2. Die Zusammenarbeit von Griebe und Tykwer
4.3.3. Bedeutung der Produktionsfirma X-Filme
4.3.4. Bedeutung von Musik bei der Zusammenarbeit
4.3.5. Auswirkungen der Zusammenarbeit von Griebe und Tykwer auf die Bildgestaltung ihrer Filme
5. ANALYSE DER VISUELLEN GESTALTUNG GRIEBES
5.1. WINTERSCHLÄFER (1997, Regie: Tom Tykwer)
5.2. ABSOLUTE GIGANTEN (1999, Regie: Sebastian Schipper)
5.3. DAS PARFÜM (2006, Regie: Tom Tykwer)
6. DIE BILDGESTALTUNG VON FRANK GRIEBE
6.1. Verwendung der Produktionsmittel bei Griebe
6.1.1. Licht
6.1.2. Farbe
6.1.3. Bewegung
6.1.4. Perspektive und Kadrage
6.1.5. Filmmaterial und Kopierwerk
6.2. Merkmale von Griebes Kameraarbeit
6.2.1. Arbeitsweisen/Konzepte
6.2.2. Gibt es einen Griebe-Stil?
7. SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK
8. SEQUENZPROTOKOLLE
Ziel dieser Arbeit ist es, die komplexe Rolle des Filmkameramanns bei der Spielfilmproduktion zu definieren, indem sie die historische Entwicklung, technische Grundlagen und die kollaborative Natur der Filmarbeit – exemplarisch verdeutlicht an der Kooperation von Frank Griebe und Tom Tykwer – untersucht.
3.1. Die arbeitsteilige Produktion von Kunstwerken
Bei jeder Filmproduktion gibt es eine Reihe von Personen, die durch ihr Mitwirken zur Realisierung des Werks in seiner spezifischen Ausprägung beitragen. Was BECKER generell für die Kunstwelt als Prämisse bei der Schaffung von Kunstwerken begreift, wird beim Spielfilm im Abspann öffentlich ausgestellt. Film ist ein Medium, das ganz offensichtlich seine Kunstwerke erst durch die Kooperation vieler Gewerke und Personen hervorbringt. Im Produktionsprozess wirken Personen und Funktionen zusammen und treffen Einzelentscheidungen, aus deren Konsequenz dann das eigentliche Kunstwerk hervorgeht. Kunst entsteht in einem arbeitsteiligen Prozess, aus den Aktivitäten vieler.
Was für die vorliegende Arbeit von besonderem Interesse ist, ist die Art der Arbeitsteilung und die Verknüpfung der einzelnen Positionen innerhalb des Filmproduktionsprozesses. Während die Autorentheorie im Film den Regisseur als wesentlichen schöpferischen Künstler versteht, der das Werk produziert, gibt es mittlerweile zahlreiche Gegenentwürfe zu der Theorie des künstlerischen Genius, die sich auf die gesamte Kunstwelt beziehen. BECKER entwirft zum Beispiel eine soziologische Sichtweise der künstlerischen Produktion, die Kunst nicht als Werk eines einzelnen Schöpfers begreift sondern als kollektiven sozialen Prozess.
Im Wesentlichen arbeitet BECKER dabei mit drei Begriffen. Die Art World - als erster Begriff - beschreibt das soziale Konstrukt, aus dem das Kunstwerk hervorgeht. Zur Art World gehören alle Personen, deren Aktivitäten zu der charakteristischen Entwicklung des Werks beitragen und all jene, die dieses Werk als Kunst definieren. Sie ist jedoch nicht klar begrenzbar, ihre Grenzen sind flexibel.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Rolle des Kameramanns als zentralen Bildproduzenten und kritisiert die häufige Unterschätzung dieser Profession in der traditionellen Autorentheorie.
2. DER KAMERAMANN: Dieses Kapitel erläutert das historische und moderne Berufsbild, die Aufgabenfelder sowie die Struktur des Kamerateams.
3. DIE ZUSAMMENARBEIT DES KAMERAMANNS MIT DEN ANDEREN GEWERKEN: Hier wird die kooperative und arbeitsteilige Struktur einer Filmproduktion theoretisch analysiert, insbesondere die intensive Zusammenarbeit zwischen Kamera und anderen kreativen Abteilungen.
4. DER KAMERAMANN FRANK GRIEBE: Dieses Kapitel widmet sich dem Werdegang von Frank Griebe und fokussiert besonders auf seine einzigartige, langjährige Kooperation mit dem Regisseur Tom Tykwer.
5. ANALYSE DER VISUELLEN GESTALTUNG GRIEBES: Anhand ausgewählter Sequenzen aus drei Filmen wird Griebes visuelle Gestaltung formal analysiert.
6. DIE BILDGESTALTUNG VON FRANK GRIEBE: Hier werden die Erkenntnisse der Analyse synthetisiert, um Merkmale wie den Lichtgebrauch, die Farbgestaltung und die Kamerabewegung systematisch als Stilelemente herauszuarbeiten.
7. SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und diskutiert die Herausforderungen, die sich durch die Digitalisierung für das Rollenverständnis des Kameramanns ergeben.
8. SEQUENZPROTOKOLLE: Detaillierte tabellarische Analyse der untersuchten Filmsequenzen.
Kameramann, Filmproduktion, Bildgestaltung, Frank Griebe, Tom Tykwer, Kameraarbeit, Kooperation, Lichtsetzung, Farbdramaturgie, Kamerabewegung, Filmästhetik, Bildkonstruktion, Regie, Filmkunst, Arbeitsteilung
Die Arbeit untersucht die komplexe und zentrale Rolle des Kameramanns als Bildgestalter und Kooperationspartner bei der Produktion von Spielfilmen, wobei der Fokus auf der Arbeitsweise und dem Werk von Frank Griebe liegt.
Die zentralen Themen sind das Berufsbild des Kameramanns, die arbeitsteilige Struktur des künstlerischen Prozesses "Film", die technische Bildgestaltung sowie die intensive kreative Kooperation zwischen Regie und Kamera.
Die Arbeit erforscht, welche Aufgaben der Kameramann konkret übernimmt, wie er diese umsetzt und in welcher Weise seine Arbeit die visuelle Ästhetik und die Bedeutungsproduktion eines Spielfilms maßgeblich beeinflusst.
Die Arbeit nutzt einen analytischen Ansatz, der auf der soziologischen Theorie künstlerischer Netzwerke (nach Howard S. Becker) sowie einer formalen Sequenzanalyse ausgewählter Filme basiert.
Der Hauptteil erarbeitet das Berufsbild und die Kooperationsstrukturen, analysiert das Werk von Frank Griebe anhand konkreter Beispiele und untersucht die Verwendung filmischer Gestaltungsmittel sowie die Frage nach einem Griebe-Stil.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bildgestaltung, Kooperation, filmischer Text, Ausdrucksproduktion und künstlerische Netzwerke definieren.
Sie gilt als eines der erfolgreichsten und intensivsten Gespanne des deutschen Kinos, geprägt von einer über Jahrzehnte gewachsenen gemeinsamen Sprache, tiefem gegenseitigem Vertrauen und einem experimentellen Geist.
Griebe wird als Kameramann charakterisiert, der bewusst auf Filmmaterial dreht, dessen chemische und mechanische Möglichkeiten (wie Forcieren oder Filterung) er gezielt zur gestalterischen Bedeutungsproduktion einsetzt.
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